Kondensatormikrofon

OP #5568183
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Guten Tag,

Ich habe mir ein ganz billiges Kondensatormikrofon (BM800) zum basteln 
bestellt, es hat einen XLR Anschluss und zwei XLR Kabel sin dabei. Eines 
mit STECKER BUCHSE und STECKER STIFT, und das zweite mit Stecker Buchse 
und 3,5mm Klinkenstecker.

ich möchte gerne das mit Klinkenstecker benutzen, wenn ich die klinke 
zusammen mit dem Mikrofon in den Anschluss der der Soundkarte von meinem 
Laptop stecke und mit einem Aufnahmeprogramm meine Sprache aufnehme, 
funktioniert es einwandfrei.


jetzt will ich es aber an einem Operationsverstärker betreiben, die 
Schaltung funktioniert auch soweit, es kommt nur nichts vom Mikrofon 
raus, da habe ich mich auch schon mit dem Stichwort Phantomspannung 
umgeschaut.


allerdings wie funktioniert das bei meinem Klinkenstecker, wo gebe ich 
da die Spannung drauf ???


Die Belegung Habe ich so gemessen Klinke TIP/RING/SLEEVE-------->XLR 
Buchse 1/2/3

SLEEVE------>XLR 1
SLEEVE------>XLR 2
RING-------->XLR 3
TIP--------->XLR 3

Kennt sich hier jemand aus und könnte mir Bitte sagen wo ich die 
Spannung fürs Mikrofon an der klinke drauf legen soll ??

MFG Huber M.
(Firma: matzetronics) #5568216
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Das BM-800 braucht, wenn man den Rezensionen Glauben schenkt, mindestens 
14V Speisung, damit es anspringt - eine Spannung, die so gut wie kein 
Anschluss für Elektretmikrofone liefern kann.
Du kannst probieren, über einen 6,8k Widerstand mindestens 14V auf den 
Tip des Klinkensteckers einzuspeisen und über einen Kondensator am 
gleichen Anschluss das Audio abzugreifen und auf den OpAmp zu führen, 
aber das gibt einen heftigen Einschaltknacks und ist keine brauchbare 
Dauerlösung.

Besser ist die Verwendung eines echten Phantomspeisungsadapters:
https://www.thomann.de/de/millenium_pp2b.htm
https://www.thomann.de/de/behringer_ps_400.htm
und hier noch eines für 2 Mikros:
https://www.thomann.de/de/millenium_pocket_phantom.htm

Vom Mikro ins Adapter benutzt du das XLRF-XLRM Kabel.
Aus dem PS Adapter gehts dann mit dem XLR auf Klinkekabel weiter zu 
deinem Verstärker.
Gast #5568224
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Michael H. schrieb:
>allerdings wie funktioniert das bei meinem Klinkenstecker, wo gebe ich
>da die Spannung drauf ???

Wenn die Übertragung unsymetrisch ist, einfach über einen
Widerstand auf die Tonader, so wie es die Soundkarte
auch macht. Zu deinen Operationsverstärker einen
Koppelkondensator, denn der will ja die Gleichspannung
nicht haben.
(Firma: matzetronics) #5568237
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hinz schrieb:
> http://www.contronik.net/download/producer_rgb/PROducer_RGB_Audio.jpg
>
> Die Spitze des Klinkensteckers ist dabei der Pluspol, der Schaft der
> Minuspol.

Wenn man diese Schaltung mit mindestens 18-20V speist, sollte es 
klappen. Aber es rummst beim Einschalten ganz schön und es muss nicht 
unbedingt ein LM358 sein :-P
Da der TE die Opampschaltung anscheinend schon hat, kann man es so 
probieren.
#5568537
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Michael H. schrieb:
> Danke,
>
> Für meine testzwecke hat die Schaltung funktioniert.

Hi,
ist OT,
aber so arbeite ich am liebsten. Diese "Phantomspeisungen" habe ich 
"gefressen".
Mit 1,5V-Batterie oder sogar Akku habe ich weder Brumm noch sonst 
irgendwelche Probs.
Kann natürlich sein, dass die Batterie gerade, wenn's interessant wird, 
leer ist. /OT

ciao
gustav
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #5569343
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Für beliebige Mikrofone habe ich mir aus einer DI Box, 2 ausgemessenen 
6,8k Widerständen und einem 7824 Regler hochgelegt auf 48V eine 
P-Speisung gebaut.
Als Basis diente die Billig-DI Box von Thomann.

Karl B. schrieb:
> Mit 1,5V-Batterie oder sogar Akku habe ich weder Brumm noch sonst
> irgendwelche Probs.

