Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Günstiger Speicherbaustein ab 100MB?


von Martin S. (martin_x)


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Hallo!

Ich benötige für ein Projekt jede Menge sehr günstige Speicherbausteine 
mit einer Kapazität von ca. 100MB. SD Karten sind ja in der Regel größer 
und relativ teuer. Reine NAND-Flash-Speicher scheiden leider aus, da sie 
16 Leitungen benötigen und das in dem Projekt nicht umzusetzen wäre. 
Welche Art von Speicher gibt es noch, der langlebig ist und zugleich 
sehr preiswert? Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle. Der Speicher 
darf natürlich auch größer sein, aber eben billig.

Würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann!

Viele Grüße

Martin

von Sebastian S. (amateur)


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>Welche Art von Speicher gibt es noch, der langlebig ist und zugleich
>sehr preiswert?
Ohne Info zum Drum-Herum würde ich sagen: Stein.
Die Memos der alten Ägypter haben sehr lange gehalten.

von Falk B. (falk)


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Martin S. schrieb:
> Hallo!
>
> Ich benötige für ein Projekt jede Menge sehr günstige Speicherbausteine
> mit einer Kapazität von ca. 100MB. SD Karten sind ja in der Regel größer
> und relativ teuer.

Nö. Nimm die kleinsten und billigsten die du noch finden kannst, 
vielleicht mit 1-4GB und gut.

> Reine NAND-Flash-Speicher scheiden leider aus, da sie
> 16 Leitungen benötigen und das in dem Projekt nicht umzusetzen wäre.

Es gibt auch seriellen Flash, aber bei 100 MB ist der teuerer als ne 
SD-Karte. Es gibt die auch als Chip, nennt sich dann eMMC Speicher.

> Welche Art von Speicher gibt es noch, der langlebig ist und zugleich
> sehr preiswert?

Wie langlebig? Wie preiswert? 1 Euro?

von Thomas (Gast)


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SanDisk 4Gb - 4,68 Eur, ebay. Ist das teuer ?

von Jim M. (turboj)


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Martin S. schrieb:
> Reine NAND-Flash-Speicher scheiden leider aus, da sie
> 16 Leitungen benötigen und das in dem Projekt nicht umzusetzen wäre.

Es gäbe NAND mit SPI Ansteuerung, aber bei >=100MByte ist diese Art der 
Ansteuerung eher lahm.


Billiger als (Micro-)SD Karte geht kaum, denn dort wird ungetesteter 
Flash verwendet mit einem integrierten Controller der die Fehler 
rausrechnen soll(te).

Getestete Flash Chips im 100MByte Bereich können durchaus teurer sein 
als µSD mit so 8 GB Speicherplatz.

Ansonsten gäbe es auch noch eMMC, aber da wurde SPI ab Spec 4.5 oder 4.6 
aus dem Standard rausgeschmissen. Wäre also nur eine Option wenn 
Hardware Support vorhanden ist.

von Alex D. (daum)


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Martin S. schrieb:
> Reine NAND-Flash-Speicher scheiden leider aus, da sie
> 16 Leitungen benötigen und das in dem Projekt nicht umzusetzen wäre.

Es gibt auch SPI NAND-Flash, damit brauchst du nur 4 Leitungen, gibts 
bei mouser bis 4Gb (512MB).

Falls SPI zu langsam ist gibt es auch Dual/Quad SPI, damit erreichst du 
höhere Bandbreiten und manche größere µC haben auch entsprechende 
Interfaces.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Martin S. schrieb:
> Würde mich freuen, wenn mir jemand helfen kann!
Mach doch bitte mal an die Kriterien "billig, langlebig und langsam" 
Zahlen dran.

von Stefan F. (Gast)


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Martin S. schrieb:
> SD Karten sind ja in der Regel größer und relativ teuer.

Nein. Wenn wir heute von SD Karten reden, geht es meistens um Micro-SD 
Karten, die sind sehr klein. Und billiger ist kein anderes 
Speichermedium im Megabyte Bereich.

