Hallo, ich suche ein Backenfutter so wie von der Hobel- oder Drehbank
nur eben mit einer Aufnahme für eine Bohrmaschine.
Und nein ich will keine Drehbank mit einer Bohrmaschine bauen.
Möchte nur was Größeres einspannen können zum Abschleifen
Du willst wirklich ein Drei - / Vierbackenfutter auf einer Bohrmaschine
befestigen?
Das ist keine gute Idee.
Die Lager in Bohrmaschinen sind nicht für seitliche Kräfte ausgelegt und
werden relativ schnell beschädigt.
Im Normalfall reichen wenige Minuten um ein starkes Lagerspiel durch
seitliche Belastung zu bekommen.
Eine bessere Idee für eine einfache Drechselbank ist eine einfache,
ordentlich dimensionierte Stahlwelle und Lagerböcke zu verwenden und die
mit einem Motor über Riemenscheiben anzutreiben.
Gute Quellen für Riemenscheiben und Lagerböcke sind Firmen wie
Maedler.de , E-Bay oder Alibaba.
Ein Blick auf Tauschbörsen wie Willhaben.at kann auch einmal das ein
oder andere Schnäppchen zu Tage fördern.
bernte schrieb:> Möchte nur was Größeres einspannen können zum Abschleifen
Wie groß?
Für 50mm-Backenfutter gibt's Adapter von M14x1 oder M12x1-Gewinde auf
zylindrisch, du kannst auch mal nach Backenfuttern für
Uhrmacher-Drehmaschinen googeln. Bei größeren Durchmessern wird's
schwierig.
Matthias L. schrieb:> bernte schrieb:>> Möchte nur was Größeres einspannen können zum Abschleifen>> Wie groß?>> Für 50mm-Backenfutter gibt's Adapter von M14x1 oder M12x1-Gewinde auf> zylindrisch, du kannst auch mal nach Backenfuttern für> Uhrmacher-Drehmaschinen googeln. Bei größeren Durchmessern wird's> schwierig.
50mm wäre schon ok
könntest du entsprechende teile mal verlinken insbesondere die Adapter?
kanns mir noch nicht so recht vorstellen
Danke
bernte schrieb:> Hallo, ich suche ein Backenfutter so wie von der Hobel- oder Drehbank> nur eben mit einer Aufnahme für eine Bohrmaschine.
Bist Du von allen "guten Geistern verlassen"? :)
Wenn Du z.B. D=50mm (außen) per Dreibackenfutter spannen können willst,
bist Du ganz schnell mit einem D des Futters von 110 bis 120mm "dabei".
Weißt Du, was das incl. Planscheibe, an der es angeschraubt ist, wiegt
und daß dann (bei 50mm-Werkstück) die Spannbacken ca. zur Hälfte beim
Futter herausstehen??
Ganz gewiß gehöre ich nicht der Gruppe der "Bedenkenträger" an.
Dennoch kann ich Dich nur davor warnen, so etwas anzudenken oder gar
"frei Hand" zu betreiben!!
Wenn Dir Deine Gliedmaßen wichtig sind.
Denn so schnell kannst Du gar nicht reagieren, wie Derartiges
unbeherrschbar wird und Dir um die Ohren fliegt.
Ein Spannfehler oder eine bei der Bearbeitung erzeugte Unwucht kann dazu
schon ausreichend sein!!
Beschreib doch bitte mal genau, was Du eigentlich machen können willst,
damit wir hier evtl. eine Lösung finden können, die risikolos für Dich
ist. :)
Grüße
L. H. schrieb:> Wenn Du z.B. D=50mm (außen) per Dreibackenfutter spannen können willst,> bist Du ganz schnell mit einem D des Futters von 110 bis 120mm "dabei".
Es war aber von einem 50mm-Futter die Rede, nicht von einem 110er oder
120er.
Ein 50er Futter bringt nicht mehr Masse auf die Waage als eine
anständige Bohrkrone, das sollte eine Bohrmaschine aushalten.
