OC schrieb:
> die Formeln sind für mich 'böhmische Dörfer' .....
Für mich auch, zumindest so lange sie nicht lesbar sind. :-)
Die Schaltung von Dieter ist schon mal richtig.
R1 dient nur dazu, dass der rechte Transistor (T2) auch sauber aus sein
kann und nicht durch Leckströme schwach leitet. Der kann z.B. 10k
(unkritisch) betragen.
R2 bestimmt den Basisstrom von T2, der so groß sein muss, dass er T2
auch bei der gewünschten Last (500mA) sicher durchschaltet.
Der Transistor könnte ein BD135 oder BD139 mit dem Zusatz -16 sein, der
eine minimale Stromverstärkung bei 500mA von 25 hat. Mit Reserve wähle
den Faktor 10. Damit muss der Basisstrom bei rund 50mA liegen.
An 5V rechnet sich dann R2 zu (5V - UCE_T1-UBE_T2)/50mA zu etwa 80Ω,
nimm 82Ω.
Bei 3.3V wird es etwas enger, da müssten nach der Rechnung 44Ω drin
sein. Das ist relativ niedrig, man kann die Reserve auch etwas geringer
wählen, weil der -16 sicher mehr minimale Stromverstärkung in der Praxis
haben wird. Also 47Ω ... 68Ω. Ich würde sogar einfach mal mit den 82Ω
starten und dann bei 3.3V schauen, wie groß UCE von T2 bei 500mA noch
ist. Sollte das mehr als ca. 300mV sein, dann muss R2 eben etwas kleiner
werden.
Solange das ein Einzelexemplar wird und keine Serie ist das vertretbar.
Für R3 gilt das selbe wie für R1, wenn die Steuerspannung gleich der
Versorgungsspannung ist.
Auch die Rechnung ist gleich. T1 muss max. 110mA Basisstrom für T2
liefern (falls 44Ω bei 5V verwendet werden), ein BC 327-40 ist dann
richtig. Bei dem kannst du mit B=100 rechnen, also ergeben sich 1-2mA
Basistrom - etwas übersteuern mit 3mA und R4 wird zu rund 4V/3mA = ca.
1.2kΩ.
Wenn jetzt die Eingangsspannung kleiner sein sollte als die
Versorgungsspannung, dann muss man mit R3 und R4 eine Kombination
finden, die bei HIGH den T1 aus lässt und bei LOW noch die ca. 3mA
Basisstrom liefert.
Bei dem maximalen Strom für den T2 wäre ein Logic-Level-nMOSFET
geeigneter. Man muss nur einen suchen, der bei 3.3V Gatespannung bereits
voll durchschalten kann - da ist die Auswahl schon etwas geringer.
Dann könnte R2 zu 0Ω werden und für den T1 taugt jeder Feld-Wald-Wiesen
PNP, dem man dann auch keine 3mA Basisstrom mehr geben muss.