Hi,
Was ist für die Werkstatt eher geeignet? Leimholz oder Multiplexplatte?
Leimholz wäre billiger und sieht schöner aus. Aber ist es auch stabil?
Pressspanlatten (Küchenarbeitsplatten scheiden da wohl aus.
Max M. schrieb:> Werkstatt für WAS?
Wie soll man das spezifizieren? Eben alles was in Haus, Hof, Modellbau
und Autoreparatur anfällt. Sicher wird darauf auch mal ein Werkstück mit
dem Hammer bearbeitet und ein Schraubstock soll auch drauf. Irgendwelche
Druckstellen oder Schrammen werden mit den Jahren nicht vermeidbar sein.
Aber das sehe ich nicht sooo schlimm. Ist ja kein Wohnzimmertisch.
Daniel schrieb:> Pressspanlatten (Küchenarbeitsplatten scheiden da wohl aus.
Was ist da das KO Kriterium?
Die Beschichtung der Platten packt ja auch (meistens) einen heißen topf,
ist häufig schnittfest (die teuren jedenfalls) und stabil ist es auch.
Wie Dick und Länge mal Tiefe soll die Platte denn sein?
Was für ein tragfähiger Unterbau ist da geplant?
Daniel schrieb:> Leimholz oder Multiplexplatte?
In vernünftigen Dicken gehen die ganz schön ins Geld.
Unbeschichtet nehmen die verschüttete Flüssigkeiten
mitunter übel.
Das Material ist eigentlich egal.
Aus meinem untergegangenen DDR-Betrieb habe ich mir damals eine Werkbank
gekauft.
Massiv geschweisstes Gestell und mit einer 5 - 6cm starken Platte.
Ist wohl echtes Leimholz, da die Holzwürmer eine Eckke abgefressen
haben.
Je stärker, desto besser.
Daniel schrieb:> Pressspanlatten (Küchenarbeitsplatten scheiden da wohl aus.
Ich nehme Küchenarbeitsplatten aus nem Sonderangebot. Billiger gehts
nicht. Und wenn die anfangen zu schlecht auszusehen, warte ich auf das
nächste Sonderangebot. Und das, obwohl ich Buche stabverleimt mag. Aber
wenn da nicht alles trocken ist, werden die gern krumm.
MfG Klaus
Ich empfehle Multiplex Buche, mindestens 30, besser 40mm stark. Qualität
B/C (Astlöcher/Fehlstellen sind erlaubt, einseitig ausgebessert) dürfte
für den Zweck genügen.
Ist nicht ganz billig, aber hält richtig was aus.
Entsprechend dickes Leimholz geht natürlich genauso, würde aber je nach
Umgebung ggf. eher zum verziehen neigen.
Oberflächenbehandlung nach Wunsch mit Öl oder Lack. Bei Lack habe ich
gute Erfahrungen mit Bootslack gemacht. Der bringt die Farbe schön raus
und hält ne Menge aus.
Bei Öl kann man die unansehnlich gewordene Oberfläche hingegen einfach
einmal überschleifen und nachölen.
Spanplatte für eine Werkbank? Nee... da haste nicht lang Freude mit.
Da drunter gehört ein stabiles Gestell. Am besten aus Stahlrohr oder
KVH. Nicht kleckern, sondern klotzen.
Idealerweise verschraubst du die Werkbank auch noch mit der Wand.
Das Ganze Gerät wird schwer, aber das ist gut wenn du mal grob zu einem
Werkstück wirst.
Daniel schrieb:> Eben alles was in Haus, Hof, Modellbau und Autoreparatur anfällt.
Ich würde sehen, an eine alte Hobelbank zu kommen.egal ob mit oder ohne
Unterbau. Es geht um die Holzzangen, die du öfter brauchst als den
Metallschraubstock und die Löcher für Bankhaken.
In meiner Jugend hatte ich eine Werkbank mit 30mm Multiplex Platte. Das
hat schon mal gut gereicht.
Für die Holzbearbeitung ist aber eher Buche, oder Ahorn verleimt zu
empfehlen. Also Richtung Hobelbank zu gehen. Denn beim Hobeln und
Stemmmen brauchst du einfach Masse, die deiner aufgewendeten Kraft etwas
entgegensetzen kann.
Daniel schrieb:> Welches Untergestell ich nehme, bin ich mir noch nicht sicher.> Vielleicht etwas in dieser Art:
Nee, das Zeugs kanst du vergessen, es ist viel zu wackelig. Die fertigen
Gestelle wie in deinen Links sind alle bloß klapprige Spar-Versionen.
