Hallo,
ich möchte ein Messmodul, das hauptsächlich aus der Leiterplatte besteht
(kein Extragehäuse) möglichst erschütterungssicher an einem Anhänger
unterbringen.
Gibt es für solche Anwendungen spezielle Erschütterungsdämpfer?
GeorgHerter schrieb:> möglichst erschütterungssicher an einem Anhänger> unterbringen.
Ich habe mal für Festplatten eine kardanische Aufhängung mit
Gummipuffern gebaut wie von hk_book gezeigt. Allerdings eben kardanisch,
so dass die Festplatte sich in alle Richtungen bewegen konnte. Schraubt
man sie nur einfach mit den Puffern fest, so kann sie sich nur in einer
Ebene bewegen, weil die Puffer seitlich leicht nachgeben, aber nicht
senkrecht zu den Schrauben.
Georg
hk_book schrieb:> er meint es gibt> Erschütterungsdämpfer für die Kameras in Drohnen. Stichwort "Gimbal"
Die machen was anderes: die halten das Objektive immer stabil in die
gleiche Richtung, für unverwackelte Videoaufnahmen. Dafür dind sie auch
ihre Preise bis über 500 EUR wert, für den Zweck des TO aber vielleicht
doch ein bisschen viel.
Georg
Hallo,
> GeorgHerter schrieb:> ich möchte ein Messmodul, das hauptsächlich aus der Leiterplatte besteht> (kein Extragehäuse) möglichst erschütterungssicher an einem Anhänger> unterbringen.> Gibt es für solche Anwendungen spezielle Erschütterungsdämpfer?
Deine Anfrage ist max. unspezifisch, so dass du keine wirklich
hilfreiche Antwort bekommen kannst.
Kein Mensch, evtl. außer dir, kann wissen, um was für ein Modul es sich
handelt und was daran wie empfindlich ist Es weiß auch niemand, um was
für einen Anhänger es sich handelt und wie das ganze zusammen wirkt.
Über die Art und die Intensität der Belastung gibst du auch keine
Auskunft.
Grundsätzlich sind Vibration und Stoßbelastungen zu unterscheiden.
Die für beide Belastungensind die wirkenden Beschleunigungswerte
relevant und die Einwirkzeit. Bei Vibration sind auch die auftretenden
Frequenzen wichtig.
Bei dem Elektronikmodul kommt es drauf an, wie das konstruiert ist und
wie es befestigt wird. Im Zusammenwirken des Moduls mit dessen
Befestigung und der Quelle muß man prüfen, ob es zu Resonanzen kommen
kann.
Die Bauelemente auf einer LPL sind auch sehr unterschiedlich gegen Stoß
und Vibration gefährdet und haben auch eigene Resonanzfrequenzen. Da hat
man auch den ersten Ansatzpunkt, um eine gewissen Robustheit gegen
mechanische Belastungen zu erreichen, indem man kritische BE mit
geeigneten Klebern fixiert.
Gruß Öletronika
Wolfgang schrieb:> Aufhängung mit mind. 6 Federn
Die Aufhängung mag zwar Stöße vermindern, hilft aber kaum bei bösen
mechanischen RESONANZEN. Mir sind durch ungünstigen Aufbau schon 1mm
dicke Anschlussdrähte von Bauelementen abgebrochen!
GeorgHerter schrieb:> ich möchte ein Messmodul, das hauptsächlich aus der Leiterplatte besteht> (kein Extragehäuse) möglichst erschütterungssicher an einem Anhänger> unterbringen.> Gibt es für solche Anwendungen spezielle Erschütterungsdämpfer?
Gibt es in gut sortierten Küchenfachgeschäften. Kein Witz:
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Topfschwamm.JPG
Verhindert federnd (ua durch Luftkompression) mechanische Impulsspitzen.
Dämpft Resonanzen (Luftbewegung/Druckausgleich wird innerhalb der Poren
gebremst). Entkoppelt Vibrationen von Lüftern, Festplatten,
Sandwichgehäusen (mein PC ist leise), und ist farblich innovativ
Hausfrauentauglich :D
Zwei Schwämme als Quetschhalter in Konsevendose:= EMV-mässiges Gehäuse
für dein Messmodul.
Werner be tüv:
https://www.youtube.com/watch?v=n31j2_dkaCo
HTH
oszi40 schrieb:> Die Aufhängung mag zwar Stöße vermindern, hilft aber kaum bei bösen> mechanischen RESONANZEN.
Was meinst du, was ich mit "aber was fehlt, ist die Dämpfung" gemeint
habe.
2 Cent schrieb:> Zwei Schwämme als Quetschhalter in Konsevendose:= EMV-mässiges Gehäuse> für dein Messmodul.
Dann die Elektronik aber auch in eine ESD-Tüte verpacken, um sie vor dem
Elektronenbeschuss zu schützen.
Gummi hat ein vernünftiges Verhältnis von Federung und Dämpfung, ist
aber oft zu hart. Gummischnur (oder O-Ringe) wären hier noch einen
Versuch wert. Korrekter wäre übrigens "Suche Schwingungsisolation"
gewesen.
Ich frage mich, wie sie die Elektronik in Artilleriemunition schützen.
Ich meine, in einer Application Note von National mal 100000 g gelesen
zu haben...
- Martin
Martin schrieb:> in einer Application Note
Ob jede Ware das hält, was ein Datenblatt so VERspricht? Außerdem kann
das teuerste Teil noch durch falschen Aufbau schnell zu Schrott werden.
Sie werden wohl während der Entwicklung "einige" Tests auf dem
Rütteltisch gemacht haben bevor es brauchbar war.