Hallo,
Mommentan sehe ich mir regelmäßig Stellenanzeigen an...
Dabei stößt man immer wieder auf Forderungen wie z.b.:
Sehr gute Kenntnisse...
Kenntnisse...
Erfahrung...
...in der Schaltungsentwicklung.
Wie kann ich nun einstuffen was im Einzelfall erwartet wird?
Welche Kenntnisse/Fähigkeiten fallen eurer Meinung nach in die
Entsprechende Kenntniss/Erfahrungsstufe?
Gute Frage, was mir persönlich aufgefallen ist:
Zu viele HRs / Manager legend erst mal nur Wert auf reine
"Berufserfahrung", was ja Schwachsinn ist.
Dies ist doch nur ein Aspekt unter vielen, wie akademische Ausbildung,
Social Skills, Empathie etc. da gibt's viele.
Beispiel, kleine Geschichte:
In meinem 1. Job durfte ich Materialflusssysteme / Leitsysteme in C
entwickeln. Ich kam mit einem Hochschuldiplom in die Firma, wurde
eingestellt.
Hatte einen "Teamleiter" der ganz tolle 10+ Jahre Berufserfahrung, aber
nie eine höhere Ausbildung genossen hatte. Konnte eigentlich nur
schwierig werden, aber damals hatte ich das nicht gedacht. Er wusste, wo
sich halt die üblen Dinge im Code verstecken und wie man auf bestimmte
Bugs reagiert, kannte klarerweise Firmeninterna und Kunden, wo die SW im
Einsatz war.
Aufgrund meiner besseren und akademischen Ausbildung konnte ich seine
Erfahrung in 3 Jahren einholen, und überholte die Lernkurve dieses
Schwachmaten ohne Probleme. Ich wechselte die Firma, mit einer schönen
Gehaltserhöhung, weil es keine wirklichen Aufstiegsmöglichkeiten gab und
in der Firma sowieso vieles abgekartetes Spiel war, und sich gewisse
Chefs selber deckten und ihre Positionen schützen.
Lerne: auf einer guten, breiten Basis als Ausbildung kannst du auch eine
breite Erfahrung aufbauen. Klar gibt's auch Ausnahmen wie Autodidakten,
aber das ist eher nicht die Regel.
klausi
Ui, du weißt's ja ganz genau ;--)
Auf meinen Platinen der letzten ~12Jahre kamm schon einiges zum
Einsatz...
Ich persönlich würde mich auch auf Erfahrene Stellen und welche mit sehr
guten Kenntnissen bewerben.
Doch was da tatsächlich, meist, in Durchschnitt, verlang wird?
Student schrieb:> Doch was da tatsächlich, meist, in Durchschnitt, verlang wird?
Ganz einfach: Daß von der Qualifikation her zu den besten 10% gehörst -
und bereit bist, bei einer Firma anzufangen, die von der Bezahlung her
zu den schlechtesten 10% gehört. Wenn das nicht recht was wird, jammert
selbige Firma über Fachkräftemangel.
klausi schrieb:> und> in der Firma sowieso vieles abgekartetes Spiel war, und sich gewisse> Chefs selber deckten und ihre Positionen schützen.
Das ist leider überall zu finden. Wurde auch mir zum Verhängnis, daher
habe Ich mich auch umorientiert. In Firmen kommst Du nur voran, wenn Du
jemanden hast, der Dich födert!
Da ich aufgrund meines Studiums demnächst ein Praktikum absolvieren muss
geht es bei mir langsam an das Gestaltet des Lebenslaufes inkl.
Kenntnisse. Daher frag ich mich auch, wie ich meine Kenntnisse in "Gut"
und "Grundlegend" einteile? Sehr gute Kenntnisse hab ich sicher nicht,
dazu fehlt mir die Erfahrung.
Meinem Empfinden nach hat man "Gute Kenntnisse", wenn man in diesem
Bereich selbstständig Projekte umgesetzt hat. Im meinem Fall ist das
Python/Java/C#/JavaScript, dass ich sowohl in der Ausbildung als auch
privat und jetzt noch mal im Studium in einer Studienarbeit verwendet
habe.
Ich bastel nun schon eine Weile hin und wieder mit verschiedenen
Controllern und entwickle Software dafür (auch wenn die nicht all zu
komplex ist), daher hätte ich hier "Grundlegende Kenntnisse" als
Formulierung verwendet?
Wie ist da eure Einschätzung?
Max M. schrieb:> Wie ist da eure Einschätzung?
Nicht unter Wert verkaufen. Die Konkurrenz schreibt schon grundlegende
Kenntnisse rein ohne genau zu wissen, wie man die Dinge Buchstabiert.
Natürlich auch nicht übertreiben. "Grundlegend" kann man aber m.E. nach
oben weglassen und einfach "Kenntnisse" reinschreiben.
