Ich frage mich deswegen, weil ich Gestern in so einem SD zu USB Adapter
aus dem Jahre 2008 eine 16 GB MicroSD Karte formatiert habe und dabei
eine Schreibrate von nur ca. 1,2 MByte/s hatte.
Die gleiche MicroSD Karte konnte ich auf einem Raspberry Pi 3 mit etwa
10 MByte/s beschreiben.
An dem µSD zu USB Adapter ist jedenfalls keine Elektronik zu erkennen.
Nur der Slot, der USB Stecker und die Verbindungsleitungen, sowie ein
Stück weißes Plastik auf dem das ganze Stabilität erhält.
Universal Product Code ist 740617138870.
Hier ist noch ein Bild zu erkennen, da wird auch behauptet, das es ein
USB 2.0 Reader sei:
https://www.barcodable.com/upc/740617138870
Allerdings passt die Schreibgeschwindigkeit nicht gerade zu USB 2.0.
Den Adapter habe ich in den PC in einen USB Slot gesteckt, der
mindestens USB 2.0 beherrscht.
Hier ist er noch einmal angegeben, diesmal mit Angabe der Lese und
Schreib Geschwindigkeit:
http://www.malcomwireless.com/wireless/store/productdetail.asp?productid=47207
Da scheinen es nur 3,5 MB/s zu sein, aber kann das sein, bei einem
Adapter, der praktisch so gut wie keine eigene Elektronik enthält?
Der Adapter enthält sehr wohl Elektronik, nämlich einen
USB-zu-SD-Bridge-Baustein.
Dieser Baustein ist entscheidend, er gibt einerseits die
USB-Verbindungsgeschwindigkeit vor (12 MBit/sec, 480 MBit/sec oder 5
GBit/sec) und andererseits legt er fest, welche Art von SD-Karten
angesprochen werden können SD(SC), SDHC und/oder SDXC (mit max. 2 GB,
max. 32 GB oder größer).
Ohne so einen Baustein kann keine SD-Karte an einem USB-Port angesteuert
werden.
Du solltest Dir Deinen Adapter nochmal genauer ansehen, wenn Du da die
Elektronik nicht erkennen kannst - sie ist vorhanden. Ganz sicher.
Steck' den Adapter mal ohne Speicherkarte in den Rechner und sieh' im
Gerätemanager oder einem Tool à la "USB Tree View" nach - Du wirst ein
USB-Gerät entdecken.
http://www.uwe-sieber.de/usbtreeview.html
Das verrät Dir auch, ob ein Gerät ein USB1.1-, USB2.0- oder USB3-Gerät
ist.
zeig mal Bilder vom Innenleben deines Adapters. Da eine SD-Karte keinen
USB Anschluss hat muss in so einem Adapter wohl die passende Elektronik
drin sein. Ich hab hier einen alten Adapter mit durchsichtigem Gehäuse
und da ist sehr wohl Elektronik drin.
Den Adapter selbst kann ich nicht öffnen, der ist wie so ein USB
Stecker, also das Metallteil davon, zusammengepresst. Wenn ich den
auseinandermache, dann kriege ich den definitiv nicht mehr so gerade
zusammen wie er jetzt ist, sprich, dann wäre er kaputt.
Nano schrieb:> idVendor 0x090c Silicon Motion, Inc. - Taiwan (formerly> Feiya Technology Corp.)> idProduct 0x6200 microSD card reader
Zerlegen musst Du das Ding nicht, Du hast ja jetzt herausgefunden, was
in dem Ding drin ist.
Tja, und wenn das Teil zehn Jahre alt ist, wird der Hersteller damals
froh gewesen sein, daß es überhaupt funktioniert, und nicht mit sehr
flotten SDHC-Karten gerechnet haben.
Ein Musterbeispiel für Dinge "die total einfach" sind, aber eine Menge
Komplexität haben, die keiner sieht.
Damit kämpfe ich jeden Tag.
"Wieso, mein Handy kann auch USB-3, da muss das unsere Steuerung auch
können".
Die Unbildung der Leute hat Ausmaße angenommen, dass ich derzeit mit
einer Umschulung zum Gärtner liebäugle...
Rufus Τ. F. schrieb:> Tja, und wenn das Teil zehn Jahre alt ist, wird der Hersteller damals> froh gewesen sein, daß es überhaupt funktioniert, und nicht mit sehr> flotten SDHC-Karten gerechnet haben.
