Karl schrieb:
> Wolfgang schrieb:
>> und genau das Oszillatorsignal
>> kann durchaus raus lecken.
>
> Ja sicher, und die GEZ sucht mit Peilwagen nach Rundfunkempfängern.
Die Anpeilung von Empfängern die nach einem Mischprinzip arbeiten ist im
Nahbereich technisch absolut möglich. Wie groß der Empfangsbereich ist
hängt dabei von der Qualität (Abstrahlungsminimierung) des Empfängers
und dem Umgebungsrauschen ab. Mit einem billigen Funkscanner und
Stabantenne habe ich das ende der 90er dem einen oder anderen
Demonstriert. Mein altes KAsssettenradio, Baujahr um 88, war vor meinem
Elternhaus noch gut zu Empfangen und auch die Eingestellte Frequenz zu
identifizieren wenn man das Gerätemodell kannte (10,7MHz , meine war
oberhalb, müsste noch einmal nachmessen, der Empfangenen Frequenz)
Theoretisch HÄTTE die GEZ zu Zeiten der geräteabhängigen Gebühren
zumindest bei freistehenden Häusern so den Betrieb des einen oder
anderen Rundfunkempfängers nachweisen können. Das es nicht gemacht wurde
hat nichts mit den technischen Möglichkeiten zu tun sondern zum einen
mit den RECHTLICHEN Gegebenheiten und zum anderen mit der Kosten/Nutzen
Frage.
In Fällen schwerer Straftaten wurde so etwas im Rahmen der
Fernmeldeaufklärung jedoch durchaus gemacht wenn man sich davon
nützliche
Informationen erhofft hat. Die (meisten?) Landespolizeibehörden haben
spezielle technische Einheiten die über eigene Peil- und Messfahrzeuge,
teilweise vollgetarnt, verfügen und auch Zugriff aus die ortfesten
Messstellen der BnetzA. Die sind dann diejenigen die alles was irgendwie
mit Fernmeldeaufklärung zu tun hat übernehmen können. Von der simplen
Ermittlung von unbeabsichtigten Störaussendungen auf BOS Funkbändern
durch defekte Consumergeräte bis zu verdeckten Peil-, Abhör- und
Aufklärungsmaßnahmen.
Technisch KÖNNTE man so auch einen GPS Empfänger Orten.
Wenn auch der Ortungsradius durch die Miniaturisierte Elektronik und den
bei heutigen Kleingeräten üblichen geringen LO Leistungen verbunden mit
der geringen Abstrahlfläche und der im gegensatz zu ältern UKW
Consumergeräten vorhanden Schirmung und dem Frequenzbereich sehr sehr
klein sein dürfte.
Nur selbst wenn man so ein Gerät tatsächlich auf (höchst
unwahrscheinliche) 10m im Freifeld mit einfachen tragbaren Geräten
nachweisen könnte, warum sollte man es machen wenn man das Gerät zum
einen durch stören der GPS und/oder Mobilfunkfrequenzen zeitweise bis
zum Auffinden unbrauchbar machen könnte und zum anderen durch die
Mobilfunkaussendungen bequem mit billigster Ausrüstung finden könnte...
Das da dann "das GPS Anpeilen" im Artikel steht ist dann einfach nur dem
fehlenden technischen Hintergrundwissen aller am Artikel beteiligten
Zuzuschreiben...
Gruß
Carsten