Verständnisfrage zum USB-Isolator

OP #5256740
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Hallo,

ich möchte mir ein USB Oszilloskop zulegen und damit ich das Gerät oder 
den Rechner nicht beschädige, möchte ich hier nachfragen.

Ist der USB Isolator nur notwendig wenn an Netzspannung gemessen wird? 
Ich habe dazu widersprüchliche Meinungen gelesen. Bei mir wäre die 
höchste Spannung 12V.

Beim googeln habe ich verschiedene USB Isolatoren gefunden, von 10 € bei 
Ebay bis weit über 100€ bei verschiedenen Anbietern.

Mir ist nicht ganz klar unter welchen Umständen es beim Messen zu 
Schäden kommen kann.

Vielleicht hat jemand ein einfaches Beispiel dazu.


Vielen Dank.


Tom2003
#5257149
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Der USB-Isolator ist auch bei Messungen an 12V-Anlagen sinnvoll.
Wenn die 12V in einem geerdeten Gerät sind und du die Massekleme 
versehentlich an 12V legst, dann gibt das einen satten Kurschluss über 
die Masse deines Rechners, wenn der auch geerdet ist. Dabei könnte dann 
ein so großer Strom fließen der Schaden an den Kabeln und/oder deinem 
Rechner bewirkt.
Gast #5257191
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Hallo,

wo gibt es denn USB-Isolatoren die mit den hohen Datenraten eines 
(PicoScope) USB-Oszis zurecht kommen?
Meistens haben die Isolatoren nur 12 MBit/s. -> verzögerter Bildaufbau.
Außerdem brauchst Du ja den Strom aus der USB-Buchse zur Versorgung des 
Oszis.

Ansonsten: Auch bei einem normalen Oszi hat man das Problem mit dem 
Schutzleiter. Wenn man Glück hat fliegt die Sicherung bevor das Oszi 
abraucht.
Beim USB-Oszi hat man dann zusätzlich den Rechner der gefährdet ist.

Ich verwende zuhause meistens den Laptop für das USB-Oszi.
Solange da kein Monitor oder ähnliches angeschlossen ist ist das Oszi 
potentialfrei. Ok meistens verbinde ich den Erdungsanschluß des Oszis 
mit dem Potentialausgleich, habe dann aber galvanisch getrennte 
Versorgungen (Batterie oder potentialfreies Labornetzteil).

Gefährlich wird es in der Regel nur wenn das Netzteil nicht 
potentialfrei ist und Du versehentlich den Plus-Pol an die Massebuchse 
des Oszis anschließt und damit der Strom über den geerdeten Rechner zum 
Netzteil zurückfließt.
Wenn der Erdungsanschluß des Oszis verwendet wird fließt bei korrekter 
Erdung der größte Teil des Stroms über die Erdungsleitung zurück.

Bei Netzspannung brauchst Du im Normalfall sowieso immer einen 
Trenntrafo.
Ein Rigol 1054 ist beispielsweise für KAT2-Messungen (= Überspannungen 
an Haushaltssteckdose) nur bis 100V spezifiziert.

Gruß Anja

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