Peter T. schrieb:
> Das Rohr ist
> aus Edelstahl und die Kappe ist aus Kupfer (gibt's im Baumarkt als Kappe
> für Kupferrohre). Beim Hartlöten mit Silberlot hatte ich mit einer
> Gaslötpistole einige Schwierigkeiten zu überwinden.
Wundert mich etwas, weil Edelstahl per Silberlot an sich völlig
problemlos mit Cu, MS und Rotguß hartlötbar ist.
Und auch per Gaslötpistole ohne weiteres mit dem geeigneten Flußmittel
hartgelötet werden kann.
Obacht geben muß man dabei nur bei Verlötungen mit MS.
Weil MS die "unangenehme" Eigenschaft hat, bei einer bestimmten T
schlagartig wegzufließen.
Nachdem ich das mal erlebt hatte, verlöte ich MS nur noch im Dunklen,
weil man da besser erkennen kann, wann die schwache Rotglut-Erwärmung
von ihm ausreichend ist.
Bei Cu und Rotguß ist hingegen die "Glühfarbe", die auch bei Tageslicht
erkennbar ist, relativ unkritisch.
Beim eingangs gezeigten Bild des TE deuten sowohl die Anlauffarbe (links
von der kreisförmigen Lötfläche), als auch die Farbe des Lötmittels eher
auf Hartlötung mit Silberlot hin.
Daß es sich dabei um eine (Zinn-)Weichlötung handeln könnte, glaube ich
eher nicht.
Aber man kann nicht wissen, was so alles "herumgemurkst" wird/wurde.
Im konkreten Fall des TE wurde definitiv herumgemurkst.
Anders sind nämlich die "Ausfressungen" im Bereich der Verlötung gar
nicht erklärbar.
In derlei Stirlingmotoren wird nichts anderes hin- und herbewegt als
heiße bzw. abgekühlte Luft.
Bei einem Höchstdruck, der gerade mal etwas über dem Atmosphärendruck
liegt.
Bestenfalls und auch nur das partiell.
Dementspr. ist dann auch eta solcher Stirlingmotoren.
Ohne, daß man sie "anschubst" laufen die i.d.R. gar nicht.
Und, selbst wenn sie laufen, kann man ihnen kaum nennenswerte Leistung
entnehmen.
Denn das größte Problem aller Stirlingmotoren ist weniger das, sie nicht
mit hoher T beaufschlagen zu können, sondern viel mehr das, sie auf
ihrer "kalten Seite" auch so kühlen zu können, daß sie ein einigermaßen
günstiges eta liefern können.
Und was sollte man denn dann schon groß erwarten können, wenn man unter
den "heißen Teil" eines Stirlingmotors gerade mal ein Teelicht zu dessen
"Befeuerung" drunterstellt?
Derlei Stirlingmotoren sind im Grunde genommen alle nur Spielzeuge,
welche das Wirkungsprinzip verdeutlichen können.
Wenn jemand das wirklich (leistungsmäßig) interessiert, kann er bei
Vieweg, Kolbermoor, oder auch Philips fündig werden.
https://www.konstruktionspraxis.vogel.de/der-stirlingmotor-stellt-sich-vor-a-444675/
Grüße