Da sich die Beschreibung zu dem Artikel auf die Abmessungen beschränkt
und sämtliche technische Details ausgelassen werden, gehe ich davon aus,
dass es sich um einen überteuerten Kabelverbinder handelt.
Wenn man vorne 800kV reinschickt, kommen die hinten auch wieder raus.
Das Tolle daran ist, es funktioniert auch mit 20 Gigavolt.
> Das Tolle daran ist, es funktioniert auch mit 20 Gigavolt.
...und umgekehrt auch sogar schon mit 1µV. Zuverlässigst.
Diese These wird stark gestützt von "I_(in) = I_(out) = 0,05A"...
Johnny W. schrieb:> 800kV
Sehr lustig!
Dazu müsste das Übersetzungsverhältnis 1:666.666 tausend sein bei einer
Betriebsspannung von 1,5 V...
Abgesehen von einem Funken mit solcher Spannung sind die Angaben total
für A&F...
Werden wohl nur 800 V bis 1000 V sein...
Nein, die Dinger funktionieren wirklich.
Ich habe mir so ein Ding mal bestellt und untersucht, bei Anlegen einer
3V Eingangsspannung entstehen ca. 3 Überschläge/s mit über 1cm (!) Länge
bzw. Elektrodenabstand.
Der Gerät erzeugt eine immer höher werdende Gleichspannung und sobald
diese für einen Überschlag ausreicht, steigt sie wieder auf die nötige
Überschlagsspannung an usw. Das Verhalten würde ja eigentlich auf eine
Kaskade hindeuten, aber bei dem Übersetzungsverhältnis mit der kleinen
Größe doch wieder eher nicht...
Die die ich kenne funktionieren wie ein elektroshocker/taser. Die
Eingangsspannung wird über einen Wandler (ähnlich wie in Einwegkameras)
auf einige hundert Volt gebracht. Damit lädt ein kleiner Kondensator der
dann per funkenstrecke in einen zweiten Transformator entladen wird. Je
nach Design wohl mehr oder weniger resonant (Ecke teslaspule).
Alex G. schrieb:> Pi mal daumen sagt man doch 1000V pro cm Lichtbogen in Luft.
nee.. zum glück nicht... dann wären nämlich alle isolatoren an den
hochspannungsmasten viel zu kurz.. :-))
und normale netzspannung würde schon bei 3mm zünden..
es sind 1mm pro 1000V
Kann ja nur auf zwei Arten funktionieren.
1. 1,5V Sperrwandler auf paar hundert Volt und dann eine
Hochspannungskaskade wie in alten Fernsehgeräten
2. 1,5V Sperrwandler auf paar hundert Volt, der lädt einen
Speicherkondensator auf und dieser wird periodisch über einen Thyristor
oder Funkenstrecke und einen HV-Trafo entladen, der dann die
Ausgangsspannung erzeugt
Bei der Baugröße würde ich aber eher aufs erste tippen. Bei der zweiten
Variante hätten die Impulse zwar mehr Bumms, aber so kleine HV-Trafos
sind selten.
@ Johnny W. (Gast)
>Nein, die Dinger funktionieren wirklich.
Aber nicht mit 800kV Ausgangsspannung. Wie naiv muss man sein, um so
einen Scheiß zu glauben?
>Ich habe mir so ein Ding mal bestellt und untersucht, bei Anlegen einer>3V Eingangsspannung entstehen ca. 3 Überschläge/s mit über 1cm (!) Länge>bzw. Elektrodenabstand.
Keine Kunst, das sind ja spitze Drähte. Für 1cm reichen da vielleicht
10-20kV. Hab ich vor Ewigkeiten mit meinem Zeilentrafo auch gemacht.
@hal9000 (Gast)
>ich hatte so ein ding mal getestet.
Wie hast du gemessen? Kannst du 60kV WIRKLICH messen?
>Da kamen nicht mehr als 60kv raus.
Selbst das würde ich anzweifeln.
>nach kurzer zeit war das teil hin. Der übliche chinadreck also.
Das nicht ;-)
Johnny W. schrieb:> Funktionsweise 800kV-Generator
Heisst das nicht, das der Generator bei 800 U/min 1Volt liefert?
(Siehe Angaben in Modellbaukatalogen)
Johnny W. schrieb:> Wie funktioniert das?
Werbung.
So wie 6600 Watt beim Auna Silverhammer bloss aufgedruckt sind, und drin
nur 6 x 20Wrms stecken, und die Kleinkinder trotzdem wie verrückt
kaufen,
so kann die Hochspannungskaskade nicht mehr als 2cm Luft überbrücken
https://www.youtube.com/watch?v=xISAQZSWU0I
Da der Funkenüberschlag bei diesen Hochfrequienzquellen so ab 1kV/mm
stattfindet, erzeugt die Box nur so 20kV, wohl per CCFL Trafo mit
nachfolgender Vervielfacherkaskade.