Langlebigkeit erreichst du durch Wearl-Levelling und verzögertem 
blockweisem Schreiben. Wenn du z.B. eine 128GB Karte zum Speichern von 
100MB verwendest, kannst du sie unterm Strich 1000 mal so oft 
beschrieben, als wenn die Karte gerade ausreichend gross ist.

von Falk B. (falk)


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Stefanus F. schrieb:
> Langlebigkeit erreichst du durch Wearl-Levelling und verzögertem
> blockweisem Schreiben. Wenn du z.B. eine 128GB Karte zum Speichern von
> 100MB verwendest, kannst du sie unterm Strich 1000 mal so oft
> beschrieben, als wenn die Karte gerade ausreichend gross ist.

Er braucht keine 128GB Karte, um 100MB ausreichend oft speichern zu 
können, zumal er schreibt, daß die Geschwindigkeit egal ist. D.h. es ist 
nur eine sehr geringe Datenrate über einen vermutlich längeren Zeitraum, 
wird wahrscheinlich der 1001 Datenlogger. Auch eine kleine 4GB Karte 
kann man mit 100MB 40 mal beschreiben, dann hat jede Zelle gerade mal 1 
Löschzyklus hinter sich. Wenn man mal konservativ von 1000 Löschzyklen 
ausgeht, was bei SSDs mit MLC oder TLC Technologie so als Orientierung 
angesehen wird, sind das schlappe 40 X 1000 x 100MB = 4 Terabyte die man 
da draufschreiben kann! Das macht bei 10kB/s schlappe 12,7 JAHRE 
Schreibzeit. Ich wette, der OP hat nicht mal ansatzweise soviele Daten 
zu schreiben. Und das auf eine nach heutigen Maßstäben WINZIGE SD-Karte. 
Außerdem, warum sagst du den leuten nicht, daß sie bei Benutzung einer 
SD-Karte KEIN Wear LEveling selber machen müssen, denn das macht die 
Karte schon! Das ist ein riesiger Vorteil!

Also, man muss nicht immer gleich zur speichertechnischen Atombombe 
greifen und den größten verfügbaren Speicher auf jedes noch so kleine 
Problem werfen. Mal bissel Ruhe reinbringen und und nachrechnen ist 
deutlich zielführender.

Und gerade für Einzel- und Kleinstückzahlen lohnt es sich keine Sekunde, 
einen blanken Flashspeicher nutzen zu wollen. Der Aufwand für die 
Ansteuerung, Verwaltung und das Wear Leveling lohnen sich keine Sekunde. 
Eine SD-Karte kann man mit jedem X-bleibeigen uC per SPI mit wenig Pins 
und Aufwand ansteuern. Das zu eine der vielen FAT-Libryries und fertig 
ist die Laube. Einfacher und komfortabler geht es nicht!

von Stefan F. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> Außerdem, warum sagst du den leuten nicht, daß sie bei Benutzung einer
> SD-Karte KEIN Wear LEveling selber machen müssen, denn das macht die
> Karte schon! Das ist ein riesiger Vorteil!

Ja, das hätte ich schreiben sollen. Stimmt.

Deine Annahme, wie viele Daten er wie oft schreibt, finde ich allerdings 
ziemlich mutig. Dazu hat er selbst nämlich nichts geschrieben, ausser:

> Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle.

Vermutlich meinte er damit, der langsamste ihm bekannte Speicher 
ausreichen wird. Wie langsam das ist, weiss kein Mensch.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Stefanus F. schrieb:
> Langlebigkeit erreichst du durch Wearl-Levelling

Das machen SD-Karten selbst, da muss man sich nicht drum kümmern.

von Christopher J. (christopher_j23)


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SPI-NAND-Flash, z.B. 1Gb 1,73€ bei Abnahme einer ganzen Rolle: 
https://www.digikey.de/product-detail/de/winbond-electronics/W25N01GVZEIG-TR/W25N01GVZEIGTR-ND/5803931

Dazu dann ein passendes FS mit wear-leveling:
https://github.com/pellepl/spiffs

von Martin S. (martin_x)


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Vielen Dank schon mal bis dahin ... hier die Antworten auf die Fragen:

Auf dem Speicher sollen mp3-Dateien gespeichert und abgespielt werden, 
d.h. es geht maximal um Datenraten von 192 kBit/s.

