Superschlumpf schrieb:
>> Samba ist eine ... performante Software
>
> Das muss man mal relativieren.
> Auf richtig dickem Eisen schaffte ein aktuelles Samba gerademal
> 90 MB/s auf die SSD-RAIDs zu schaufeln und erzeugte auch eine
> signifikante Last auf den CPUs.
> In der selben Umgebung brachte ein NFS-Share zum Vergleich Werte
> von 750 MB/s.
>
> Ich wuerde daher Samba mittlerweile nicht mehr als Maszstab
> fuer Performance ansehen.
Sorry, dann hast Du entweder nur mit sehr kleinen Dateien getestet -- da
ist NFS tatsächlich signifikant schneller als Samba -- oder was flasch
gemacht. Normalerweise tun sich Samba, NFS, FTP und moderne
Cluster-Dateisysteme wie GlusterFS und Ceph auf identischer Hardware
recht wenig [1].
Richtig ist allerdings auch, daß man bei Samba aufgrund der Vielzahl
seiner Fähigkeiten ziemlich viel flashc machen kann. Dunkel erinnere ich
mich zum Beispiel an einen Benchmark, bei dem Windows 2000 gegen alle
Beobachtungen erfahrener Admins schneller gewesen sein soll als Samba.
Bei genauerem Hinsehen stellte sich dann heraus, daß nicht das
Samba-Paket des Linux-Distributors, sondern eines aus einer unbekannten,
nicht mehr auffindbaren Quelle verwendet worden war, welches gegen einen
nicht vorhandenen LDAP-Server konfiguriert war. Bei noch genauerem
Hinsehen zeigte sich, daß der Hersteller von Windows 2000 die Studie
finanziert hatte... ;-)
Am Ende reden wir hier aber über einen RasPi, der in den älteren
Versionen nur Fast Ethernet mit 100 MBit beherrscht, in neueren
Versionen bis zu 300 MBit, und der aufgrund der Tatsache, daß Ethernet
und USB intern am selben USB-Bus hängen, als Dateiserver ohnehin denkbar
ungeeignet ist. Insofern bezweifle ich, daß Performanceunterschiede auf
Protokollebene für den hier diskutieren Anwendungsfall von besonderer
Relevanz sind.
[1]
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