Schieberegister aus JFETs

Gast #5534792
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Hallo,

ich denke gerade über ein MMIC in GaAs mit einem digitalen 
Phasenschieber nach. Normalerweise wird jedes Bit von dem Phasenschieber 
auf ein Bondpad gelegt und man muss den Chip dann parallel ansteuern.

Es gibt auch Hersteller (z.B. OMMIC), die in GaAs ein serielles 
Interface mit einem Schieberegister implementieren. Dort wird das 
Steuerwort seriell geladen und steht dann am Schieberegisterausgang auf 
dem Chip zur Verfügung. Spart viele Bondpads und macht die Ansteuerung 
des Chips einfacher.

Diese Architektur geht aber nur, wenn man sowohl anreicherungs- 
(enhancement) als auch verarmungs- (depletion) FETs hat. Das ist bei 
HEMT Prozessen aber eher die Ausnahme denn die Regel. Außerdem braucht 
man für die bestehende Lösung einen ganzen Haufen an Transistoren und 
damit sinkt die Ausbeute. In dem Paper, in dem die Schaltung beschrieben 
wurde, wurde eine Ausbeute von 70% für das Schieberegister alleine als 
hervorragend bezeichnet...

Also überlege ich, ob man das mit einer anderen Architektur und nur mit 
HEMTs (aka JETs) realisieren kann. Meine Überlegung geht in Richtung 
einer "Bucket Brigade" und D Latchs.

Hat jemand noch eine andere Idee? In den MMIC Prozessen hat man neben 
den HEMT Transistoren (verhalten sich die JFETs) noch Schottky-Dioden, 
Widerstände und (kleine) Kondensatoren zur Verfügung.

Wenn jemand noch einen Hinweis auf alte DTL-Logik-Schaltungen hat wäre 
ich auch dankbar.

Danke,
 Martin Laabs
Gast #5535049
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Hallo,

ich glaube es gibt ein Missverständnis was ich (warum) suche. Den 
Phasenschieber werden wir in GaAs selber machen und keinen fertigen 
kaufen. Das hat verschiedene Gründe - u.a. weil es besondere 
Anforderungen (Größe/Leistungsbedarf) und einen integrierten PA aber 
auch günstige Anforderungen (z.B. nur unidirektional) gibt.

Die 70% Ausbeute finde ich allein für das Schieberegister nicht 
akzeptabel. Denn dazu kommt nochmal die restliche HF-Schaltung auf dem 
MMIC womit die Ausbeute weiter sinkt.
Das hat erst mal nichts mit alten DTL-Prozessen zu tun. Allerdings sind 
die verfügbaren Komponenten im GaAs MMIC Prozess ähnlich zu denen aus 
den DTL Prozessen. Daher liegt es nahe sich dort mal inspirieren zu 
lassen.

Viele Grüße,
 Martin Laabs

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