Hallo Leute,
ich sitze im Büro in einem "Container" mit Goldbedampften Fenstern und
minimalem Handyempfang der immer wieder komplett weg bricht. Vor dem
Fenster habe ich nahezu vollen LTE Empfang.
Jetzt dachte ich an eine kleine Antenne welche ich außen ans Fenster
kleben kann und man mit einem Fensterkabel an eine Innenantenne schicken
kann oder so was in die Richtung.
Es sollte nicht so teuer sein. Ich benötige im Büro keinen Megaempfang
aber mal ein kurzes Telefonat oder mal Emails abrufen sollte danach drin
sein.
Hat jemand eine Idee?
Viele Grüße
Prinzessin Perla
Deine Idee sollte an sich funktionieren, zwei Antennen mit einem
Kabel gekoppelt. Ist halt die Frage, wie du das Kabel am besten
durchs Fenster bekommst.
Gibt doch diese Flachen Antennenkabel die Extra fürs Fenster sind.
Aber welche Antennen nehme ich da? Sollten schon eher ein kleines
schlichtes Außenmodell sein. Innen ist es fast egal.
Jörg W. schrieb:> Deine Idee sollte an sich funktionieren, zwei Antennen mit einem> Kabel gekoppelt. Ist halt die Frage, wie du das Kabel am besten> durchs Fenster bekommst.
Das geht wirklich? Diese Idee hatte ich letztens auch, aber nicht
gedacht das es funktioniert.
Daher eine Fragen als Funklaie: Wie hoch wären die Verluste (nur die
Dämpfungen von den zwei Antennen + Kabel), oder geht das fast 1:1?
Ein Link zur Thematik oder ein paar Stichworte über die Grundlagen
würden mir auch reichen.
Danke :)
Das ist bissel zu Overkill, ich will eine kleine, dezente Antenne die
kaum auffällt und auch nicht das komplette Gebäude versorgt sondern mich
und mein Handy an meinem Arbeitsplatz, die mir das Signal ca. 1m von
außen nach innen an meinen Schreibtisch leitet so das ich ein bisschen
stabilen Empfang habe um mal kurz zu telefonieren oder Mails abzurufen
am Handy.
Maurice F. schrieb:> oder geht das fast 1:1?
1:1 natürlich nicht wg. der Verluste im Kabel, es geht bei diesen
passiven Relais eher darum, aus einem gut abgeschirmten Raum wie einem
Container oder Haus aus Aluminium (wie meines) überhaupt noch HF durch
die Abschirmung zu kriegen.
Am besten wäre also eine externe Richtantenne auf den nächsten
LTE/UMTS/GSM Zellenversorger und dann im Container eine
Rundstrahlantenne.
Prinzessin Perla schrieb:> Das ist bissel zu Overkill, ich will eine kleine, dezente Antenne
Ich sage doch, da findet man auch was kleineres, billigeres, wenn man
ein wenig bei eBay oder so stöbert. Du brauchst eine externe LTE Antenne
und eine interne LTE Antenne, die du mit Kabel und Fensterdurchführung
verbindest. Mehr nicht.
Maurice F. schrieb:> Das geht wirklich?
Ja, warum nicht?
Natürlich hast du Verluste (je schlechter das Kabel, um so mehr), aber
es geht ja vor allem darum, die viel größeren Verluste des Fensters
auszugleichen.
Es gibt auch Leute, die das mit etwas längerem (und besserem) Kabel
irgendwo in Kellerräume gelegt haben.
Suchbegriff "ukw-wurfantenne" wäre das richtige für das UKW-Radio. Das
kann man auch kleiner für die Handy-Frequnezen bauen. Wellenlänge UKW
(ca. 100 MHz) ist ca. 3m, das Handy D-Netz (900MHz) wäre ein Neuntel
davon, für E-Netz (1800MHz) nochmal die Hälfte. Das sollte unauffällig
genug werden.
