Guten Abend,
ich muss den Strom eines PWM-getriebenen verbrauchers (Eisenbahnplatte)
an >50 Segmenten messen. Mein Controller hat 12 ADC-Kanäle...
Bei der Messung hätte ich an eine zeitlich mit dem PWM abgestimmte
Messung über einen shunt gedacht, sodass das PWM keine Probleme machen
sollte.
Aber wie bekomme ich die Menge der Messungen in den griff?
Grüße,
Christoph
Christoph schrieb:> Mein Controller hat 12 ADC-Kanäle...
Wahrscheinlich hat er auch nur einen einzigen ADC und schaltet jeweils
nur einer der 12 Analog-In Pins auf diesen einen ADC.
Das kannst du auch extern mit einem Analog-Multiplexer selber machen.
Der CD74HC4051 mit seinen 8 Kanälen wäre so ein Kandidat.
Bevor du allerdings Analogstrippen über die halbe Anlage ziehst, ist es
wahrscheinlich günstiger, ein paar kleine µC zu verteilen, die ihre
Daten über einen Bus weiterreichen.
Wirkt sich ein Analog-Multiplexer auf das Messsignal vom Schunt aus?
Mit dem verteilen ist in diesem Fall irrelevant, da das ganze nur ein
Teilaspekt einer Plattensteuerung wird und die Messung auf der
Treiberplatine erfolgen soll.
Verstehe ich das richtig?
Modelleisenbahn auf einer mehrere m² grossen Platte verteilt?
Wenn das so ist, würde ich das dezentral machen und auf mehrere µC
räumlich verteilen.
Ich erläutere das mal genauer.
Es geht darum, ein Modul zu entwerfen, welches dann auf jeder Platte/
bzw pro Blockabschnitt eingebaut wird. Die Schienen sollen in 10cm
abschnitte unterteilt und überwacht werden. Verbunden wird das ganze per
EtherCat, jetzt bin ich allerdings gerade dabei, das Leistungsmodul zu
entwerfen. Und auf diesem Modul habe ich fünf Treiber für 55
Schienensequmente a 900mA/Kanal, das ergibt 5,50m Strecke und ist für
die erste Modellanlage" ausreichend pro Blockabschnitt. hinter den
Treibern, die die Schienenabschnitte mit PWM treiben, um die Spannung
und damit die Geschwindigkeit der Lok anzupassen, muss eine Strommessung
durchgeführt werden, damit eine entsprechende Regelung erfolgen kann und
ein Kurzschluss erkannt werden kann (Highside-Strommessung).
Christoph schrieb:> Wirkt sich ein Analog-Multiplexer auf das Messsignal vom Schunt aus?
Nicht mehr, als ein in einem µC integrierter Analog-Multiplexer.
Die Spannungen an den Eingängen müssen im zulässigen Bereich sein, sonst
kann es massive Probleme geben.
Analoge Anlage heist, dass die Züge fahren, indem die Spannung der
Gleise geregelt wird. Die Züge sind Dumm. Bei einer Digitalen anlage
liegt auf den Gleisen immer eine Spannung an und in den Zügen sitzen
Controller.
Antworten findest Du eher in Modellbahnforen.
Gleisbesetztmelder erkennen den Spannungsabfall an zwei antiparallel
gechalteten Dioden, die auf mal 5 A vertragen müssen. Da wird auch nicht
analog gemessen, sondern es geht nur um "Besetzt" oder "Frei".
Da gibt es fertige Platinen, denen aber oft die Potentialtrennung fehlt.
Jede Platine hat 8 Gleiseingänge, und einen Mikroprozessor. Die Meldung
sollte über einen industrietauglichen Bus (MODBUS oder CANBUS) abgeholt
oder gesendet werden. Bastlerlösungen mit Open-Collektor-Bus sind nicht
zuverlässig.
Such mal in Modellbahner-Seiten oder Foren.
Es geht ja nicht primär um eine Gleisbesetzt-Meldung, sondern um eine
Strommessung...
