Max schrieb:
> Vb Phasenverschoben, also negativ wenn wenn Va positiv ist?
a.) Wie schon jemand schrieb, handelt es sich hier nicht um eine
Phasenverschiebung, sondern schlicht entgegengesetzte Polarität.
Das Resultat kann auch oftmals gleich aussehen: Verschiebt man ein
Sinussignal um 180° in der Phase, sieht das Ergebnis akkurat so aus,
als ob man es invertiert/die Polarität vertauscht hätte.
Allerdings ist es nicht das gleiche. Meist muß man wirklich streng
unterscheiden, sonst geht alles schief. Hier ist aktuell gerade nur
das allgemeine Prinzip wichtig - zukünftig eventuell mehr.
b.) Der Grund für die entgegengesetzte Polarität: Diese beiden
Sekundär-Wicklungen bzw. -Wicklungs-Teile müssen für eine sogenannte
"Mittenanzapfung" gegeneinander verdreht verbunden werden.
Der Mittelpunkt-Gleichrichter [#], ob nun als einfache oder als
doppelte Version, benötigt zwei gleiche, aber gegeneinander sozu-
sagen "verpolte" Wicklungen. (Eben jene Mittenanzapfung.)
Beiden Versionen sparen Halbleiter wie auch Verluste ein. (=Vorteil)
Beim doppelten sind es 4 Dioden, 1xV(f) im Strompfad - man erhält
dabei zwei gleich hohe ("symmetrische") Spannungen.
Jedoch ist der Potentialbezug sekundär festgelegt (wg. der mittigen
Verbindung = Nachteil). Diese Schaltung kann "nur" 2 gleich hohe,
symmetrische Spannungen. Man kann schon auch einen anderen Punkt als
GND wählen bzw. definieren, als die Mitte (U1=1/2*U2 bzw. U2=2*U1),
doch die Verbindung zu trennen ist nicht möglich.
Getrennt/trennbar sind die U(sek) nur bei ... getrennten Wicklungen.
Geht aber wiederum nur mit 4 weiteren Dioden (+ 1xV(f) im Strompfad.
[#]:
http://www.joretronik.de/Web_NT_Buch/Kap2/Kapitel2.html#2.3
Damit sollte aufgeklärt sein, wozu das (s. Zitat) gut ist... ;)