Ein >100er Futter auf einem Dorn an einer Bohrmaschine ohne sinnvolle
Lagerung ist auch meiner Ansicht nach ein gefährliches Experiment und
daher nicht sinnvoll.
L. H. schrieb:> Wenn Du z.B. D=50mm (außen) per Dreibackenfutter spannen können willst,> bist Du ganz schnell mit einem D des Futters von 110 bis 120mm "dabei".
Nö. Es gibt sogenannte Bohrbacken. In meinem 100 Spannfutter kann ich
auch 100 mm große Ronden spannen.
ich würde gern eine rohling drehen als positv vorlage für eine gussform
drehkörper kann meinetwegen auch wachs oder gefrorenes plastilin sein
das ich damit kein alu abdreh ist wohl klar
wenn ich das objekt grob bearbeitet habe kommt noch etwas schleifen dazu
das wird meine alte skil 500w maschine aus den 90ern schon schaffen
Selber bauen:
Möglichst plane Sperrholz / Multiplex Scheibe mit (50+2*5+2*10=) 80mm
Durchmesser,
Loch in die Mitte, Schlossschraube (M10) versenken und einkleben,
in 3 Holzstücke (10x30) jeweils ein Loch in die Mitte bohren, kleine
Schrauben durch und am Rand (im gleichen Abstand ;-) festleimen.
Also mach es wie beim Drechseln.
Also irgendeine runde Scheibe, welche du über einen Bolzen in deine
Bohrmaschine spannst.
An der Scheibe klebst du dann deine Objekte an.
Also Scheibe, Kaltleim, Papier, Kaltleim, Holz.
So hat mein Vater Untersetzer und Teller gedrechselt.
Durch das Papier konnte man das dann leicht vom Teller trennen.
Die Kleberei kannst du sicher anpassen.
bernd m. schrieb:> ich würde gern eine rohling drehen als positv vorlage für eine gussform> drehkörper kann meinetwegen auch wachs oder gefrorenes plastilin sein
Wenn der Rohling relativ gedrungen/kurz ist, kannst Du das schon mit den
bereits gen. Empfehlungen bewerkstelligen:
Die von kolja82 gen. Holzstücke könnten bei einem Rotationskörper evtl.
störend sein (so weit ich den Einsatzzweck richtig verstanden habe).
Was den Rohling selbst anbelangt, hast Du zwei Möglichkeiten:
1) Du machst den aus Styropor (für solche Zwecke ist das aus kleinen
Kugeln "zusammengebacken"), oder aus
2) Holz
1) hat den Vorteil, daß es schnell machbar ist und beim Gießen
verbrennt.
Aber auch den Nachteil, daß damit die Sandguß-Form "futsch" ist.
2) hat den Vorteil, daß Du die Form immer wieder verwenden kannst.
Aber auch den Nachteil, daß die Rohling-Erstellung erheblich aufwendiger
ist.
Normalerweise fängt man mit 1) an, schaut sich danach erst mal an, was
dabei herauskommt, um eine Form nach 2) ggf. entspr. korrigieren zu
können.
Handelt es sich um einen einmaligen Abguß, kommt eh nur 1) in Frage.
Grüße
Statt Styropor kann man auch Styrodur (Keller-Dämmplatte aus dem
Baumarkt) schnitzen, das Zeug ist genauso weich wie Styropor, hat aber
nicht die nervige Kügelchen-Struktur.
Im Zweifelsfall geht man halt zu einem Modellbauer für Guß-Formen und
holt sich passendes Zeug:
Wozu lange darüber "herumphilosophieren"??
Für Guß-Formen Geeignetes hat sich längst bestens bewährt.
Nur Anfänger versuchen jedes Mal, das "Rad neu zu erfinden".
Und fallen damit auch zwangsläufig "auf die Schnauze".
Sollten wir uns Ihrer deshalb "erbarmen" oder sie "bemitleiden"??
Weshalb denn??
Grüße