Also mein Rat: schau dir zu allererst mal den Raum an, wo dein Tisch hin
soll. Wenn du kannst (!!!) dann baue dir einen Tisch, der von Wand zu
Wand geht - und zwar selber aus passenden Halbzeugen. Wenn du nicht von
Wand zu Wand bauen kannst, dann verankere ihn auf alle Fälle fest mit
einer der Wände.
Ich würde mir zwei stabile L-Profile besorgen z.B. Stahl 80x40x6, dazu
Vierkantrohr so etwa 60x40x3 als Ständer. Ein L-Profil kommt an die Wand
mit ausreichend vielen und ausreichend großen Dübeln. Darauf die
Arbeitsplatte (ebenfalls ausreichend oft angeschraubt), 28er Leimholz
reicht aus. Vorn quer untergestzt das andere L-Profil und je nach Breite
mit 2 oder 3 Ständern auf den Boden abgestützt. Die Ständer im Boden
verankern.
Auf die Arbeitsplatte tackerst du ne Lage dünnes Linoleum (aka
"Fußbodenbelag") als oberste Verschleißschicht.
Für einen ordentlichen Schraubstock solltest du auf deine Arbeitsplatte
noch eine Stahlplatte draufschrauben, um die Kräfte beim Werkeln am
Schraubstock zu verteilen. Je nach Größe des Schraubstockes sollte die
Platte 500x500 oder noch etwas größer sein.
Das alles aus gewöhnlichem ST38 ist ne billige Sache und es ist stabil
genug für das, was du beschrieben hast.
Notfalls greife zu sowas:
http://www.bedrunka-hirth.de/Shop/catalog/category/view/id/2091
W.S.
Nachtrag:
W.S. schrieb:> Darauf die Arbeitsplatte
Wenn die Fasern parallel zur Wand verlaufen, dann mußt du noch alle
30..40 cm Querstreben aus Vierkantholz drunter setzen, damit das ganze
nicht bricht. Alternativ: Mehrere Leimholzplatten nebeneinander
verwenden, so daß die Holzfasern von vorn nach hinten gehen.
W.S.
Ich habe 12mm MFP genommen und 3 Lagen vollflächig mit D3 Holzleim
verklebt. Der Untergrund sollte halt eben sein, und während des
Abbindens alles mögliche was schwer ist drauflegen. Die mittlere Platte
schneiden und um 90° drehen wegen der Querzufestigkeit (bei OSB noch
wichtiger). Dann noch ordentlich besäumen.
Mit an drei Wänden befestigten L-Stahlprofilen und Fußrahmen aus
Vierkant-Stahlprofilen alle 60cm ist das ganze Erstschlagsicher.
Darunter Schränke/Schubladen für's Werkzeug.
Auf die Vorderkante kam eine Latte als Massivholzumleimer und oben drauf
liegt ein PVC Belag. Damit ist das wasserfest, und wenn's mal zu
verrammelt aussieht, holt man einfach einen neuen Bodenbelag aus der
Restekiste des nächsten Baumarkts.
Daniel schrieb:> Ich dachte, dass die leicht brechen und die Oberflächenbeschichtung zu> empfindlich ist.
Auf welcher Breite willst Du so etwas freitragend, d.h. ohne Unterbau
betreiben?
Die Beschichtung mag bei ganz billigen Ramschmöbel-Arbeitsplatten ("Poco
Domäne" oder "Roller") empfindlich sein, bereits Baumarkt-Platten können
mit Resopal beschichtet sein, und das hält Küchenbetrieb jahrzehntelang
aus.
Kommt natürlich auch drauf an, was Du mit dem Tisch treibst; wenn Du da
Automotoren draufwirfst, ist die Belastung anders, als wenn Du das als
Elektronikbasteltisch verwendest.
Ich habe zwei Lagen lackierte Tischlerplatte als stabilen Unterbau und
darauf verschiedene Opferplatten, z.B. billiges OSB für ganz eklige
Arbeiten, oder laminierte Platten für alles feinere und wenn es mal nass
wird.
Das OSB hat mich irgendwie als "Dreckecke" überzeugt, da kann man völlig
sorglos rein flexen/sägen/bohren, Öl drüber kippen, Stahlteile drauf
schmeißen und nach 1-2 Jahren schmeißt man die versaute Platte einfach
weg.