Okay, Class 10 Geschwindigkeit kann man nicht erwarten, aber die SD
Karte, bei der dieser Adapter mitgeliefert war, war immerhin ein Class 4
Device. D.h. 4 MB/s hätten bezüglich dem Adapter schon drin sein können,
1,x MB/s ist davon um 3-4 Größenordnungen entfernt.
Aber da hat man dann wohl am Chip für den Adapter gespart.
Ich denke ich werde mir einen neuen kaufen.
Achte dann aber direkt darauf, dass der neue Kartenleser USB3.0 hat und
UHS II unterstützt, dann bist du halbwegs aktuell unterwegs und hast
erstmal für ein paar Jahre Ruhe.
Adapter ist nicht 100%Adapter. Falls der CardReader nur große SD-Karten
gelesen haben sollte und Du Deine µSD über irgendeinen SD-Adapter
einsteckst, so sollte es besser der zughöreige sein.
Nano schrieb:> 4 MB/s hätten bezüglich dem Adapter schon drin sein können,> 1,x MB/s ist davon um 3-4 Größenordnungen entfernt.
Im Dezimalsystem ist eine Größenordnung der Faktor 10. 3 Größenordnungen
sind daher der Faktor 1000. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied
zu 3-4 mal mehr!
oszi40 schrieb:> so sollte es besser der zughöreige sein.
Wie kommst Du auf diese Idee?
So ein Adapter enthält keinerlei Elektronik, sondern nur
1:1-Verbindungen zwischen µSD-Sockel und den SD-Kontakten.
Nano schrieb:> Allerdings passt die Schreibgeschwindigkeit nicht gerade zu USB 2.0.>> Den Adapter habe ich in den PC in einen USB Slot gesteckt, der> mindestens USB 2.0 beherrscht.
Das muss nicht bedeuten dass da auch High Speed drüber läuft.
Allerdeings kann er angeblich bis zu 13MB/s lesen, das geht nur mit High
Speed - außerdem
war hier immer bei 1,0MB/s Schluss, wenn kein High Speed anlag.
Mann muss aber auch das SD Protokoll betrachten, da wird er nur eine
relativ langsame Datenrate fahren. Die 13MB/s passen gut zur 4*25 MBit
SD Datenrate (25MHz, 4 Bit Bus). Da wird der RPi deutlich mehr können.
Die 1/4 Schreibrate lässt zu befürchten dass er das nur im 1-Bit Mode
erledigt - das könnte man mit einer moderneren Karte verifizieren.
Übrigens: Die Übersetzung von USB Mass Storage (SCSI) in SDHC Kommandos
benötigt zwingend aktive Elektronik.
oszi40 schrieb:
(micro-SD nach SD)
> Adapter ist nicht 100%Adapter. Falls der CardReader nur große SD-Karten> gelesen haben sollte und Du Deine µSD über irgendeinen SD-Adapter> einsteckst, so sollte es besser der zughöreige sein.
Das ist mir auch schon aufgefallen, die Dinger sind nicht beliebig
kompatibel. Bzw neuere (32GB) laufen auch mit alten (8GB) Karten, aber
nicht umgekehrt. Trotz gleichem Hersteller (Sandisk bzw Samsung).
Ich dachte immer, das wären nur mechanische Adapter. Ein bisschen mehr
scheint da ja dann doch drin zu sein
Rufus Τ. F. schrieb:> oszi40 schrieb:>> so sollte es besser der zughöreige sein.>> Wie kommst Du auf diese Idee?>> So ein Adapter enthält keinerlei Elektronik, sondern nur> 1:1-Verbindungen zwischen µSD-Sockel und den SD-Kontakten.
bei verschiedenen dünnen microSD Karten kann der Kontakt zum SD-Adapter
schon mal lose sein, selbst erlebt.
PI User kennen das auch und müssen bei neueren miroSD Karten Plastik
einfüttern für bessere sicherere Kontaktgabe.
soul e. schrieb:> Ich dachte immer, das wären nur mechanische Adapter. Ein bisschen mehr> scheint da ja dann doch drin zu sein
Die, die ich aus Interesse zerlegt habe, enthielten nur ein paar
gestanzte und gefaltete Blechstreifen. Und das waren keine 0815-Adapter
vom Grabbeltisch, sondern Sandisk-Originale.
Die Probleme scheinen dann wohl eher nur Kontaktprobleme zu sein.