Hallo,
bei uns im Büro flacken die Röhren (alle Röhren (mehrere Lampen)
flackern zum gleichen Zeitpunkt, die Abstände sind variabel von 5-30
Min. jeweils wenige ms. ).
Der Hausmeister hat aufgegeben (bisher war beliebt
Röhren/Starter/Netzteil) zu tauschen. Die herbeigeeilten Elektriker,
haben mit Ihren Multimetern gemeseen und konnten den Fehler nicht
finden. Andere Elektriker haben wohl keine Lust und haben erst wieder
Termine in 5-6 Wochen frei.
Ich selbst habe eine "analoge" Glühbirne parallel zur flackernden Röhre
geschaltet (220V). Ungewöhnlich die Glühbirne zeigt aber kein Flackern,
wenn die Röhre flackert.
Bevor wir jetzt wie wild irgendetwas tauschen haben wir uns überlegt
brauchen wir ein Oszyloskop das uns die Sinuswelle [220V - 50Hz]
aufzeichnet, so das wir nach dem Flackern feststellen können ob auf dem
50Hz. Singal in der Aufzeichnung etwas zu sehen ist.
Nur welches Oszyloskop nehmen wir? Und wie stelle ich es ein?
Vielen Dank
GerMa
evtl. würde ein Netzanalysemessgerät Sinn machen, das zeichnet nämlich
auch das Frequenzspektrum auf und stellt es dar. Das Flackern könnte
durch Oberschwingungen entstehen, welche in Bürokomplexen nicht
ungewöhnlich sind. Ein guter Elektriker sollte sowas haben.
Beim Oszilloskop brauchst du den richtigen Tastkopf um dein Signal dem
Eingangssignal vom Oszilloskop anzupassen
Es werden wohl extrem kurze Spannunggseinbrüche sein.
Die "analoge" Glühlampe ist dafür zu träge, das sieht man damit nicht.
Ist das ein industriebetrieb mit irgendwelchen dicken Maschinen, die im
Anlaufmoment das Netz in die Knie zwingen?
Ist das nur in eurem Büro?
Sind andere Räume oder benachbarte Gebäude auch betroffen?
Ein normal geschulter Elektriker oder ein motivierter Hausmeister checkt
erstmal sowas ab.
damit kann man schon viel eingrenzen.
GerMa schrieb:> Ungewöhnlich die Glühbirne zeigt aber kein Flackern,> wenn die Röhre flackert.
Was ist daran ungewöhnlich bei der Trägheit, die Glühobst üblicherweise
hat?
Habt ihr vielleicht große Maschinen im Gebäude? Sollte man mal
untersuchen, ob die Störungen auftreten wenn die Maschinen anlaufen.
testobjekt schrieb:> würde ein Netzanalysemessgerät Sinn machen
Vielen Dank für die Antwort. Das Netzanalysegerät geht ins 5 stellige
Budget, das ist dann außerhalb meiner Kompetenz. Ich versuche es mal
beim Netzversorger.
Teo D. schrieb:> Was ist den in dem Gebäude noch so alles vorhanden, Firmen,> Maschinerien, Klimaanlage etc?
Wir haben keine großen elektrischen Anlagen(auch keine Klimaanlage),
aber es ist eine Shared Economy (Einzelbürovermietung).
Stefan M. schrieb:> Ist das ein industriebetrieb mit irgendwelchen dicken Maschinen, die im> Anlaufmoment das Netz in die Knie zwingen?
Wir sind in einem Industriegebiet, das wäre natürlich möglich.
Stefan M. schrieb:> "analoge" Glühlampe ist dafür zu träge
Ok, wäre wohl auch zu einfach gewesen.
Stefan M. schrieb:> Sind andere Räume oder benachbarte Gebäude auch betroffen?
Ja, es sind auch benachbarte Räume betroffen. Aber große Verbraucher
gibt es hier nicht.
bizzl schrieb:> Habt ihr vielleicht große Maschinen im Gebäude? Sollte man mal> untersuchen, ob die Störungen auftreten wenn die Maschinen anlaufen.
Wie gesagt, hier ist kein Maschinenpark vorhanden. Aber wir sind in
einem Gewerbegebiet.
Stefan M. schrieb:> Ein normal geschulter Elektriker oder ein motivierter Hausmeister checkt> erstmal sowas ab.> damit kann man schon viel eingrenzen.
Offenbar hat auf diese Aufträge keiner Bock. Wie gesagt, es wird alles
abgewimmelt und Termine erst in Wochen...
Dann wird es sicher auch noch weitere Gebäude betreffen. Die
Netzanbindung des Gebietes könnte etwas schwach/veraltet sein.
