Daniel schrieb:
> Bisher dachte ich, dass eine Photodiode analog einer
> Solarzelle eher auf energiereicheres, kurzwelliges Licht reagiert.
Das dachtest Du leider falsch. Und gleich zweimal.
Bei einer Photodiode / Solarzelle (eine Solarzelle ist nichts Anderes
als eine sehr große Photodiode) fließt ein Photostrom, sobald Licht
ausreichend hoher Energie auftrifft. Das sind bei Silizium 1.1eV, was
etwa 1100nm entspricht.
Idealerweise erzeugt jedes Photon über dieser Energieschwelle ein
Ladungsträgerpaar. Real weniger, was durch die Quantenausbeute angegeben
wird. Dabei ist die Wellenlänge egal, solange sie hoch genug ist.
Nun ist aber kurzwelliges (blaues) Licht energiereicher als langwelliges
(rotes) Licht. Da die spektrale Empfindlichkeit der Photodiode in A
(Photostrom) / W (einfallendes Licht) angegeben wird, aufgrund der
höheren Energie der Photonen 1W blaues Licht aber weniger Photonen
enthält als 1W rotes Licht, fällt die Kurve zum kurzwelligen Licht hin
ab. Würde man die spektrale Empfindlichkeit in A / N (Anzahl Photonen)
angeben, wäre das eine waagerechte Linie.
Die Begrenzung im kurzwelligen Bereich wird durch das Glasfenster, die
Kunststoffkappe... erzeugt. Photodioden mit Quarzfenster können noch bis
190nm ins tiefe UV messen.