"Billig" bedeutet unter 1€/Speicher. Mikro-SD-Karten mit 256MB habe ich 
schon zu diesem Preis bekommen, allerdings als Asia-Import.

"Langlebig" meint, dass sie einige tausend Lese- und Schreibzyklen 
aushalten.

von Falk B. (falk)


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Martin S. schrieb:

> Auf dem Speicher sollen mp3-Dateien gespeichert und abgespielt werden,
> d.h. es geht maximal um Datenraten von 192 kBit/s.

Das Speichern geschieht nur einmalig und ist eher zeitunkritisch. Das 
Abspielen mit 192 kBit/s ist trivial.

> "Billig" bedeutet unter 1€/Speicher. Mikro-SD-Karten mit 256MB habe ich
> schon zu diesem Preis bekommen, allerdings als Asia-Import.

Das wird wioe oben zu sehen selbst mit den billigen NAND-Flash eng, denn 
selbst die kosten 1,80 bei 128MB.

> "Langlebig" meint, dass sie einige tausend Lese- und Schreibzyklen
> aushalten.

Trivial. Die Anzahl der Lesezyklen ist praktisch unbegrenzt. Ok, beim 
Schreiben muss man schon aufpassen und ein Minimum an wear leveling 
einbauen.

von Stefan F. (Gast)


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Rufus Τ. F. schrieb:
>> Langlebigkeit erreichst du durch Wearl-Levelling
> Das machen SD-Karten selbst, da muss man sich nicht drum kümmern.

Kann man nicht oft genug wiederholen, nicht wahr?

von Stefan F. (Gast)


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Falk B. schrieb:
> D.h. es ist
> nur eine sehr geringe Datenrate über einen vermutlich längeren Zeitraum,
> wird wahrscheinlich der 1001 Datenlogger.

Martin S. schrieb:
> mp3-Dateien ... es geht maximal um Datenraten von 192 kBit/s.
> Billig" bedeutet unter 1€/Speicher.
> "Langlebig" meint, dass sie einige tausend Lese- und Schreibzyklen aushalten.

Salamitaktik ist super, trägt voll dazu bei, dass sich niemand aufregt.

von 900ss (900ss)


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Christopher J. schrieb:
> SPI-NAND-Flash, z.B. 1Gb 1,73€ bei Abnahme einer ganzen Rolle:
> 
https://www.digikey.de/product-detail/de/winbond-electronics/W25N01GVZEIG-TR/W25N01GVZEIGTR-ND/5803931
>
> Dazu dann ein passendes FS mit wear-leveling:
> https://github.com/pellepl/spiffs

Der Speicher kann mit dem SPIFFS nicht ansteuert werden da der Flash ein 
NAND-Flash ist,  das Filesystem aber für NOR-Flash geschrieben.

von soso... (Gast)


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NOR-Flash.

Wie die N25Q-Serie:
https://www.micron.com/products/nor-flash/serial-nor-flash
SPI, und kein Management nötig.

von 900ss (900ss)


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soso... schrieb:
> NOR-Flash.
>
> Wie die N25Q-Serie:
> https://www.micron.com/products/nor-flash/serial-nor-flash
> SPI, und kein Management nötig.

Falls Du mein Posting meinst,  der Link auf dern Speicher, auf den ich 
mich bezogen habe, ist NAND-Flash. Da geht das nicht mit SP FFS. Mit 
NOR-Flash geht es natürlich.

von HyperMario (Gast)


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Falk B. schrieb:
>> "Billig" bedeutet unter 1€/Speicher. Mikro-SD-Karten mit 256MB habe ich
>> schon zu diesem Preis bekommen, allerdings als Asia-Import.

Was allerdings rechtlich fragwürdig ist da dadurch die 
Urheberrechtsabgaben umgangen werden.