Du hast aber schon gelesen, das das Mikro des TE mindestens 14V 
benötigt?
#5569361
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Matthias S. schrieb:
> Für beliebige Mikrofone habe ich mir aus einer DI Box, 2
> ausgemessenen
> 6,8k Widerständen und einem 7824 Regler hochgelegt auf 48V eine
> P-Speisung gebaut.
> Als Basis diente die Billig-DI Box von Thomann.
>
> Karl B. schrieb:
>> Mit 1,5V-Batterie oder sogar Akku habe ich weder Brumm noch sonst
>> irgendwelche Probs.
>
> Du hast aber schon gelesen, das das Mikro des TE mindestens 14V
> benötigt?

Hier noch das Video-Bild.
hinz schrieb:
> Und hier sogar ein Schaltplan:
>
> Youtube-Video "BM-800 microphone low noise hack"


ciao
gustav
Angehängte Dateien:
#5569376
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HildeK schrieb:
> Karl B. schrieb:
>> Verstehe ich, ehrlich gesagt, nicht so ganz.
>> Bei Phantomspeisung ist auf 3 und 2 doch nicht dieselbe Polarität.
>
> Doch, ist sie.
> Auf 1 ist der negative Pol.
> Anbei ein Ausschnitt aus eine Mischpulteingang.

Ist schon gelöscht.
Du warst schneller.

Karl B. schrieb:
> 27.09.2018 12:09:
>     Bearbeitet durch User


Wenn ich grobe Fehler sofort bemerke, betätige ich die Löschfunktion.
Wie schnell das dann durchs Netz geht, darauf habe ich keinen Einfluss.
Gast #5569389
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Ok, wenn du es verstanden hast.
Ich konnte ja nicht wissen, dass es dir inzwischen klar geworden ist und 
es hat halt ein paar Minuten gedauert, bis ich den Ausschnitt gefunden 
und erstellt hatte. Da hatte ich das Zitat schon erstellt.
Ich kann nicht löschen, also bleibt es halt so und dokumentiert deinen 
kurzen Wissenseinbruch :-).
#5569412
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OK, no problem @HildeK,
die Schaltung ist für mich doch ein wenig erklärungsbedürftig.
Die Symmetrisierung erfolgt also durch den ersten Bipolartransistor, bei 
dem über den Kollektorwiderstand und einmal den Emitterwiderstand das 
Signal jeweils idealerweise phasenverkehrt ausgekoppelt wird. Na ja, 
wirklich echt symmetrisch?
Um die Aussteuerbarkeit zu verbessern, wird zum Beispiel der 
Kollektorwiderstand durch eine Konstantstromquelle nachgebildet. Ist das 
jetzt da eine "echte" Konstantstromquelle für diesen Zweck oder "nur" 
ein Spannungskonstanter.

ciao
gustav
Gast #5569490
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Mirko schrieb:
> Ist das nicht ein wenig knapp, die Kondensatoren mit 50V zu
> spezifizieren, wenn 48 anliegen?

Das ist mir auch aufgefallen, aber das Mikro ist ein Billigstteil. Da 
muss man an allem sparen.
Elkos halten normalerweise auch knapp unter der Nennspannung ohne 
Einbußen aus. Zudem sind die 48V über zwei 6k8 (parallel) angeschlossen, 
die Elkos werden quasi sanft formiert ...

Karl B. schrieb:
> die Schaltung ist für mich doch ein wenig erklärungsbedürftig.
> Die Symmetrisierung erfolgt also durch den ersten Bipolartransistor, bei
> dem über den Kollektorwiderstand und einmal den Emitterwiderstand das
> Signal jeweils idealerweise phasenverkehrt ausgekoppelt wird. Na ja,
> wirklich echt symmetrisch?

Ja, sehe ich auch so. Die Ausgangsimpedanz des linken Transistors ist 
sicher an C und E unterschiedlich, aber das egalisieren die zwei 10k 
Widerstände und die Transistoren rechts wieder.
Wo siehst du eine Konstantstromquelle?
Gast #5571585
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Matthias S. schrieb:
> Kermit schrieb:
>> Wird diese Spannung oben über das Gate vom FET geliefert???
>
> Nö, das ist der in der Kapsel integrierte FET. Beim Elektreteffekt
> wird die für ein normales Kondensatormikrofon notwendige Spannung
> dauerhaft in die Membran 'eingefroren'. Die Speisespannung für
> Elektretkapseln versorgt nur den FET.

Ach so, das ist kein Kondensatormikrofon, sondern ein Electred 
Kondensator Mikrofon (ECM)... Danke für den Hinweis!

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