Unbekannte Diode in Hubmagnet-Ansteuerschaltung

OP #5325121
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Liebe Foristen,
ich habe aktuell ein Problem bei der Identifizierung einer Diode in 
einer Ansteuer-Schaltung (vgl. Skizze anbei) für einen Hubmagneten, der 
mechanisch eine Zugspannung reguliert. So wie ich die Schaltung 
verstehe, wird die Kraft des Hubmagnets mittels PWM-gesteuertem Mosfet 
im Primärkreis des Übertragers geregelt. Es sind im Sekundärkreis 3 
Dioden verbaut, von denen mir 2 Flyback-Dioden (1N5819 Schottky und 
BYT01-200 Fast Recovery) für die beiden Spulen zu sein scheinen. Eine 
dritte Diode (rot, Glas-Gehäuse DO-41) im Lastkreis ist durchgebrannt. 
Leider ist (wohl aufgrund der thermischen Belastung) auch keine 
Beschriftung mehr erkennbar, außer einem vage sichtbaren weißen Ring für 
die Polarität. Könnt ihr mir bei der Identifikation weiterhelfen? 
Tausend Dank vorab!
VG, Christian
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#5325134
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Nun, es ist sicher keine Z-Diode sondern eine normale Diode, und mehr 
als 200V können an ihr nicht anliegen. Bleibt die Frage nach dem Strom, 
eine normale Diode in DO41 hält kaum 200mA aus, eine Schottky kaum 200V, 
und langsam wie eine 1N4001 darf sie auch nicht sein.
Ich würde auch eine BYT01-200 nehmen, die alte war ja eh 
unterdimensioniert und ging kaputt.
OP #5325317
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Danke für den ersten Hinweis! So macht es wohl tatsächlich keinen Sinn - 
ich habe eine Diode falsch eingezeichnet, tut mir Leid, Korrektur anbei. 
Dem Gehäuse nach sieht es mir am ehesten nach einer Zener-Diode aus, 
aber was würde das für einen Sinn ergeben, diese zu einer weiteren Diode 
parallel zu schalten? Das unbekannte Teil hat laut (kaum sichtbarer 
Gehäusekennzeichnung) auf jeden Fall eine Polarität. Die beiden anderen 
Dioden 1N5819 und BYT01-200 haben ein anderes Gehäuse, es muss somit 
einen Unterschied geben.
Angehängte Dateien:
OP #5325366
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Hallo Klaus,
ja, die liegt tatsächlich parallel! Habe es eben noch mal überprüft. 
Verstehen kann ich es auch nicht...ich hatte schon überlegt, ob es evtl. 
ein Thermistor sein könnte, die gibt es tatsächlich in einem Glasgehäuse 
in DO-41. Aber was würde das für einen Sinn ergeben bzw. warum die 
Polarität, die auch am Anschlusspad an der Leiterplatte genau wie bei 
den anderen Dioden durch ein quadratisches Pad anstelle eines runden 
Pads gekennzeichnet ist.
OP #5325490
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Laut der im Bild erkennbaren Polaritäten der Dioden und den 
nachverfolgten Leiterbahnen sind die beiden Dioden leider nicht 
antiparallel, sondern tatsächlich parallel geschaltet, d.h. Anode an 
Anode und Kathode an Kathode. Das zeigen auch die Pads auf der 
Leiterplatte: die Kathoden aller Dioden (auch andere auf der LP) haben 
alle quadratische Pads.
OP #5325525
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hinz schrieb:
> Christian T. schrieb:
>
>> anbei ein Bild der fraglichen "Diode".
>
> Kann auch ein Thermistor sein.

Aber ein Thermistor hat doch keine Polarität, oder? Die Pads der 
Leiterplatte weisen auf ein Bauteil mit Polarität hin, bzw. das Bauteil 
hat einen erkennbaren Ring an der Seite, die an dem quadratischen 
Anschlusspad (wird überall auf der LP für Kathoden verwendet) liegt.
#5325529
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Christian T. schrieb:
> Ahaa! Das klingt plausibel, danke!! Wenn ich es recht verstehe, dient
> dann die 1N5819 für ein schnelles Schalten des Hubmagnets, und die
> Zenerdiode schützt die 1N5819 vor irgendwelchen Spannungsspitzen, die
> durch das Betätigen des Magnets entstehen können? Wenn es eine
> Zener-Diode ist, hätte die dan wahrscheinlich die Nennspannung des
> Hubmagneten?

Nein. Die Induktionsspannung des Hubmagneten beim Abschalten wird in der 
BYT verbraten.
Aber: aus dem Ansteuerübertrager ganz links kommt ja eine 
Wechselspannung mit beiden Halbwellen. Die positive steuert über die 
1N5819 den Hubmagnet und die negative wird für die 1N5819 auf 
ungefährliche Werte begrenzt.

Ergänzung: die Z-Spannung würde man in die Nähe der Betriebsspannung des 
Hubmagneten legen, damit der Übertrager möglichst symmetrisch belastet 
wird.
OP #5325574
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michael_ schrieb:
> Kannst du an dem Teil noch was messen?
>
> Es sieht aus, als ob es ordentlich Hitze abbekommen hat.

Ich habe das Bauteil mal ausgebaut - es hat in keiner Richtung irgend 
eine Art von Durchgang und scheint komplett unterbrochen zu sein - es 
ist weder eine Diodenspannung in Durchlassrichtung messbar noch eine 
Leitfähigkeit in Sperrichtung (Test mit 48 V).

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