Naja da alle an meinem Fenster vorbei laufen wird es sowieso jeder
sehen, aber es ist ein unterschied ob ich mir eine kleine Antenne hin
bastle wo die Leute drüber schmunzeln oder ob ich mir einen Funkmast
vors Fenster stelle.
Moin!
Zuallererst könntest du mal versuchen, ein Stück dünnen, isolierten
Draht durchs Fenster zu legen. Auf jeder Seite 0,5m runter hängen
lassen.
Wichtig ist, daß die Isolation beim Schliessen des Fensters nicht
durchtrennt wird.
Ja, ist in keiner Weise angepasst oder abgestimmt!
Damit haben aber die Operateure eines Kunden schon mal die richtig
gute und richtig teure EMV-Abschirmung ihres Gebäudes erfolgreich
außer Kraft gesetzt, um Handyempfang zu haben.
Wenn es nicht geht, weil 'zu wenig Dampf' kannst du ja immer noch
aufwändigere Lösungen versuchen.
IdS,
Baku
Baku M. schrieb:> Moin!> Zuallererst könntest du mal versuchen, ein Stück dünnen, isolierten> Draht durchs Fenster zu legen. Auf jeder Seite 0,5m runter hängen> lassen.> Wichtig ist, daß die Isolation beim Schliessen des Fensters nicht> durchtrennt wird.
Simple aber edle Bastelanleitung: zur Fensterdurchführung so ein
flaches, extrea zu diesem Zwecke verkauftes Teil beschaffen (Typ. f.
TV/Radio-Antennenkabel) und beidseitig je ca. 50cm [*] gutes
TV-Antennenkabel mittels F-Stecker anbringen.
Das war der teure Teil, nun der "komplizierte".
Im Inet nach Bastelanleitung suchen für DVB-T Antennen und zwar jene
welche bloss aus zurückgestülptem Aussenleiter und stehengelassenem
Innenleiter bestehen: diese Längen sind sind für die höheren VHF & die
UHF Frequenzen angepasst.
Neue Längen für 900MHz und 1800MHz (eben GSM) "berechnen" und so bauen.
Das darf ruhig empirisch geschehen, dann einfach millimeterweise kürzen
bis zur besten Nutzererfahrung! :-)
Ja, ist ein Geduldsspiel. Weil aber nur an günstigem Kabel geschnippelt
wird, ist wegschmeissen (latürnich NICHT das spez.
Fensterdurchführungsstück!) und 2cm länger beginnen kein Problem.
Zum Schluss als Wetterschutz Schrumpfschlauch drüber: vom Ende bis über
das zurückgestülpte Schirmgeflecht. (innen als Pieksschutz auch)
Die funktionierenden Längen bitte unbedingt hier Posten! Danke.
[*] die Kabellänge im Innenbereich darf ruhig ein paar m lang werden:
z.B. bis auf den hoffentlich nicht metallenen Schreibtisch wo das Ende
mit 2 Bücher beschwert auf der Arbeitsfläche gehalten wird. Oder
Klebband.
Da legt man dann gleich das Händy dazu.
Das äussere Ende besser mind. 1 Handbreit von metallenen Fassadeteile
ferrnhalten.
> flache Fensterdurchführung
Die hat schöne Verluste. Versuche erst mal die Variante mit einem
simplen Draht und der kostenlosen App "Network Cell Info" zur Messung
des Signals und Suche des zugehörigen Sendemasts. Eine Verbessung
erzielt man oft schon durch einen kleinen Ortswechsel der Antenne. Geld
ausgeben kannst Du später auch noch.
Prinzessin Perla schrieb:> Komplett isolierten Draht einfach von außen nach innen?
Ja, hauptsache die als Antenne wirkenden letzten Zentimeter bekommt
einen vernünftigen Abstand zu Fensterrahmen (Alu-Einfassung der
Iso-Scheiben + Rahmen) und bedampfter Glasfläche. Der Perfektionist wird
den Abstand so einrichten, dass die Scheibe als Reflektor wirkt und
zusammen mit dem Antennenstrahler eine Richtantenne bildet, falls die
Güte der Bedampfung reicht ;-)