Rufus Τ. F. schrieb:> Die Beschichtung mag bei ganz billigen Ramschmöbel-Arbeitsplatten ("Poco> Domäne" oder "Roller") empfindlich sein, bereits Baumarkt-Platten können> mit Resopal beschichtet sein, und das hält Küchenbetrieb jahrzehntelang> aus.
Bei solchen Platten stört mich, dass darauf alles wie der Teufel
wegrutscht.
Gerade bei so leicht genoppter Oberfläche rutschen einem die Werkstücke
schon beim Anreißen durch die Gegend. Plane Oberfläche haben schnell
jede Menge an Kratzern.
Oh, mir fällt da noch eine Kompromisslösung ein:
Im örtlichen Baumarkt gibts diverse billige Werkbänke mit ganz
ordentlichen Tischplatten, aber die Ständer und Schubladen sind nur
Dünnblech und entsprechend labberig. Wenn man darauf arbeiten will macht
einen das Geschepper fertig.
Daneben steht aber unscheinbar ein Arbeitstisch mit Stahlrahmen und
massiver Leimholz-Tischplatte. Wenn du so einen nimmst und zusätzlich an
der Wand und am Boden verdübelst (aber nicht mit 6er Dübeln sondern eine
ernsthafte Liga) rutscht der dir bei der Arbeit nicht sofort weg, du
sparst dir den Aufwand der Eigenkonstruktion und kommst schnell zu einem
Ergebnis.
Werkzeuge sollten ihren eigenen Schrank bekommen der nicht mit der
Werkbank verbunden ist. Dann fliegt das Zeug bei Erschütterungen da drin
auch nicht kreuz und quer durch die Gegend.
Peter R. schrieb:> Bei solchen Platten stört mich, dass darauf alles wie der Teufel> wegrutscht.
Bei dem Anwendungsprofil legt man eine Schicht Linoleum auf die
Arbeitsplatte.
Wie schon geschrieben wurde - Buche (Leimbinder).
Vierkant (Balken) an die Wand/Wände als Auflage/n angebracht,
Arbeitsplatte aufgelegt und mit handelsüblichen Metallfüßen (z.Bspl. von
Ikea) abgestützt.
Danach mit Lasur, speziell für diese Platten, eingelassen.
Eine 3mm Gummimatte im Bereich des eigentlichen Arbeitsfeldes aufgelegt
- fertig.
Habe somit eine 4m ....... lange Platte/n eingebracht.
Wenn weiterer Platz vorhanden, kann man ums Eck noch erweitern -
MfG
Eppelein
PS: Lenoleum, Stragula, Küchenarbeitsplatten (Spanplatten) ist nicht so
tolle auf lange Sicht gesehen. Zumal herkömmliche Küchenarbeitsplatten
im Standart bis 60cm in der Tiefe erhältlich sind.
Buche-Leimbinder sind im Standart 80cm tief erhältlich.
MfG
Eppelein
Eppelein V. schrieb:> Lenoleum, Stragula, Küchenarbeitsplatten (Spanplatten) ist nicht so> tolle auf lange Sicht gesehen.
Warum? Was ist daran "nicht so tolle"?
Bei Linolium und Stragula (gibt es das noch?) geht ohne Fixierung
(Kleber...) nichts. Gummimatte/n sind nicht billig, machen sich jedoch
in Kürze bezahlt!
(Wie bei der JBC-Löte....)
"Küchenarbeitsplatten" sind in der Tiefe begrenzt, wenn man nicht
Sondermaße, sprich horrendes Geld ausgeben möchte.
Das größte Mango ist jedoch die Tiefe, sehr begrenzte Ablage in
unmittelbarem Umfeld, wo ausreichender Platz unabdingbar ist.
Apropo Stragula: Ein Kollege hatte seine Werkbänke mit diesem
"oberflächenbehandelt", was nach einiger Zeit ein entsetzliches Außsehen
zur Folge hatte.....
MfG
Eppelein
Es kommt wie immer darauf an. Und zwar auf die Nutzung.
So eine Multiplexplatte hat halt Furnierschichten, da kann nach ein
paar Jahren auch mal die Arbeitsschicht durch sein. Das gibt
dann blöde Splitter.
So eine stabverleimte Platte läßt tiefere Macken zu.
Die Siebdruck/Fahrzeugbauplatten sind für den Werktisch eher
ungeeignet.
Aber: Lieber mal die Platte ersetzen, es spart Nerven, wenn die nicht
teuer ist. Die Brandflecken, Farbflecken und Löcher kommen immer.