Und ein EtherCat-Bus ist gewiss keine Bastlerlösung, auch wenn er für
diesen Fall gewaltig übertrieben ist. Mir geht es darum, erfahrungen
damit zu sammeln. EtherCat ist der nachfolger von CAN in der
Automatisierung.
Über die PWM kann ich aber keinen kurzschluss und keinen für die
spezifische Lok zu hohen Strom erkennen.
Es geht hier nicht darum, eine Steuerung zu kaufen oder möglichst billig
und einfach zu bauen, sondern um Erfahrungen zu sammeln mit diversen
Systemen.
Ich bitte doch mal alle, bei der Fragestellung zu bleiben......
Aha,
und woher bitte willst Du wissen welche Lock auf welchem Segment
unterwegs ist um diese spezifisch anzusteuern?
Ich habe den Eindruck Du hast noch überhaupt kein Gesamtkonzept, resp.
komplette Klarheit darüber wie das eigentlich alles ablaufen soll.
Somit solltest Du die bisherigen Fragestellungen einfach mal hinten
anstellen und erst einmal die gesamte Logik dahinter klar haben.
Das ist bisher keine ingenieurmässiger Herangehensweise sondern
Flickwerk!
Christoph schrieb:> Es geht hier nicht darum, eine Steuerung zu kaufen oder möglichst billig> und einfach zu bauen, sondern um Erfahrungen zu sammeln mit diversen> Systemen.
Wenn du Erfahrungen machen willst, dann mache, tue, handle.
Das macht Erfahrungen.
Das Abfragen von Erfahrungen im Forum ist da eher kontraproduktiv.
Lerne die Grundlagen der Programmierung und der
Elektrotechnik/Elektronik.
Und handle.
Schaiß drauf, wenn es mal raucht.
Auch das sind Erfahrungen.
Anderer Leute Erfahrungen abgreifen, sind keine Erfahrungen, das ist
Wissen. Und dann auch noch gebrauchtes abgegriffenes wissen. U.U.
Falschwissen. Irrtümer, welche von Modellbahnbauer zu Modellbahnbauer
seit 20 Jahren herumgereicht werden
Erfahrungen muss man machen..
--
Christoph schrieb:> Ich bitte doch mal alle, bei der Fragestellung zu bleiben......
Du hast keine Einfluss darauf, was ich dir sage.
Du wirst da keine Einfluss drauf bekommen.
Aus meiner bescheidenen Sicht, macht diese deine Anforderung klar, dass
du (etwas?) Verrückt bist/denkst.
Nur, weil ich hier nicht 100% des gesammten Konzeptes vorstelle, heist
das ja nicht, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe. Nur
spielt das Thema Zugidentifikation und Verfolgung hier keine Rolle, da
es um den Ausgangstreiber geht. Seht das einfach als gelöst und gegeben
an.
Danke an Wolfgang, deine Lösung hab ich so umgesetzt.
Vorschlag: Den GND vom LM358 nicht direkt an GND, sondern durch einen
0.1 Ohm Widerstand.
Dann den Spannungsabfall an diesem Widerstand messen. Manche ATMega /
ATTiny können auf 200 mV Analogmessbereich umgeschaltet werden.
Eventuell auch eine Alternative: einen INA 219 pro Messetelle. Man kann
16 unterschiedliche Adressen einstellen, also bräuchte man 4I2C-Busse.
Dann hättest du für jede Messtelle einen ADC mit 500khz Samplingrate.
Die haben bereits Mechanismen on-Board, die Messwerte in einstellbaren
Modi aufzubereiten. Man kann z.B. einstellen, wieviele Messwerte
gemittelt werden sollen vor der Meßwertausgabe. Insofern könntest du dir
mit dieser Lösung das Synchronisieren mit den pwn-Flanken sparen.
Ist natürlich nicht billig, Mouser will 1,50€ ab 10 und 1,20 ab 100.
Dafür hast du aber auch gratis die individuelle Spannungs- und
Leitungsmessung pro Meßstelle.