Glycerin in Manometern -läuft aus, ist ausgehärtet - warum? - was tun?

OP #5359198
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Hallo Ihr Wissenden ;)

Ich habe hier grade einen Industrie Schraubenkompressor für die 
Hobbywerkstatt angeschleppt.

Das Glycerin des Druckmanometers tropft unten aus dem Bedientableau 
heraus, hinter der Glasscheibe hat sich zusätzlich weißlicher Schmadder 
in den Ecken abgesetzt.
Ist das Ding erfroren, da zuviel Wasser im Glycerin war, es den 
Aufenthalt im Freien die letzten Nächte nicht vertragen hat oder einfach 
nur alt?

Wer kenn den Effekt? Was kann man da am besten machen, wenn man kein 
neues Manometer kaufen möchte?

Womit spüle ich am besten das Gehäuse, und was nehme ich zum Nachfüllen, 
wenn es frostfest sein soll. Den gleichen effekt habe ich auch bei einem 
älteren Hydraulik -Testmanometer, das jahrelnag in der ungeheizten Halle 
gelegen hat.


vg

Maik
Gast #5359280
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Maik .. schrieb:
> Wer kenn den Effekt? Was kann man da am besten machen, wenn man kein
> neues Manometer kaufen möchte?

Wegwerfen und ein neues kaufen?!
Es gibt Sachen, die kann man reparieren, aber es lohnt sich halt nicht. 
08/15-Manometer gehören dazu!

Wenn es ein teures Manometer ist: Zum Hersteller einschicken und 
reparieren lassen.
#5359531
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Maik .. schrieb:
> Ist das Ding erfroren, da zuviel Wasser im Glycerin war, es den
> Aufenthalt im Freien die letzten Nächte nicht vertragen hat oder einfach
> nur alt?

Schwer zu sagen, was da vergammelt ist. ;)
Du weißt schon, daß Glyzerin an sich "Frostschutz-Mittel" ist?

Maik .. schrieb:
> Wer kenn den Effekt? Was kann man da am besten machen, wenn man kein
> neues Manometer kaufen möchte?
>
> Womit spüle ich am besten das Gehäuse, und was nehme ich zum Nachfüllen,
> wenn es frostfest sein soll. Den gleichen effekt habe ich auch bei einem
> älteren Hydraulik -Testmanometer, das jahrelnag in der ungeheizten Halle
> gelegen hat.

So wahnsinnig kompliziert sind Glyzerin-Manometer ja nun nicht 
aufgebaut.
Bei sehr guten ist der Frontring (samt Scheibe) mit einer Art 
Bajonett-Verschluß aufgeschraubt und jederzeit leicht lösbar.

Glyzerin verlieren sie normalerweise nur dann, wenn entweder Dichtungen 
hin sind oder sie falsch irgendwo hingelegt werden.
Denn die ganz obenliegende Abdichtung von ihnen ist nicht ganz dicht.
Ganz bewußt so gemacht, damit dort eine "freie" Verbindung zur Außenwelt 
existiert.

Die G-Manom. sind auch niemals ganz voll mit G aufgefüllt. Da ist oben 
IMMER noch eine Luftblase drin.

Bau den Frontring samt Scheibe aus und kontrollier die Elastizität der 
Dichtung.
Ggf. erneuern.

Spülen kannst Du alles mit Alkohol oder Brennspiritus.
Am besten das Man. mit neuer Dichtung zusammenbauen und dann mit 
Spiritus (halb gefüllt) durchschütteln.
Dabei siehst Du dann auch, wo evtl. etwas "absäuselt".
Nur über die ganz oben liegende Dichtung darf etwas absäuseln.
Sonst nirgendwo!

Dann das Man. wieder öffnen, Spiritus rausschütten, Scheibe reinigen und 
alles wieder zusammen fügen.
Und natürlich vorher die Hauptmenge Glyzerin einfüllen.
Das wird zwar noch nicht ganz reichen, geht aber schneller als das ganze 
Glyzerin per Spritze über die obenliegende "Dichtung" einzufüllen.

Überprüf aber während der ganzen Wascherei, ob das Man. intern noch 
dicht ist.
Damit meine ich, ob die "Druckspirale" des Man. noch gasdicht ist.
Wenn die nämlich gebrochen ist, dann ist das Man. "fertig" und seine 
"Lebenszeit" ist dann auch beendet.

Das kann eine Möglichkeit dafür sein, daß dann "Schlonze" aus dem 
Kompressions-Kreislauf in's G des Manometers gelangen kann.

Diese Überprüfung ist recht einfach.
Leg das Man. flach hin, "stöpsel" die obenliegende Dichtung ab, füll 
dann Spiritus ein, bis es voll ist, und gib dann Druck auf das Man.
Wenn dabei keine Gasblasen aus dem Man. aufsteigen, wirst Du es "retten" 
können. :)

Anderenfalls ist das ein sinnloses Unterfangen.

Grüße

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