Grüße Bernd
Baum schrieb:>> Pressspanlatten (Küchenarbeitsplatten scheiden da wohl aus.>> Was ist da das KO Kriterium?
Pressspanplatte zerbröselt unter Hitzeeinwirkung.
Mein Tipp: Nimm eine 40 mm Spanplatte und schraube da eine 20 mm
Feinspanplatte drauf. Hier kannst du ohne Rücksicht auf Verluste
Bohren, Kleben und auch mal widerspenstige Teile festspaxen.
Irgendwann drehst du die "Verschleißschicht" um.
(Ein paar Umleimer kannst du ja vorher noch aufbügeln).
Grüße Bernd
Bernd F. schrieb:> Die Siebdruck/Fahrzeugbauplatten sind für den Werktisch eher> ungeeignet.
Warum?
> Aber: Lieber mal die Platte ersetzen, es spart Nerven, wenn die nicht> teuer ist.
Die Platte ist aber teuer.
Bernd F. schrieb:> Mein Tipp: Nimm eine 40 mm Spanplatte und schraube da eine 20 mm> Feinspanplatte drauf. Hier kannst du ohne Rücksicht auf Verluste> Bohren, Kleben und auch mal widerspenstige Teile festspaxen.>> Irgendwann drehst du die "Verschleißschicht" um.> (Ein paar Umleimer kannst du ja vorher noch aufbügeln).
Also sorry!
Aber den Tipp finde ich nicht gut, denn Spanplatte ist der letzte Dreck!
Mal davon abgesehen, dass es eine „Feinspanplatte” ohnehin nicht gibt.
Spanplatte ist extrem schwer, zerbröselt mit der Zeit, quillt auf bei
Feuchtigkeit und emittiert nicht unerhebliche Mengen Formaldehyd.
Das Kunstharz ( Kleber ) , mit dem die Späne verleimt werden ist ein
Gemisch aus Harnstoff und Formaldehyd.
Es gibt heute wunderbare Stäbchenverleimte Holzplatten - aus Buche oder
Eiche, die in allen Belangen wesentlich bessere technologische
Eigenschaften haben - als geschredderter Sperrmüll aus dem die
Spanplatten heutzutage größtenteils bestehen ...
Holz ist ein Stück Natur, ein Stück Wald ... an dessen Anblick man sich
erfreuen kann - da kann man auch mal ne Schraube reindrehen und wieder
entfernen - und nochmals reindrehen ... in ner Spanplatte macht man das
nur einmal!
Walter K. schrieb:> und emittiert nicht unerhebliche Mengen Formaldehyd.
Ist das nicht schon ein paar Jahrzehnte her, daß Formaldehyd aus der
Spanplattenproduktion verschwunden ist?
Rufus Τ. F. schrieb:> Ist das nicht schon ein paar Jahrzehnte her, daß Formaldehyd aus der> Spanplattenproduktion verschwunden ist?
Kenne ich auch so. Die werden unter Hitze und drück mit ungiftigen zeug
gepresst.
Rufus Τ. F. schrieb:> Die Beschichtung mag bei ganz billigen Ramschmöbel-Arbeitsplatten ("Poco> Domäne" oder "Roller") empfindlich sein, bereits Baumarkt-Platten können> mit Resopal beschichtet sein, und das hält Küchenbetrieb jahrzehntelang> aus.Konrad S. schrieb:> Pressspanplatte zerbröselt unter Hitzeeinwirkung.
Die billigen unbeschichteten, meine Küche (15J+) bröselt nicht. Auch
nicht neben dem Herd an dem ich Töpfe mit kochenden flüssigkeiten
problemlos abstellen kann.
Daniel schrieb:> Irgendwelche> Druckstellen oder Schrammen werden mit den Jahren nicht vermeidbar sein.
Aber fast.
Nimm eine gute Arbeitsplatte, mit dichtem Span (kannst du von der
Seite selbst sehen. Nimm eine 80ziger Tiefe. Da wo der Schraubstock hin
kommt (gut überlegen wo der hin soll. Der ist ganz schnell am falschen
Platz, wenn mal was langes drin bearbeitet werden muss), machst du eine
Säule aus Stahl (oben und unten Platte, zum befestigen am Boden und
Tisch/Schraubstock) drunter.
Einen Bereich mit einer Stahlplatte (Edelstahl gammelt nicht), für
gröbere Arbeiten.
Gehämmert wird auf dem Schraubstock oder auf einem Amboss.
