Egon D. schrieb:
> Eigenresonanz (=Serienresonanz)
Das stimmt (im großen und ganzen*) beim C, nicht aber bei der L.
(Es gibt verschieden akkurate Arten ESBs/Ersatzschaltbilder. Im
Grunde geht es darum, was gerade [aktuelle/s Frage bzw. Problem]
von großem Einfluß ist, und was wiederum vernachlässigbar.)
Beim C / Kondensator ist es (einfaches ESB) eine m.o.w. simple
Serienresonanz. ESL und auch ESR liegen nämlich mit der idealen
Kapazität C in Reihe.
Genauer betrachtet kommt noch etwas hinzu: Der Leckstrom fließt
direkt durchs Dielektrikum, darum liegt auch im exakteren ESB ein
Widerstand parallel zum C. Das ändert natürlich nicht die Art der
Resonanz.
Bei der L / Induktivität jedoch liegt (einfaches ESB) eine ideale
Spule + DC- (= Draht-) Widerstand zwar seriell, aber der EPC (der
parasitäre Kondensator) liegt zu jener Serienschaltung parallel -
was zu einer Parallelresonanz führt.
Und wie zuvor gibt es auch hier wieder ein etwas exakteres ESB.
Bei diesem wird der idealen Spule noch ein Widerstand parallel
geschaltet, der die Kern- ("Eisen-") Verluste darstellt. Erneut
ändern beide Ergänzungen natürlich nicht die Art der Resonanz.
Bernd.B schrieb:
> mache ich L und C richtig fett
Bernd.B schrieb:
> Wie wählt man also in diesem Fall die Bauteile richtig
Da z.B. Drosseln mit recht hoher Induktivität, jedoch auch noch
sehr geringer EPC (und folglich hoher Resonanzfrequenz) ziemlich
teuer werden könnten, wird sowohl die Dimensionierung (L-/C-Wert)
wie auch die Auswahl der Typen eine Frage der Form und Amplitude
der Störung sein müssen. Und auch eine Frage des erlaubten Pegels
nach dem Filter (der wiederum von der Schaltung abhängt).
HTH erst mal...