Verständnisproblem Kommutierung H-Brücke

Gast #5344346
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Guten Tag! Ich habe eine H Brücke skizziert, welche einen Resonanzkreis 
mit Sinusstrom treibt. Hierzu habe ich versucht, die Kommutierungsfolge 
zu skizzieren. Erwartet hätte ich, dass beide Phase-Legs identisches 
Verhalten zeigen. Tatsächlich tritt aber der Reverse-Recovery Effekt an 
den Dioden nur bei einem Phase Leg auf. Wo liegt mein Denkfehler?
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Gast #5344410
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Kalle N schrieb:
> Reverse-Recovery Effekt

Ich nehm immer Schottky-Dioden, da gibt es dann gar kein 
Reverse-Recovery...

Kalle N schrieb:
> Wo liegt mein Denkfehler?

Die eingezeichneten Abfolgen sind falsch. Durch die Dioden kann kein 
negativer Strom fließen. D1 und V3 können nicht gleichzeitig leiten. Der 
Strom kommutiert auf D2 wenn V1 ausgeschaltet wird und V3 an bleibt. 
Gleiches gilt bei D2 und V4. Strom fließt hier durch D1 und nicht durch 
D2.
Gast #5344661
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Ich hab folgendes gedacht: V1 und V3 sind eingeschaltet und der 
Sinusstrom ist noch positiv im oberen Feld im Freilauf. D3 und V1 
müssten dann doch leiten. Wenn der Sinusstrom negativ wird, müsste der 
Strom auf D1 und V3 kommutieren, während weiterhin V1 und V3 
eingeschaltet sind.

Besser wäre, die IGBTs im Stromnulldurchgang einzuschalten, was aber die 
Steuerung noch nicht beherrscht. Schottkydioden beherrschen die 600V 
nicht, das Teil läuft in einem Induktionsofen.
Gast #5344803
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really schrieb:
> Eine "normale" PSFB (Phase Shifted Full Bridge) arbeitet
> ja nicht auf einen Resonanzkreis mit sinusförmigem Strom.

Wieso nicht? Das hängt von der Last ab und die ist hier nicht genauer 
definiert.

Ddddddddoooden schrieb:
> Die eingezeichneten Abfolgen sind falsch. Durch die Dioden kann kein
> negativer Strom fließen. D1 und V3 können nicht gleichzeitig leiten. Der
> Strom kommutiert auf D2 wenn V1 ausgeschaltet wird und V3 an bleibt.
> Gleiches gilt bei D2 und V4. Strom fließt hier durch D1 und nicht durch
> D2.

Quatsch.
Gast #5345304
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Ddddddddoooden schrieb:
> Ajdjd schrieb:
>> Quatsch.
>
> Quatsch^2.

Wenn man keine Ahnung hat sollte man vielleicht sein Sprechorgan  nicht 
so weit öffnen. Und jetzt überleg dir das ganze nochmals.

Ajdjd schrieb:
> ddddddoooden schrieb:
>> Die eingezeichneten Abfolgen sind falsch. Durch die Dioden kann kein
>> negativer Strom fließen. D1 und V3 können nicht gleichzeitig leiten. Der
>> Strom kommutiert auf D2 wenn V1 ausgeschaltet wird und V3 an bleibt.

Wenn der Strom negativ ist und V1 abschaltet kommutiert der Strom nicht 
in D2. Das übrige Geschreibsel ist genauso falsch.
Gast #5345480
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Über den Dioden fließt nur Strom wenn die Last induktiv
ist. Beispiel: V1 V4 ist geschlossen, nun schaltet  V1
ab. Jetzt fließt der Strom über D2 weiter. Einer Spule
widerstrebt es, daß sich der Strom schnell ändert, sie
reagiert darauf, daß sie selbst zur Spannungsquelle
mit umgekehrter Polarität wird (Selbstinduktion).
Gast #5348171
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Ajdjd schrieb:
> really schrieb:
>> Eine "normale" PSFB (Phase Shifted Full Bridge) arbeitet
>> ja nicht auf einen Resonanzkreis mit sinusförmigem Strom.
>
> Wieso nicht? Das hängt von der Last ab und die ist hier nicht genauer
> definiert.

Ich meinte damit nur, daß die Wald- und Wiesen-Anwendung einer PSFB ein 
DC-DC-Wandler ist. Mit meist relativ "sparsamer" Serien-Drossel, so daß 
die hochgelobte ZVT (PSFB in_der_Form ist ja kein wirklicher 
Resonanzwandler) davon abhängig bei mehr o. weniger geringer Last 
verschwindet.

Das weißt Du zwar bestimmt alles (vermute ich nach Deinen Beiträgen), 
aber vielleicht nicht jeder andere.

Mich würde immer noch das Ziel, bzw. die genaue Anwendung, etc., 
interessieren. Bin halt ein neugieriger Mensch.
Gast #5348222
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Kalle N schrieb:
> Würde es reichen, den einen Phase Leg mit SiC auszustatten, der
> kapazitiv schaltet?

Sag doch mal genauer was du eigentlich vorhast und von welchen 
Spannungen und Strömen wir hier reden. Prinzipiell kannst du aber mit 
SiC Bauteilen wesentlich bessere Schaltverluste erreichen als mit Si 
Schaltern. Du kannst aber auch das Schaltmuster ändern und die 
Schaltverluste anders aufteilen, es bleibt aber dabei dass du immer 2 
harte und 2 weiche Flanken haben wirst (solange du die Form der 
Ausgangsspannung nicht ändern kannst).
Gast #5349415
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Der Umrichter versorgt eine Spule in einem Schmelztiegel für 
Dentallabore. In Serie liegt ein Kompensationskondensator. 
Zwischenkreisspannung ist 550V, Ausgangsstrom ist einstellbar 0...50A, 
Schaltfrequenz ist 50kHz. Das Design läuft mit 2 Stück Eupec FF200R12KS4 
stabil. Jetzt steht eine Leistungssteigerung auf 125A an.

Ideal schaltend wäre: Stets im Stromnulldurchgang ein, dann hart aus. 
Das beherrscht aber die analoge Steuerung nicht.

Das harte Ausschalten ist unproblematisch, aber wenn Einschaltverluste 
und Reverse-Recovery hinzukommen, wird das Modul überlastet. natürlich 
könnte ein SiC Modul eingesetzt werden, aber die Mehrkosten sind zu 
begründen. Mich wundert, dass der eine Phase-Leg mit RR schaltet, der 
andere aber nicht.

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