Arbeitsplatten lassen sich immer gut und schnell sauber halten, sind
(bedingt) hitzebeständig und passen sich mit ihren vielfältigen Dekoren
gut in die Umgebung ein. Außerdem sind sie deutlich günstiger als
geeignete andere Platten.
Spanplatten kaemen mir auch nicht auf den Tisch! Schlecht zu bearbeiten
(franst beim Saegen und Feilen aus, Werkzeuge leiden darunter),
Schrauben halten nicht, schlechte Zug- und Biegefestigkeit da sproede,
Kanten brechen bei Belastung selbiger gern mal ab, Wasserempfindlich,
und verglichen mit den miesen Eigenschaften immernoch teuer :)
Nachschleifen nicht moeglich...
Warum tut man sich in heutigen Zeiten sowas noch an?
Rufus Τ. F. schrieb:> Ist das nicht schon ein paar Jahrzehnte her, daß Formaldehyd aus der> Spanplattenproduktion verschwunden ist?
Nein - nachdem in den Medien das Formsldehyd in der Raumluft
thematisiert wurde,gab es Versuche mit Isozyanad ( PU Zeugs ) zu
verleimen - war aber viel zu teuer. Man macht seitdem formaldehydarme
Spanplatten mit chemischen Zusätzen, die das Formaldehyd besser binden -
das wars dann aber auch!
Übrigens werden OSB Platten größtenteils mit Isozyanad also
Formaldehydfrei verleimt, weil das PU Zeug beim Härten etwas aufschäumt
und größere Hohlräume zwischen den im Vergleich zur Spanplatte viel
größeren Spänen - besser ausfüllt
Leute, wie alt wollt ihr denn werden?
Wenn über die Lebensdauer nachgedacht wird.
Man nimmt, was man hat. Hauptsache dick.
Und man ist zufrieden, mit dem was man hat.
Wenn man nicht zufrieden ist, nimmt man eben was anderes.
Ich würde auf allen hier genannten Materialien zurechtkommen.
Hobbymäßig.
Walter K. schrieb:> Übrigens werden OSB Platten größtenteils mit Isozyanad also> Formaldehydfrei verleimt...
... und sind nichtmal eine schlechte Idee als Arbeitsplatte.
Verzugsfrei, belastbarer als Spanplatte, durch Stapeln und Verspaxen
beliebige Dicke machbar, durch Verleimen beliebige Größe machbar.
Geschliffene Platten haben eine ausreichend glatte Oberfläche, und
Oberflächenbehandlung mit diversen Ölen oder Lacken ist auch machbar.
Dabei sind sie deutlich preisgünstiger als Siebdruck- oder
Multiplexplatten.
Ich hab in der Werkstatt eine billige Küchenarbeitsplatte auf
Unterstellschränken mit Schubladen aufliegen. Vorteil, da kann man auch
mit dem Ätzzeug drauf rummatschen und dann einfach abwischen. Nachteil,
man sieht schon mal kleine Kerben, wo der Hammer runtergefallen ist. Für
das richtig grobe Zeug hab ich allerdings draussen eine Betonplatte auf
Stahlbeinen stehen.
michael_ schrieb:> Ich würde auf allen hier genannten Materialien zurechtkommen.> Hobbymäßig.
Für unterwegs habe ich mir ein Stück küchenarbeitsplatte (40x40cm)
genommen.
Schraubstock, Bohrständer und Gährungslade passen da gut drauf.
Das gabze habe ich nun schon locker 5 Jahre so, auch etwas Feuchtigkeit
hat die schon abbekommen. Aber noch tut sie ein paar jährchen.
So ein Stück habe ich auch. Mit Griff. Das ist der Rest vom
Waschbeckenausschnitt in der Küche. Kantenumleiner an die Seite und
fertig. Sehr praktisch. Will das immer mal pimpen mit Einschraubgewinden
oder ähnlichem führ den Bohrständer, vielleicht komm ich mal dazu.
Ach, nochwas für die Praxis: Vor dem Kauf mal das Gewicht der
unterschiedlichen Platten-Lösungen checken.
Ich wollte für meine Werkbank eigentlich eine 3,20m lange
Buche-Leimholz-Arbeitsplatte in 40mm Stärke und 70cm Tiefe haben. Sowas
gibt's nicht von der Stange, aber 80 cm tief und 4m lang hätte es
gegeben.
