Hallo,
ich habe eine Platine entworfen, die mit dem ESP8266 und zwei Relais in
einer Unterputzdose verbaut werden kann und damit zur Steuerung von
Licht oder Ähnlichem genutzt werden kann. Die Lichtschalter werden dabei
über die männlichen Headerpins mit dem Board verbunden und der Rest ist
Software, welche für diese Frage nicht das Problem ist.
Es handelt sich hier um mein erstes Board, welches ich bald über
JLCPCB.com bestellen will. Vorher würde ich jedoch die Community fragen,
ob ich dabei dumme Fehler gemacht hab, oder allgemein ob es etwas zu
verbessern gibt. Darum geht es mir zum Beispiel um ungeschickte
Leiterbahnführung oder -breite. Die netzstromführenden Leiterbahnen
sollen mit Lötzinn verstärkt werden.
Das Board könnt ihr euch auch hier anschauen:
https://easyeda.com/editor#id=|2635133f065b4761875a44719b4538ca|646e0926ca4d478c8fcd67fd92ee2f59
Für alle, die EasyEDA nicht kennen: Über die Tabs könnt ihr zwischen dem
Schematic und dem Boarddesign wechseln und über die Kamera in der
Boardansicht sogar eine 3D-Ansicht anzeigen lassen.
Ich würde mich über jedes Feedback freuen! :)
Die über die Isolationsfräsung des Netzteils gelötete Platine mit dem
ESP8266 drauf gefällt mir irgendwie nicht.
Ich würde die Platine um 90° drehen, und für die Lötaugenreihe am
Platinenrand irgendeine andere Lösung suchen.
Die Pull-Down-Widerstände R11/R13 für Q3/Q4 deutlich hochohmiger (100k
müssten auch noch reichen), weil ansonsten alleine daran 1.6mA verbraten
werden, wenn der Pin high ist. Dann löst sich auch das Problem, dass
R11/R13 zusammen mit R10/12 Spannungsteiler bilden und an der Basis der
Transistoren nur noch die halbe Spannung vom ESP-Pin ankommt.
Sebastian R. schrieb:> Die Pull-Down-Widerstände R11/R13 für Q3/Q4 deutlich hochohmiger> (100k> müssten auch noch reichen), weil ansonsten alleine daran 1.6mA verbraten> werden, wenn der Pin high ist. Dann löst sich auch das Problem, dass> R11/R13 zusammen mit R10/12 Spannungsteiler bilden und an der Basis der> Transistoren nur noch die halbe Spannung vom ESP-Pin ankommt.
Sehr wertvoller Tipp und peinlich, dass es mir nicht selbst aufgefallen
ist. Vielen Dank dafür!
dc3yc schrieb:> Der 100µF-Kondi am 3.3V-Eingang des ESP fehlt.
Ich habe mich an dieses Beispiel gehalten
(http://esp8266.github.io/Arduino/versions/2.0.0/doc/boards.html#improved-stability)
und demnach den 100nF Kondensator reingetan. Meinst du ein 100µF ist
wirklich notwendig? Ich habe wenig Erfahrung mit der Dimensionierung und
Wahl von Kondensatoren.
Rufus Τ. F. schrieb:> Die über die Isolationsfräsung des Netzteils gelötete Platine mit> dem ESP8266 drauf gefällt mir irgendwie nicht.
Ich habe die Leiterbahnen etwas umgelegt und die Fräsung weiter zum
Netzteilanschluss geschoben. Du kannst dir die neuere Version auf
EasyEDA anschauen. So gefällt es mir nun auch besser. Danke! :)
Andre schrieb:> Genau sowas läuft doch momentan als Sammelbestellung hier! Sogar> mit> noch mehr Funktionen 230V Eingang.
Hättest du zufällig einen Link dazu? Dann schaue ich mir das auch mal
an. Ich konnte es leider gerade nicht auf Anhieb finden. Trotzdem geht
es mir bei diesem Projekt hier aber auch darum, mal etwas eigenes zu
schaffen und aus potentiellen Fehlern lernen zu können. :)
Danke soweit an die Tipps! Wenn noch jemandem etwas auffällt, lasst es
mich wissen!
Sam W. schrieb:> Stephan schrieb:>> Hättest du zufällig einen Link dazu?>> Beitrag "[Biete] LUANI ESP8266 230V I/O Modul">> Direkt im ersten Abschnitt sind die Links zur Projektseite.
Danke, ich erinnere mich daran, dass ich das Board sogar schon mal
gesehen hatte!
Holger L. schrieb:> Der AMS1117 sollte laut Datenblatt noch einen 22µF Tantal am> Ausgang> gesponsert bekommen.
Danke, meinst du es geht auch ein Keramikkondensator? Die sind etwas
kleiner und würden mir besser auf's Board passen.
Stephan schrieb:> Danke, meinst du es geht auch ein Keramikkondensator? Die sind etwas> kleiner und würden mir besser auf's Board passen.
Sorry, vergiss' das. Habe µ und n verwechselt!