Mal bei der Verwaltung nachfragen!
GerMa schrieb:> Offenbar hat auf diese Aufträge keiner Bock. Wie gesagt, es wird alles> abgewimmelt und Termine erst in Wochen...
Die werden dann sicher auch noch verschoben.
Auf so div. Kleinkram hat heute keiner mehr Bock, gibt genügend
lukrative Aufträge o. man hat sich eh aufs Abzocken spezialisiert.
Teo D. schrieb:> Auf so div. Kleinkram hat heute keiner mehr Bock, gibt genügend> lukrative Aufträge o. man hat sich eh aufs Abzocken spezialisiert.
Eben drumm da muss man jetzt selbst tätig werden. Die Stadtwerke
scheinen ganz kooperativ zu sein (doch nicht immer billigsten
Stromanbieter wählen). Kommen morgen vorbei, mal etwas Handgeld
bereithalten hoffentlich finden Sie den Fehler.
GerMa schrieb:> Das Netzanalysegerät geht ins 5 stellige> Budget, das ist dann außerhalb meiner Kompetenz.
Es gibt (z.B.) das VR1710 von Fluke für 'nen knappen Tausender,
anstöpseln und mitloggen. Auch mein Multimeter Gossen METRAHit 29s kann
das (Nachfolgemodell METRAHIT ENERGY):
https://www.gossenmetrawatt.com/english/produkte/metrahitenergy.htm
GerMa schrieb:>> die Abstände sind variabel von 5-30> Min. jeweils wenige ms.
Vielleicht ist da so ein Händetrockner auf der Toilette?
Die erzeugen beim Anlaufen des Gebläses und dem Aufheizen der Luft
einen ordentlichen Stromimpuls.
GerMa schrieb:> Die Stadtwerke> scheinen ganz kooperativ zu sein (doch nicht immer billigsten> Stromanbieter wählen). Kommen morgen vorbei...
Das wird die einzig sinnvolle Lösung sein.
Da reicht es schon, wenn im Nachbarraum (wie bei uns) ein kleiner
Kompressor losläuft.
Andererseits aheb ich selbst erlebt, wie man mit einem Heissluftgebläse
auf Stufe "1" solche netten Effekte erziehlt.
GerMa schrieb:> wie stelle ich es ein
Am Einschalter :-) Da Strom keine Freunde kennt, sollte man das besser
Fachleuten überlassen. Gefragter sind jetzt Deine kriminalistischen
Fähigkeiten und ein Zettel wo Ihr die Zeiten notiert und vergleicht.
Evtl. ist es der Aufzug oder eine neue Maschine oder auch ein loser
Draht, den Euer Ekeltriker noch nicht gefunden hat?
Was ist jetzt so schwer daran, einen kleinen Trafo zu nehmen, das
Ausgangsignal noch etwas runterzuteilen (so auf 0.5V) und den Summs äh
Brumms mit einer Soundkarte aufzunehmen? Geht stundenlang und kostet
nix. Und wenns schon flackert, braucht man keine FFT, da muss der Sinus
schon sichtbar übel verbogen sein.
Georg A. schrieb:> sichtbar übel verbogen sein
Dass irgendwas nicht stimmt, weiß er schon. Ob er an der verbogenen
Welle schon den Übeltäter erkennt??? Wichtiger wären mir die Zeitpunkte
des Auftretens oder ob es auch nach Feierabend noch ist (um einige Leute
auszuschließen).
Ich würde mal ganz grundsätzlich in den Verteilungen nachschauen, ob
alle Klemmverbindungen fest sind, würde die Schleifenimpedanz der
einzelnen Außenleiter kontrolliern und auch hinsichtlich einer
eventuellen Schieflast prüfen.
Dann wäre es interessant ob es große Verbraucher gibt die ab und zu mal
zuschalten.
Auch ein Böser Fehler könnten schlechte Neutralleiterverbindungen sein.
Das Problem habe ich auch bei mir Zuhause. Wenn meine Kaffeemaschine
aufgeheizt hat, gibt es periodisches, kurzzeitiges und etwas
unregelmäßiges Flackern bei einer an der selben Steckdose
angeschlossenen LED Lampe. Mit einer Glühlampe merkt man überhaupt
nichts. Auch die vier Leuchtstofflampen in der Küche sind davon
betroffen.
Im Betrieb könnten es z.B. Die TRIAC geschalteten Fuser Heizer der Laser
Drucker sein oder auch eine Kaffeemaschine neuerer Bauart. Irgendwas,
das TRIACS und im Schwingungspaket Modus eine Last betreibt.
Das wäre meine Erklärung des Phänomens.