Danke für deine Antwort, noch eine Frage: Ich hab im Anschreiben
erwähnt, was mein Interessengebiet ist. In diesem Bereich hab ich aber
weder privat noch in einem Unternehmen viel gemacht, das ist unter
anderem auch ein Grund, warum ich das gerne im Praktikum nachholen
würde. Allerdings hab ich in anderen Bereichen mehr Erfahrung (hab ich
im Anschreiben auch begründet). In der Auflistung der Kenntnisse steht
dann natürlich mein favorisiertes Themengebiet relativ weit unten, da
ich die Liste nach Umfang der Fähigkeiten absteigend sortiert habe. Wie
kommt das beim Unternehmen an? Checken die das, dass ich lieber in
diesem favorisierten Bereich arbeiten würde, der im Anschreiben als
Interessengebiet erwähnt wird aber bei den Kenntnissen weiter unten
steht?
Carsten H. schrieb:> klausi schrieb:>> und>> in der Firma sowieso vieles abgekartetes Spiel war, und sich gewisse>> Chefs selber deckten und ihre Positionen schützen.>> Das ist leider überall zu finden. Wurde auch mir zum Verhängnis, daher> habe Ich mich auch umorientiert. In Firmen kommst Du nur voran, wenn Du> jemanden hast, der Dich födert!
Muss Carsten hier zustimmen.
Wenn man keine Unterstützung erfährt kommt man nicht voran. Habe das bei
meinem ersten Ag so erfahren (was da nicht weiter dramatisch ist) und
beim zweiten leider auch.
Ergebnis war das ich die Zeit beim zweiten AG mit Sicht auf die Karriere
"vergeudet" habe. Etwas mehr Erfahrung im Fachgebiet, aber die lag auf
fast der gleichen Stufe mit der vom ersten AG.
Bei meinem dritten AG wurde ich vom Chef gefördert und 1,5 Jahre später
kam eine Beförderung. Sehr angenehm weil sich jetzt wieder neue und
bessere Möglichkeiten ergeben.
Wenn man merkt das man auf der Stelle hadert sollte man sich etwas
anderes suchen sofern man Interesse daran hat vor ran zu kommen.
Die Lernkurve flacht meinem Gefühl nach spätestens nach 2 Jahren
deutlich ab.
Sehr gute Kenntnisse...
Diesen Begriff bringe ich mit Fachkompetenz in Verbindung. Meistens sind
noch ähnlich hohe Anforderungen zu finden. Ergo nichts für einen
Anfänger
Kenntnisse...
Erfahrung...
Hier kann man sich als Anfänger bewerben. Hat man ein Praktikum im
Bereich um so besser. Wenn nicht, man aber klar rüber bringen kann das
man hier gerne arbeiten würde geht das auch, wenn auch nicht immer.
Max M. schrieb:> ch hab im Anschreiben> erwähnt, was mein Interessengebiet ist. In diesem Bereich hab ich aber> weder privat noch in einem Unternehmen viel gemacht, das ist unter> anderem auch ein Grund, warum ich das gerne im Praktikum nachholen> würde
Woher kommen deine Interessen dann wenn du es noch nie gemacht hast?
Weißt du was dich erwartet?
Woher wissen wir (das unternehmen) das du es dir nicht doch anders
überlegst?
Max M. schrieb:> In der Auflistung der Kenntnisse steht> dann natürlich mein favorisiertes Themengebiet relativ weit unten, da> ich die Liste nach Umfang der Fähigkeiten absteigend sortiert habe. Wie> kommt das beim Unternehmen an? Checken die das, dass ich lieber in> diesem favorisierten Bereich arbeiten würde, der im Anschreiben als> Interessengebiet erwähnt wird aber bei den Kenntnissen weiter unten> steht?
Schreib es doch so rein wie es ist. Du willst dort arbeiten hast aber
noch keine Erfahrung. Das checken die dann schon und müssen dann eben
entscheiden ob das machbar ist.
Ich würde erwarten das du es weiter unten erwähnst. Damit bist du
ehrlich, wenn es oben steht ist es nicht stimmig geschrieben. Man
erwartet dann doch das du dich etwas auskennst usw.
Ali schrieb:> Woher kommen deine Interessen dann wenn du es noch nie gemacht hast?
Etwas hab ich ja doch schon gemacht, aber eher im kleinen Umfang von
~20h.
Ali schrieb:> Weißt du was dich erwartet?
Nein, woher auch? Ich kenne weder das Unternehmen von Innen noch weiß
ich, welche Aufgaben sie mir dann im Endeffekt geben. Möglicherweise
lande ich doch in der Webentwicklung.
Ali schrieb:> Woher wissen wir (das unternehmen) das du es dir nicht doch anders> überlegst?
Was meinst du damit? Ich werde, falls ich eingeladen werde, natürlich im
Vorstellungsgespräch ansprechen, dass mein Fokus eher auf diesem Bereich
liegt. Wenn ich die Stelle bekommen sollte, kann ich ja schlecht sagen,
dass ich das nun doch nicht machen will - das führt höchstens zu einer
Kündigung in der Probezeit und ich hätte nur Zeit verloren.
Ali schrieb:> Ich würde erwarten das du es weiter unten erwähnst. Damit bist du> ehrlich, wenn es oben steht ist es nicht stimmig geschrieben. Man> erwartet dann doch das du dich etwas auskennst usw.
Okay, so hab ich mir das nämlich auch gedacht.