Unterschied zwischen Sieb-und Filterschaltungen

Gast #5354768
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Hallo zusammen

Mein Lehrer hat mir in der Schule einen Auftrag gegeben, den Unterschied 
zwischen Sieb-und Filterschaltungen herauszufinden.

Das Problem dabei ist, dies sind doch zwei gleiche Sachen. Ich habe in 
den Fachbüchern nachgelesen und ich erkenne keinen Unterschied. 
Siebschaltungen werden sogar als Filter bezeichnet..

Danke für eure Hilfe
Gast #5354784
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Frei nach Wikipedia
(Artikel "Spannungsstabilisierung", Abschnit "Sieben"):

"Siebschaltungen arbeiten typischerweise in einem breiten 
Frequenzbereich und sind nicht sehr selektiv. Sie sollen ja ein breites 
Frequenzband (Frequenzgemisch) unterdrücken oder „heraussieben“.

Im Gegensatz dazu stehen schmalbandige Filterschaltungen (Schwingkreise, 
Bandfilter etc.), die verwendet werden, um aus mehreren Frequenzen 
(Funksignalen) eine bestimmte Frequenz (einen Sender) zu filtern. Die 
gefilterten Signale werden üblicherweise zur weiteren Verarbeitung 
verstärkt (Verstärkung)."

Technisch gesehen also das gleiche, der Einsatzzweck bestimmt hier die
Nomenklatur.
#5354875
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Gerd schrieb:
> Frei nach Wikipedia
>
> "Siebschaltungen arbeiten typischerweise in einem breiten
> Frequenzbereich und sind nicht sehr selektiv. Sie sollen ja ein breites
> Frequenzband (Frequenzgemisch) unterdrücken oder „heraussieben“.
>
> Im Gegensatz dazu stehen schmalbandige Filterschaltungen (Schwingkreise,
> Bandfilter etc.), die verwendet werden, um aus mehreren Frequenzen
> (Funksignalen) eine bestimmte Frequenz (einen Sender) zu filtern.

Der Sprachgebrauch ist bei weitem nicht so klar, wie du hier andeutest. 
Ein EMI Filter soll z.B. ebenfalls breitbandig Störungen unterdrücken. 
Nach deiner Logik müßte es EMI Sieb heißen.
Gast #5354876
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Mal soll der Filter etwas unterdrücken, mal soll er etwas selektieren. 
Auch den begriff "Sieb" habe ich schon in beiden Zusammenhängen gelesen. 
Wobei ich persönlich "Filter" bevorzuge. "Sieb" assoziiere ich primär 
mit Küche und Sandkasten.
Gast #5354877
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Siebschaltungen haben in Leistungsschaltungen wie 50-Hz-Netzteile, 
Schaltnetzteile usw. als Puffer und Glätter zu dienen, sodass eine 
möglichst reine Gleichspannunng entsteht. Sie müssen auch die großen 
Wechselströme vertragen, die in Gleichrichterschaltungen auftreten.

Bei Filterschaltungen steht die Trennung von  Signalen verschiedener 
Frequenz im Vordergrund. Da kommt es auf Genauigkeit und u.U.auch auf 
Verzerrungsfreiheit an.

Deshalb können bei Sieben Elkos, Keramikkos mit einer temperatur und 
spannungabhängigen Keramik verwendet werden. bei Filtern sind aber meist 
Folien-oder Keramikondensatoren mit andrer Keramik notwendig.
Gast #5354891
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Und dann gibts als Siebschaltung auch noch das Amplitudensieb. Wieder 
etwas ganz anderes... Von wegen "es gibt keine dummen Fragen".
Eigentlich müssten man dem sog. Lehrer seine extrem dämliche Frage um 
die Ohren hauen.
#5354896
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schöler schrieb:
> Und dann gibts als Siebschaltung auch noch das Amplitudensieb. Wieder
> etwas ganz anderes... Von wegen "es gibt keine dummen Fragen".
> Eigentlich müssten man dem sog. Lehrer seine extrem dämliche Frage um
> die Ohren hauen.

Ich vermute ganz stark, daß es da noch Kontext gibt, den der TE entweder 
verpaßt hat (Unterricht geschwänzt?) oder den er nicht für relevant 
hält.
Gast #5354989
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Axel S. schrieb:
> schöler schrieb:
>> Und dann gibts als Siebschaltung auch noch das Amplitudensieb. Wieder
>> etwas ganz anderes... Von wegen "es gibt keine dummen Fragen".
>> Eigentlich müssten man dem sog. Lehrer seine extrem dämliche Frage um
>> die Ohren hauen.
>
> Ich vermute ganz stark, daß es da noch Kontext gibt, den der TE entweder
> verpaßt hat (Unterricht geschwänzt?) oder den er nicht für relevant
> hält.

Leider nicht. Das ist die Frage auf dem Blatt.

Und den anderen vielen Dank für die Antworten.
#5355056
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Am besten gefällt mir noch die Definition hier.
https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm
"Die Brummspannung kann mit zusätzlichen Siebgliedern verringert werden. 
Sieb- und Filterschaltungen sollen die Brummspannung 
(Wechselspannungsanteil einer geglätteten Wechselspannung) möglichst 
stark verringern, ohne den Innenwiderstand der gesamten Schaltung 
deutlich zu erhöhen."

Auf jeden Fall geht es bei Siebschaltungen auf die Glättung hinter dem 
Gleichrichter in Netzteilen. Um die Ausgangsfrage richtig zu 
beantworten, muss man genau in der Vorlesung gewesen sein aus der die 
Prüfungsfrage stammt.

Der Begriff Siebschaltung ist irgendwie ziemlich aus der Mode geraten.
#5355080
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Dieter schrieb:
> Als Siebschaltungen nimm die Siebelkos im Netzteil nach dem
> Brueckengleichrichter.
> https://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm
>
> Und mal Duden bemuehen.
> https://www.duden.de/rechtschreibung/Siebschaltung

Die Erklärung im Duden kann man getrost in der Pfeife rauchen. Dort geht 
es nur um die Rechtschreibung/Grammatik aber nicht um die Bedeutung.

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