"Seit dem 01. Juli 2012 sind diese Gebühren stark angestiegen. Vor dem 
01. Juli 2012 betrug die Abgabe für jeden beliebigen USB-Stick egal 
welcher Größe nur 10 Eurocent. Seit den 01. Juli 2012 liegen die Abgaben 
für einen Speicherstick bis 4 Gigabyte bei 91 Eurocent, für einen Stick 
ab 8 Gigabyte müssen seit dem satte 1,56 Euro entrichtet werden. Die 
Abgaben sind dazu auch noch mehrwertsteuerpflichtig."

Willkommen im Feudal- und Willkürstaat.

von Stefan F. (Gast)


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Im Zeitalter von Spotify, Napster und Co halte ich diese Gebühr nicht 
mehr für zeitgemäss. Eigentlich war ich nie einverstanden, weil dadurch 
alle Bürger kriminalisiert werden und man dennoch die meisten Sachen 
(wegen Kopierschutz) nicht kopieren durfte.

von Christopher J. (christopher_j23)


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900ss D. schrieb:
> Der Speicher kann mit dem SPIFFS nicht ansteuert werden da der Flash ein
> NAND-Flash ist,  das Filesystem aber für NOR-Flash geschrieben.

Ups, hab ich glatt übersehen. Dann sollte es aber mit yaffs gehen.

von Martin S. (martin_x)


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> Und gerade für Einzel- und Kleinstückzahlen lohnt es sich keine Sekunde,
> einen blanken Flashspeicher nutzen zu wollen. Der Aufwand für die
> Ansteuerung, Verwaltung und das Wear Leveling lohnen sich keine Sekunde.
> Eine SD-Karte kann man mit jedem X-bleibeigen uC per SPI mit wenig Pins
> und Aufwand ansteuern. Das zu eine der vielen FAT-Libryries und fertig
> ist die Laube. Einfacher und komfortabler geht es nicht!


Danke für die ausführliche Antwort! Ziel ist eine große Stückzahl und 
wir nutzen einen Chip, der über einen NAND-Controller verfügt, von daher 
hätte man damit arbeiten können - wären da nicht die 16 Leitungen. Die 
oben erwähnten SPI-NANDs werde ich mir mal ansehen, vielleicht ist das 
etwas, aber offenbar auch teurer als fertige SD Karten.

von Martin S. (martin_x)


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HyperMario schrieb:
> Was allerdings rechtlich fragwürdig ist da dadurch die
> Urheberrechtsabgaben umgangen werden.
>
> "Seit dem 01. Juli 2012 sind diese Gebühren stark angestiegen. Vor dem
> 01. Juli 2012 betrug die Abgabe für jeden beliebigen USB-Stick egal
> welcher Größe nur 10 Eurocent. Seit den 01. Juli 2012 liegen die Abgaben
> für einen Speicherstick bis 4 Gigabyte bei 91 Eurocent, für einen Stick
> ab 8 Gigabyte müssen seit dem satte 1,56 Euro entrichtet werden. Die
> Abgaben sind dazu auch noch mehrwertsteuerpflichtig."
>
> Willkommen im Feudal- und Willkürstaat.

..Danke für den Hinweis, das hatte ich gar nicht auf dem Schirm!

von c-hater (Gast)


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Martin S. schrieb:

> Ich benötige für ein Projekt jede Menge sehr günstige Speicherbausteine
> mit einer Kapazität von ca. 100MB. SD Karten sind ja in der Regel größer
> und relativ teuer.

Nein, sind sie nicht. Du wirst nix finden, was im Verhältnis zur 
Kapazität billiger ist (jedenfalls, solange du nicht in wenigstens 
100.000er Stückzahlen einkaufen gehst).

Und zwar mit so weitem Abstand nicht, dass man die Überdimensionierung 
der Kapazität in Größenordnungen akzeptieren (und sinnvollerweise zur 
Erweiterung der "Haltbarkeit" verwenden) kann...