Der Rest ist hochgelogene Werbung um dumme Kunden einzufangen.
Im Deutschen Museum in München könntest Du sehen, dass es sicherlich
keine 800kV sind was die Schaltung produziert, da die
Durchschlagsspannung von Luft bereits viele Zentimeter Abstand benötigt.
Das Prinzip dieser Schaltung ähnelt dem von Elektronikblitzen mit
Blitzröhren. Es befindet sich in der Schaltung ein kleiner Sperrwandler
mit Ausgangsübertrager. Der Flyback im Kollektorkreis geht bis ungefähr
40V. Bei einem Übertrager von 1:10 bis 1:20 kann man dann mit einer
Kaskade am Ausgang ein paar Kilovolt erzeugen. Mehr als 2 bis 4kV sind
aber nicht mehr händelbar. Aber an den Ausgang kann man noch einen einen
Übertrager hängen der von einem kV-Puls über einen Kondensator kurz
angetriggert wird. Da gibt dann einen hochfrequenten kurzen Impuls von
5..15KV, der die Luftstrecke zündet und die 2-4kV der Kondensatoren der
Kaskade entladen sich sichtbar über die Strecke.
Falk B. schrieb:> @ Johnny W. (Gast)>>>Nein, die Dinger funktionieren wirklich.>> Aber nicht mit 800kV Ausgangsspannung. Wie naiv muss man sein, um so> einen Scheiß zu glauben?
Mhh da scheint jemand etwas unter*ögelt zu sein, anders kann ich mir
einen solchen Tonfall nicht erklären.
Ansonsten danke für die vielen hilfreichen Informationen. Dass da keine
800kV rauskommen war mir fast klar, aber trotzdem einiges gelernt.
Mal aus neugierde. Was für Instrumente braucht man um solche Spannungen
zu messen?
Eventuell mit so einem Ladungsmesser wie aus dem Physikunterricht?
Weiss leider nicht mehr ob es einen richtigen Begriff hatte.
Na ja, hab auch mal son Teil mit bestellt. Funst... bist intern was
überschlägt, 20-30kV sollten drin sein.
Kein Lichtbogen, Kondensatorentladung (E-Schocker)!
Alex G. schrieb:> Mal aus neugierde. Was für Instrumente braucht man um solche Spannungen> zu messen?
Es gibt elektrostatische Messwerke, da lässt sich mit einem
(Vor-)Kondensator der Messbereich erweitern. Zumindest bei sinusförmiger
Spannung mit 50Hz geht das ganz prima.
Ich habe mal in einem Hochspannungs-Prüffeld gearbeitet, da wurden die
bis zu 100kV über einem 100pF Kondensator auf ein 10nF 1kV Messwerk
gegeben.
Bei dieser Spannung kann man schon die Abstoßung zweier dünner Plätchen
verwenden. Mit LED seitlich angestrahlt kann man der vergrößerten
Schatten an der Wand sehen. Die Eichung ist halt schwierig.
Dieter schrieb:> Bei dieser Spannung kann man schon die Abstoßung zweier dünner Plätchen> verwenden. Mit LED seitlich angestrahlt kann man der vergrößerten> Schatten an der Wand sehen. Die Eichung ist halt schwierig.
Ja, nach dem Prinzip funktionierte auch das Physikexperiment. War sogar
ein richtiges Instrument mit einem Zeiger weil dieser im perfektem
Gleichgewicht aufgehängt war.
Falk B. schrieb:> Für 1cm reichen da vielleicht> 10-20kV. Hab ich vor Ewigkeiten mit meinem Zeilentrafo auch gemacht.
Da war aber mehr "Wumms" dahinter und die Funken auch gute 2 bis 3 cm...
Und mehr, je nach Ansteuerung...
Zitat:
"Ausgangsspannung: 800KV-1000KV (Bitte achten Sie auf Sicherheit bei der
Verwendung)
Ausgangsstrom: 0.05A"
40kW aus so einem kleinen Modul, die Chinesen sind Zauberer...
> "Ausgangsspannung: 800KV-1000KV (Bitte achten Sie auf Sicherheit bei der> Verwendung)>> Ausgangsstrom: 0.05A"> 40kW aus so einem kleinen Modul, die Chinesen sind Zauberer...
Der Chinese denkt "oder", der Europäer denkt "und".
Der Europäer denkt "die ganze Zeit", Chinese denkt "1/1000stel der Zeit"
;-)
Für chinesische Herstellung finde ich den Inhalt unglaublich
reichhaltig. Hätte deutlich weniger erwartet.
Der Trafo sieht aus wie solch einer aus Laserdruckern.