Dreh-Pendeluhr dreht nicht mehr

OP #5601971
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ich hab hier eine defekte Dreh-Pendeluhr, welche nicht mehr dreh-pendelt 
(Die Zeit-Anzeige funktioniert)

normalerweise dreht der Pendel ca. 1 x alle 5 Sekunden hin und her. Der 
rechte Teil der Schaltung ist fürs drehen zuständig, die Doppelspule 
stubst sich dabei von den verbauten Magneten ab.

am MP1 messe ich permanente 1.558V (frische BAtterie), am MP3 nach 
ausgelötetem Transistor und ausgebauten Elko 1.353V.
--> wo bleiben die 200 mV zwischen MP1 und MP3?

Bei eingelötetem Transistor/Elko liegen an der Basis vom Transistor 
permanent 0,8V an, der Transistor schaltet aber nicht durch.

Prüfung des ausgebauten Tranistors am Multimeter zeigt, das dieser 
scheinbar ok ist.

->Hat jemand einen Schaltungs-Tip für mich?
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Gast #5601974
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Hallo, miss mal beide Spulen auf Durchgang, oft sind die Drähte an den 
Lötstellen durch Vibration gebrochen.

Dann den Elko 33 µF auf Kapazität und hohen (d.h. mit Multimeter -> 
Unendlich gehenden) Gleichstromwiderstand prüfen oder ggf. gleich 
probehalber tauschen.

P.S. Schönes Stück!
OP #5601997
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das mit dem Innenwiderstand klingt sehr plausibel. Auch der Tastkopf des 
Oszi welches ich zur Vergleichsmessung hatte gibt ähnliche Werte aus, er 
hat (auch) 10MOhm Innenwiderstand.

Die Spulen sind beide in Ordung (und "angelötet", d.h. nicht abgebrochen 
an der Lötstelle): rot 1.142KOhm, grün 1.108KOhm

Mein Schaltungsverständnis ist: Über den Widerstand wird der Elko 
aufgeladen, und steuert dan nach ca. 3-5 Sekunden den Transistor durch. 
Die Spule "rot"  wird bestromt.

Wie läuft denn da die "Bestromung" von Spule "grün" ?
Gast #5602014
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1.5M reichen nicht um den Transistor durchzuschalten (zu wenig Basis 
Strom möglich bei 1.5V), die bringen den nur knapp an die Grenze, dann 
sollte auch

Wegstaben V. schrieb:
> Bei eingelötetem Transistor/Elko liegen an der Basis vom Transistor
> permanent 0,8V an, der Transistor schaltet aber nicht durch.
richtig sein.

Wenn der Magnet sich der grünen Spule nähert, induziert er in diese 
einen Strom, der, wenn er richtig herum fließt, über die 33µF den 
Transistor zum durchschalten bringt.

da die 1.5M Ohm anscheinend passen, kann außer Spule, Transistor oder 
den 33µF nichts wirklich defekt sein.
Gast #5602017
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Die Pendelfrequenz wird einzig und allein von dem mechanischen 
Drehpendel bestimmt (Resonanzfrequenz). Der Transistor schubst nur 
leicht im richtigen Moment mit der roten Spule das Drehpendel an.

Der 1M5 Widerstand spannt den Transistor nur etwas vor, so dass an der 
roten Spule ein kleiner Spannungsabfall entsteht, dadurch wird der 
Transistor gegengekoppelt und kann nicht weiter öffnen (leiten). Sobald 
sich der Permanentmagnet des Pendels an der grünen Spule vorbei bewegt, 
wird eine positive Spannung in der grünen Spule erzeugt, die den 
Transistor voll durchsteuert. Der 33µF Kondensator dient nur zur 
Energiemengenübertragungsbegrenzung zur Basis und zur 
Gleichspannungsabkopplung (Hochpass).

Der durchgesteuerte Transistor treibt jetzt die rote Spule an, die dann 
denn Permanentmagneten wegdrückt und dadurch das Drehpendel angeschubst 
wird.

Die grüne Spule dient nur zum detektieren der Pendelposition und die 
rote Spule ist die Arbeitsspule (Antriebsspule). Beide sind vermutlich 
bifilar gewickelt (zwei Spulen auf einen gemeinsamen Spulenkörper).
OP #5602173
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Michael U hat den richtigen Hinweis gegeben (ewiges Pendel).
Dieses entspricht genau meiner Schaltung:
https://www.sciencetronics.com/geocities/electronics/projects/pendulum.html

jetzt muss ich die Sachen nochmal genau durchsehen, insbesondere ob ich 
L1=grün und L2=rot richtig Ohmsc ausgemessen habe

Wegen Lagerschaden:

geölt hatte ich schon, und es sieht für mich auch aus, also ob da nichts 
schwergängig ist. Nach neuerer "Messaufnahme" dauert ein Pendelhub 
(hin+her) doch eher 3 Sekunden. Nach mechanischen Anschubsen und 10 mal 
pendeln ist dann allerdings die Luft (bzw. Energie) raus.
OP #5602194
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Teo D. schrieb:
> OK.... Aber warum nicht einfach mal einen Vergleich gemacht. Selbe
> Ausgangslage, einmal ohne und einmal mit Batterie. ?-/
>
> Das hät schon mal hinweise wie Elko schwächelt, Lagerschaden, etc.
> gegeben...

@Theoderix:
ich verstehe deinen Hinweis nicht. Ich habe ja ohne Batterie getestet, 
und es wackelt 10 x 3 Sekunden rum. Mit Batterie passiert nix, auch 
nicht bei Anschubsen.


Und, ja, ich habe tatsächlich die Widerstandswerte verkehrt herum 
aufgeschrieben (grad noch mal nachgemessen): die grüne Spule ist 
hochohmiger bei mir

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