Hätte ich aber alleine gar nicht und zu zweit auch nur sehr schwer auf
den Dachgepäckträger gewuchtet bekommen - und das Hantieren mit dem
Monster zum Absägen der Überstände wäre die nächste Viecherei geworden.
Das Biest hätte über 80kg gewogen. Der Dachgepäckträger wäre auch dezent
überlastet gewesen, der darf nur 75kg... Ich bin dann auf eine Stufe
dünner (ca. 30mm) un zwei Teile à 2m ausgewichen, die lassen sich auch
alleine gut bewältigen.
Küchenarbeitsplatten sind bei 40mm Stärke auch schwer, aber schon
deutlich leichter als Leimholz. Ich mag sie als Arbeitsplatten deshalb
nicht, weil sich Macken schlecht ausbessern lassen und die Oberfläche
viel rutsch-freudiger ist als die von Leimholz, aber das ist
Geschmackssache. Ich habe auch ein paar Spülenausschnitte und ähnliche
Reste von Küchenarbeitsplatten, die ich gelegentlich dazu nutze, um die
Tischkreissäge o. dgl. mobil auf Böcke stellen zu können. Wenn die
Maschinen Gummifüße haben oder sich festschrauben lassen, dann geht's
ganz gut.
Daniel schrieb:> Leimholz und Multiplex bekommt man im Baumarkt nur bis 28mm. Und da> irgendwas im Internet zu bestellen lohnt irgendwie nicht.
Buche Leimholz Küchenarbeitsplatten habe ich als 40mm gekauft, sind aber
doch nur 38mm, aber obwohl trocken hat sich ein Abschnitt in der Wohnung
gelagert schon gekrümmt!
Ich denke Multiplex wären besser wenn es sie dicker gäbe.
Buche JA aber muss sofort trocken auf Stahlrohr verschraubt werden, dann
versiegelt werden, sonst reicht die Umgebungsfeuchtigkeit nach Regen
auch in der Wohnung.
Joachim B. schrieb:> obwohl trocken hat sich ein Abschnitt in der Wohnung> gelagert schon gekrümmt!
Buche ist in der Tat sehr empfindlich, was das Verziehen unter
Feuchtigkeitseinfluss anbelangt - beim Kauf unbedingt überprüfen, ob das
Teil wenigstens im Laden noch eben und gerade ist!
Für die Nachbehandlung sollte man eigentlich auch Ober UND Unterseite
mit Hartöl oder was auch immer behandeln, um den Verzug wenigstens
gleichmäßig zu halten. Das habe ich nicht gemacht, sondern nur oben
geölt, die Platte ist trotzdem eben geblieben. Glück gehabt.
Matthias L. schrieb:> Ich bin dann auf eine Stufe> dünner (ca. 30mm) un zwei Teile à 2m ausgewichen, die lassen sich auch> alleine gut bewältigen.
So was kann man sich auch liefern lassen.
Spanplatte, Küchenarbeitsplatte.
vor ca. 20 Jahren auf dem Sperrmüll gefunden und ist immer noch der
"Schwerarbeitstisch" in der Garage.
Das' doch völlich egal, wie so'ne Pladde aussieht.
Wenn ich jemals in die Nähe von "müsste-mal-neu" kommen sollte,
hole ich mir 'ne ähnliche Platte aus den Kleinanzeigen.
Ich brauche keine 3 Tage zu warten, dann ist da was dabei,
das direkt auf dem Arbeitsweg liegt.
-Vorteil, wenn man mit dem Auto zur Arbeit fährt.
Nun ist der Tisch nicht allzu lang, der ist mit 1,20m kürzer
als viele Küchenzeilen. Mehr passt nicht.
Die Platte lass ich dann für'n Euro im Baumarkt auf Länge sägen,
wenn das Ding zu lang ist.
F. F. schrieb:> So was kann man sich auch liefern lassen.
Klar. Vorher auf Maß bestellen und dann liefern lassen. Kann man
versuchen. Aber liefern lassen direkt in den Bastelkeller auf das vorher
schon vorgefertigte Gestell ist schon mal kein Standard. Gegen Trinkgeld
geht's gelegentlich trotzdem, ist aber Glückssache. Lieferbedingungen
bei derlei Kram sind oft "Frei Bordsteinkante" oder "Frei Haus" -
letzteres bedeutet: "bis unmittelbar hinter die Haustür"...
Neben dem Gewicht aber auch die Länge beachten! Ich hätte das
400x80cm-Monster auch mechanisch gar nicht in den Keller bekommen.
