Hallo,
eine kleine Schaltung habe ich im Netz gefunden, die ich auch gerne
aufbauen möchte, nun ist es so, das nicht alle Bauteile mit den Werten
angegeben sind.
Gerne würde ich wissen wollen, was genau die Spule L1 und die Spule L2
für einen Wert hat.
danke im Voraus
Klaus
Klaus Becker schrieb:> was genau die Spule L1 und die Spule L2 für einen Wert hat
Egal, so lange sie den Strom aushalten, also mehr als der 8815 liefert.
Je besser die Spule ist, um so besser die Entstörwirkung, um so besser
sind analog und digital-Versorgung voneinander getrennt.
Und gut heisst nicht hohe Induktivität, sondern vor allem hohe
Resonanzfrequenz.
Also UKW Drosseln, so 10-47uH, Stabspulen.
Allerdings bilden C und L einen Schwingkreis, den man bedämpfen muss,
hoher ESR ist bei beiden also eher positiv, keine hohe Güte erwünscht.
Nimm welche, wo die Induktivität(die µH) 100...1000 mal größer
ist, als die Parasitär-Induktivität der Elkos (C9, C10 - siehe
Datenblatt).
Wenn sie dann noch für 1,5 A ausgelegt sind (was der AME8815
liefern kann), hast du schon mal einen guten Einstiegs-Wert.
Wenn es keine größeren Ansprüche an Entstörung gibt, könnte man den
ganzen rechten Teil auch gleich komplett weglassen. Dann erübrigt sich
die Frage nach den Spulendaten.
U. M. schrieb:> Ich denke aber, das diese nicht unbedingt notwendig sind. Kommt drauf> an, was da an den 3,3V-Schienen hängt. In den meisten Fällen wird es> wohl nicht nötig sein, sofern du keine sehr "giftigen"> Digitalschaltungen dran hast.> Vernünftiger Einsatz von Abblock-C ist aber immer zweckmäßig.
Genau, das Schaltbild ist in diesem Fall etwas aus dem Kontext gerissen.
Zu 98% werden extra Entstördrosseln nicht gebraucht.
Was wird in der Originalanwendung mit dieser Schaltung versorgt?
U. M. schrieb:> Zuerst mal fällt auf, dass keine MLCC in der Schaltung verwendet werden.> Da sollten z.B. noch 100nF in kleiner Bauform (0805,0603) eingefügt> werden.
Nicht schlecht, dein Expertentum. Er wollte aber bei Reichelt bestellen
und eine Menge Rückfragen vor deiner Antwort beziehen sich auf das
Fragezeichen hinter den Spulen: was wird damit versorgt? Nach einem
Linearregler mit knapp 2V Leistungsvernichtung würde ich gar keinen
Aufwand bzgl. Entstörung machen. Selbst dann nicht, wenn das auf
Streifenraster aufgebaut ist. Auf einer dedizierten Platine ist das noch
schlimmerer Aufwand (ebenfalls s.o.)
U. M. schrieb:> Zuerst mal fällt auf, dass keine MLCC in der Schaltung verwendet werden.> Da sollten z.B. noch 100nF in kleiner Bauform (0805,0603) eingefügt> werden.
www.ame.com.tw/datasheet/AME8815.pdf schrieb im Datenblatt:
>The AME8815 is stable with an output capacitance of 4.7µF or greater.>
Marek N. schrieb:> www.ame.com.tw/datasheet/AME8815.pdf schrieb im Datenblatt:>>The AME8815 is stable with an output capacitance of 4.7µF or greater.
Allerdings steht unter Pin_Description auch noch:
"OUT = LDO voltage regulator output pin.
It should be decoupled with a 4.7µF or greater value...
...low ESR ceramic capacitor."
Boris O. schrieb:> Nicht schlecht, dein Expertentum. Er wollte aber bei Reichelt bestellen
Naja, Reichelt hat nicht gerade ein großes Angebot an SMD-Bauelementen.
Aber es gibt auch dort etwas, das dem Empfohlenen entspricht.
https://www.reichelt.de/emi-suppression-filter-smd1206-blm31-600-ohm-blm31pg-601-p89692.html?
> Nach einem Linearregler mit knapp 2V Leistungsvernichtung> würde ich gar keinen Aufwand bzgl. Entstörung machen.
Wer weiß schon, wozu das ganze dienen soll?
Gruß Öletronika