Rufus Τ. F. schrieb:> Die über die Isolationsfräsung des Netzteils gelötete Platine mit dem> ESP8266 drauf gefällt mir irgendwie nicht.
Ich finde es spannender, wie das Schaltnetzteil so direkt beim Funkmodul
sitzt. Es würde mich nicht wundern, wenn da das Eine den Anderen
irgendwie störend beeinflusst. Und deshalb das Funkodul ab&an
irgendwie spinnt oder hin&wieder der ACDC Wandler seltsame Dinge
macht...
>> Der 100µF-Kondi am 3.3V-Eingang des ESP fehlt.Stephan schrieb:> Meinst du ein 100µF ist wirklich notwendig?
100% sicher. Wenn nicht 100µF, dann 220µF. Auf jeden Fall nicht weniger
als 100µF.
>> Der 100µF-Kondi am 3.3V-Eingang des ESP fehlt.Stephan schrieb:> Meinst du ein 100µF ist wirklich notwendig?
100% sicher. Wenn nicht 100µF, dann 220µF. Auf jeden Fall nicht weniger
als 100µF. Bedenke bei Keramischen Kondensatoren, dass deren Kapazität
von der Spannung abhängt.
Stephan schrieb:> Die netzstromführenden Leiterbahnen sollen mit Lötzinn verstärkt werden.
Die würde ich lieber isolieren, auch wenn ein Fehlerfall jetzt noch
nicht bekannt ist.
Zur Verstärkung sind evtl. andere Maßnahmen sinnvoller. Siehe:
https://www.mikrocontroller.net/articles/Leiterbahnbreite
Lothar M. schrieb:> Rufus Τ. F. schrieb:>> Die über die Isolationsfräsung des Netzteils gelötete Platine mit dem>> ESP8266 drauf gefällt mir irgendwie nicht.> Ich finde es spannender, wie das Schaltnetzteil so direkt beim Funkmodul> sitzt. Es würde mich nicht wundern, wenn da das Eine den Anderen> irgendwie störend beeinflusst. Und deshalb das Funkodul ab&an> irgendwie spinnt oder hin&wieder der ACDC Wandler seltsame Dinge> macht...
Ich habe den ESP8266 nun gedreht und die Leiterbahnen alle neu verlegt.
Ich hatte schon die gleichen Bedenken wie du, nur habe ich es bei
ähnlichen Produkten genau so gesehen und war daher davon ausgegangen,
dass es schon passen wird.
Stefanus F. schrieb:> 100% sicher. Wenn nicht 100µF, dann 220µF. Auf jeden Fall nicht weniger> als 100µF. Bedenke bei Keramischen Kondensatoren, dass deren Kapazität> von der Spannung abhängt.
Ich werde ihn dann hinzufügen. Danke!
Tuxpilot schrieb:> Stephan schrieb:>> Die netzstromführenden Leiterbahnen sollen mit Lötzinn verstärkt werden.>> Die würde ich lieber isolieren, auch wenn ein Fehlerfall jetzt noch> nicht bekannt ist.>> Zur Verstärkung sind evtl. andere Maßnahmen sinnvoller. Siehe:> https://www.mikrocontroller.net/articles/Leiterbahnbreite
Das ist ein sehr guter Link. Ich werde mich mal noch weiter hier auf
mikrocontroller.net einlesen. Danke!
Stephan schrieb:> Ich würde mich über jedes Feedback freuen! :)
ich würde P1 auf 9pin bauen und einen als Kodierung auslassen, dann kann
man von oben oder unten verpolsicher einen Stecker nutzen.
kommt halt drauf an ob man ausgebaut oder eingebaut ran möchte/muss
später.
oder man programmiert den gleich auf OTA einmalig wenn der Platz reicht.
Auch möglich aber teuer, einen Recom Wandler für die UP Dose nutzen
https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41NXhrDw2fL.jpg
gibt es für 3,3V 5V 12V
https://www.amazon.de/RECOM-DC-Unterputz-Netzteil-RAC03-12SER-277-250/dp/B072MPZ4ZS
dann braucht man keinen auf deiner Platine und du hast mehr Platz und
dort keine 230V
Mit P1 meinst du die Pinleiste? Im EasyEDA Link kannst du sehen dass ich
die Pinleiste mittlerweile ausgetauscht habe. Aus Platzgründen kann ich
jetzt nicht mehr so einfach eine ganze Reihe damit belegen.
Die Software soll später über OTA aktualisiert werden können. Ich habe
mich jetzt dazu entschlossen zum einmaligen Programmieren einfache Pads
mit Loch zu nutzen. Die Anschlüsse für den Lichtschalter werden dann
über Pinheader realisiert.
Das Recomnetzteil habe ich auch gesehen, aber war mir etwas zu teuer.
Eine gute Lösung wäre das allerdings sicherlich auch! Also danke für den
Hinweis!
Der EasyEDA Link ist leider momentan nicht immer ganz aussagekräftig
über meine derzeitigen Pläne, da ich mich momentan noch regelmäßig
umentscheide bezüglich des Layouts und nebenbei auch noch an der Uni
beschäftigt bin und daher nicht durchgehend Zeit habe.