Daniel schrieb:> Max M. schrieb:>> Werkstatt für WAS?>> Wie soll man das spezifizieren? Eben alles was in Haus, Hof, Modellbau> und Autoreparatur anfällt.
Entscheidend ist der Unterbau!
Den Schraubstock montiert man nicht zwischen den Tischbeinen.
Buchemultiplex mit verschiedenen Matten.
ne Gummimatte für Metallarbeiten
Für Sauberarbeiten ne saubere Matte.
ESD Arbeitsmatte für Arbeiten die soetwas erfordern.
Ne 08-15 Hobelbank daneben. Weil ohne Vorder- und Hinterzange wirst du
bei Holzarbeiten nix.
für Schweiss- und Hartlotarbeiten sollte man schon einen Stahltisch
haben, von wegen Feuer und so.
Selbst eine billigbillig Küchenarbeitsplatte ordentlich mit ein paar
Winkeleisen oder Latten versteift mit geht auch. Da kannst du später
a) noch was draufschrauben
b) austauschen
Wie gesagt: Wichtig ist der Unterbau. Was nützt es wenn man gut
eingespannt hast, 300 Nm ansetzt und er Tisch durch die Werkstatt
wandert?
Wie kann man plan feilen, eine Nut meisseln o.ä. wenn der Tisch federt
oder gar wackelt?
BTW: Der örtliche Büro- und Werkstattmöbelwiederverwerter vor Ort hat
vielleicht was fix und fertiges das seine ersten Macken schon weg hat.
Daniel schrieb:> Welches Untergestell ich nehme, bin ich mir noch nicht sicher.> Vielleicht etwas in dieser Art:> https://www.amazon.de/Werkstatttisch-Arbeitstisch-Werktisch-Tischgestell-Packtisch/dp/B01NCXG48C
Dies Untergestell ist super. Klar sind Gestelle für 500€ stabiler. Aber
nur für ein nice to have das 10fache ausgeben?
Habe mitlerweile 2 von diesen Gestellen. Die Querverbindung oben hält
mich locker aus (110kg).
Holzplatte drauf geschraubt, da wackelt nichts, und wer es noch
verwindungssteifer möchte, schraubt unten auch nochmal eine Platte als
Ablagefläche dran, die man auch nutzen kann um entsprechendes Gewicht
darauf zu laden.
Tipp:Ikea Fundgrube!
Da kommt man prima an material zum Bau von Tischen, Werkbänken, Regalen
und anderen Möbeln.
Ab und an auch an stabile Holzplatten. (Küchenarbeitsplatten zb.) Die
sind zwar nix besonderes aber halten schon was aus.
Günstig ist es auf alle fälle.
bastel_ schrieb:> Mit Griff.
Auf die Idee kam ich noch nicht, danke für den heißen Tipp! Den werde
ich garantiert noch nachrüsten. :-)
Zur Anschauung das Bild mal angehängt.
Villeicht interessiert das jemanden.
Für kleine arbeiten (Hauptsächkich metallarbeiten, Kunststoff und kleine
holzarbeiten) ist der "Werktisch" super. Für "Größere" stücke zu klein
und instabil.
Daniel schrieb:> Leimholz und Multiplex bekommt man im Baumarkt nur bis 28mm. Und da> irgendwas im Internet zu bestellen lohnt irgendwie nicht.
Dann geh zu einer richtigen Holzhandlung - zumindest, wenn du die
supergute Lösung willst. Die können eigentlich alles mit Holz besser als
der Baumarkt, sind dabei oft nicht einmal wirklich teurer, und da gibt
es bestimmt Multiplex auch in größeren Dicken. Mein AG verbaut größere
Mengen in 50mm Stärke, geben muss es das also.
Wenn es billig sein soll, dann Restekiste Baumarkt oder Ikea Fundgrube.
Und der Mittelweg dürfte tatsächlich eine Küchenarbeitsplatte sein. Je
nachdem, wie viel du dort arbeitest (eher täglich einen LKW-Motor
demontieren oder alle halbe Jahr mal ein Loch in eine Schublade bohren?)
wird das auch ein Leben lang halten.
Und es wurde schon oft gesagt: Der Unterbau ist wichtiger.
MfG, Arno
Baum schrieb:> Zur Anschauung das Bild mal angehängt.> Villeicht interessiert das jemanden.
