Enstörfilterangabe fo = xMHz

Gast #5323002
Lesenswert?

hab da zylindrische Kondensator Entstörfilter Typ X+ 2x Y (gegen 
Gehäuse) mit einer fo-Frequenzangabe. Ist wohl die Mittenfrequenz.

#1 Hängt die nur von den Kondensatorwerten ab oder auch von der 
Geometrie?

#2 Wird fo einigermaßen einfach berechnet oder ist das Voodoo?
Gast #5323706
Lesenswert?

Entsttör Gast schrieb:
> Hat das was mit dem
> ESR zu tun?

Nur indirekt.
Das ist die Resonanzfrequenz und bei dieser ist der Scheinwiderstand 
minimal und gleich dem ESR.
Oberhalb der Resonanzfrequenz wird das Bauteil induktiv und deshalb 
steigt dort der Scheinwiderstand mit der Frequenz.

Und ja, die Resonanzfrequenz wird auch von den mechanischen Abmessungen 
beeinflust, und deshalb findet man in den Publikationen der Hersteller 
mit etwas Glück auch den genauen Meßaufbau.
Gast #5323739
Lesenswert?

danke, hab dann bei WIMA gesucht und so ists:

https://www.wima.de/de/service/knowledge-base/grundlagen-der-kondensatorentechnologie/

"Die Eigeninduktivität L moderner Kondensatoren liegt ... bei ca. 10 nH 
... nicht größer als die Induktivität eines Drahtes, der ebenso lang wie 
die Bandlänge des Kondensatorwickels ist.

L und C bilden einen Serienschwingkreis; bei der Frequenz f0 = 1/(2π · 
√LC)

ist der Kondensator in Eigenresonanz, er hat dann den niedrigsten 
Scheinwiderstand, der nur noch aus r besteht (ESR)"

Ich spielte mit einem Resonanzrechner + mit nur 10nH brauchts 
rechnerisch 8x mehr Kapazität.

Oder man behält für die Entstörer die alten Technologien bei mit hoher 
parasitärer Induktivität... stört ja keinen ;)

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren