Gast
#5466709
Ich habe eine defekte Springbrunnenpumpe zerlegt. Die Pumpe ist nach der Winterpause nicht mehr angelaufen. Ärgerlicherweise genau nach Ablauf der 2-Jahres-Garantie. Leider ist die Elektronik komplett vergossen, so dass eine Zerlegung nur unter Zerstörung möglich war. Da mich die Fehlerursache interessierte, habe ich es dennoch getan. Ich vermutete zunächst Korrosion durch eingedrungenes Wasser. Es scheint aber an etwas Anderem zu liegen: Die Pumpe besitzt einen Trockenlaufschutz, der aus zwei Edelstahlelektroden besteht, die aus der Gehäusewand ragen. Diese sind in Bohrungen auf der innenliegenden Elektronikplatine eingelötet. Ein Edelstahlstift scheint schlecht verlötet gewesen zu sein, er lässt sich innerhalb der Lötöse verschieben. Es sieht so aus, dass das Lötzinn den Stift nicht richtig benetzt hat. Dadurch konnte die Pumpe das Wasser nicht (mehr) erkennen und schaltete wegen vermeintlichen Trockenlaufs ab. Ich habe spasseshalber mal mit bleifreiem Lot versucht, den Stift nachzulöten, aber das Lötzinn perlt immer ab. Ich weiss nicht, ob es sich hier um einen Fabrikationsfehler oder ein prinzipielles Problem handelt. Lässt sich Edelstahl denn überhaupt mit nomalem Lötzinn löten?