Ja - ist interessant. Ich finde es faszinierend, mit welch
vergleichsweise einfachen Mitteln der eine oder andere Heimwerker für
seine Bedürfnisse befriedigende Ergebnisse herausbekommt, wo andere
meinen, dass man sich keinesfalls mit weniger als Werkzeug in
Profiqualität zufrieden geben dürfe, weil man sonst ja nur Schrott
produzieren würde.
Mit deinem Bohrständer würde ich zugegebenerweise auch nicht glücklich
werden, die beiden Schraubstöcke fliegen hier aber auch noch in einer
Schublade herum und haben mir jahrelang auch ausgereicht. Aktuell habe
ich zugegebenerweise ein wenig aufgerüstet. Die Werkelei ist eben auch
ein Hobby und das macht mir mit besserem Material auch mehr Spaß...
Man kann Multiplex auch verleimen, sehr gut sogar. Dann kann man zwecks
Traglast billiges Birkenmultiplex verwenden, als robuste Deckschickt
dann Buche.
Oder man verleimt nur die Birke und schraubt Buche drauf. Wenn die Buche
irgendwann ranzig aussieht, wird sie abgeschraubt, eine neue
Buchenplatte gekauft und fertig.
Die Deckplatte kann auch als (günstiges) Verschleißteil ausgelegt
werden.
Matthias L. schrieb:> Mit deinem Bohrständer würde ich zugegebenerweise auch nicht glücklich> werden, die beiden Schraubstöcke fliegen hier aber auch noch in einer> Schublade herum und haben mir jahrelang auch ausgereicht.
Lach, das ist ein alter AEG.
Den hatte schon mein OPA (vererbt!) Bei sich auf dem Basteltisch. Ich
finde den für Hobby mehr als stabil und ausreichend.
Matthias L. schrieb:> Ja - ist interessant. Ich finde es faszinierend, mit welch> vergleichsweise einfachen Mitteln der eine oder andere Heimwerker für> seine Bedürfnisse befriedigende Ergebnisse herausbekommt, wo andere> meinen, dass man sich keinesfalls mit weniger als Werkzeug in> Profiqualität zufrieden geben dürfe, weil man sonst ja nur Schrott> produzieren würde.
Danke :) ja für die Paar Metallteile die ich im Jahr bearbeite reicht
das locker. Dickste Material war bisher 25mm Alu, ließ sich gut
bearbeiten damit. Halterungen für ne dachrinne habe ich damit auch schon
bearbeitet (Bohren und zurechtbiegen) mit zwei schraubzwingen wurde dazu
die Grundplatte auf zwei metallböcke fixiert.
Für Kostenlos (Das Stück platte war übrig) ist das unschlagbar.
> Ja - ist interessant. Ich finde es faszinierend, mit welch> vergleichsweise einfachen Mitteln der eine oder andere Heimwerker für> seine Bedürfnisse befriedigende Ergebnisse herausbekommt, wo andere> meinen, dass man sich keinesfalls mit weniger als Werkzeug in> Profiqualität zufrieden geben dürfe, weil man sonst ja nur Schrott> produzieren würde.
Diejenigen, die mit einfachen Mitteln klar kommen, sind meistens die
besten Handwerker. Besonders wenn sie schon etwas älter und erfahrener
sind und gelernt haben in jeder Situation zu improvisieren. Früher hat
man eben nicht für jede Kleinigkeit das passende Profiwerkzeug kaufen
können, sondern musste mit dem auskommen was man hatte und was man
teilweise selber gebaut hat.
Ich kenne jemanden den ich persönlich nicht für den besten Schlosser
hielt. Nachdem die Firma Pleite war und er in einer anderen Firma, ganz
in meiner Nähe anfing, war er nach kurzer Zeit der wichtigste Mann da.
Sie haben ihn sogar aus der Rente geholt.
Hatte ihn irgendwann gefragt und er meinte darauf, dass die jungen Kerle
wohl alles an ihren Maschinen können, wenn aber einmal eine pragmatisch
Lösung her müsste, dann wüssten sie nicht weiter.
Nichts gegen den Kerl, aber ich hatte seine Arbeiten schon in der alten
Firma gesehen. Für mich war der eher ein Prutscher.
Früher habe ich auch noch oft etwas "entwickelt", mache ich heute nicht
mehr, allein aus Haftungsgründen. Da musst du selbst den Kopf hin
halten. Die Ing's sagen zwar "mach", aber unterschreiben wollen sie
nicht dafür.
Und nebenbei bezahlt dir keiner dein "mehr an Einsatz". Eher das
Gegenteil. Du sollst Umsatz machen.