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Stefanus F. schrieb:
> Rufus Τ. F. schrieb:
>>> Langlebigkeit erreichst du durch Wearl-Levelling
>> Das machen SD-Karten selbst, da muss man sich nicht drum kümmern.
> Kann man nicht oft genug wiederholen, nicht wahr?
Weiß offenbar noch nicht jeder.
Und dann sicher auch nicht, dass es unterschiedlich gute 
Wearlevel-Strategien gibt.
Ich verwende keine billigen Noname-Consumer-SD-Karten. Dafür ist mir der 
Aufwand zur "Datengewinnung" zu hoch, denn die Dinger vergessen sogar 
ihre Firmware, wenn sie mal ein paar Monate im Schreibtisch gelegen 
haben...

von Rolf M. (rmagnus)


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Stefanus F. schrieb:
> Im Zeitalter von Spotify, Napster und Co halte ich diese Gebühr nicht
> mehr für zeitgemäss. Eigentlich war ich nie einverstanden, weil dadurch
> alle Bürger kriminalisiert werden

Die Urheberrechtsabgabe ist (zuminmdest offiziell) nicht für die 
illegalen, sondern für legale Kopien gedacht. Gekaufte Musikstücke darf 
man ja z.B. durchaus legal Freunden weitergeben. Und das wird über die 
Abgabe abgegolten. Aber…

> und man dennoch die meisten Sachen (wegen Kopierschutz) nicht kopieren
> durfte.

… das ist dann das Problem bei der Sache. Der Kopierschutz verhindert 
nicht nur illegale, sondern auch legale Kopien, für die man über die 
Urheberrechtsabgabe ja eigentlich sogar bezahlt hat. Da sieht man, was 
eine gute Lobby erreichen kann.

von Stefan F. (Gast)


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Eben das meine ich. Wenn ich schon pauschal Gebühren für Kopien bezahlen 
muss, dann will ich auch pauschal jede Musik und jeden Film offiziell 
kopieren dürfen.

von Percy N. (vox_bovi)


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Und jeder, der seinen Führerschein, seinen Rentenbescheid oder sein 
Freischwimmerzeugnis fotokopiert, darf dafür an die VG Wort abdrücken. 
Ich möchte lieber nicht wissen, was unsere Wortgewalttäter jährlich so 
an deutschen Notariaten und Anwaltsbüros verdienen (nahezu die gleiche 
Branche).

von Rolf M. (rmagnus)


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Percy N. schrieb:
> Und jeder, der seinen Führerschein, seinen Rentenbescheid oder sein
> Freischwimmerzeugnis fotokopiert, darf dafür an die VG Wort abdrücken.

Ja, das Konzept ist ähnlich gangsterhaft wie bei der GEZ. Man bezahlt 
nicht dafür, dass man es tut, sondern dafür, dass man es theoretisch tun 
könnte.

von wendelsberg (Gast)


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Rolf M. schrieb:
> Ja, das Konzept ist ähnlich gangsterhaft wie bei der GEZ. Man bezahlt
> nicht dafür, dass man es tut, sondern dafür, dass man es theoretisch tun
> könnte.

Nein, das ist nicht vergleichbar.

Fuer beides musst Du zahlen.

- Du koenntest und duerftest 24h/Tag Fernsehen.

- Du darfst nicht alles legal kopieren, das ist zumindest teilweise 
verboten. Dass die Bezahlpflicht und die Verbote von der gleichen Lobby 
durchgesetzt wurden ist der eigentliche Skandal.

wendelsberg

von Rolf M. (rmagnus)


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wendelsberg schrieb:
> - Du darfst nicht alles legal kopieren, das ist zumindest teilweise
> verboten.

Wie gesagt: Die Urheberrechtsabgabe ist eigentlich nur für die legalen 
Kopien.

> Dass die Bezahlpflicht und die Verbote von der gleichen Lobby
> durchgesetzt wurden ist der eigentliche Skandal.

Der Skandal ist, dass mir das Urheberrechtsgesetz mein Recht indirekt 
durch die Hintertür aushebelt. Ich darf bestimmte Kopien machen, und 
über die Urheberrechtsabgabe zahle ich sogar Geld für dieses Recht, aber 
bei kopiergeschütztem Material geht das entweder gar nicht oder nur, 
indem ich den Kopierschutz umgehe. Aber das wiederum ist verboten.
Für mich ein kapitaler Gesetzesfehler, aber wenn man die richtige Lobby 
hat, kriegt man auch sowas durch.

von U. M. (oeletronika)


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Hallo,
> Martin S. schrieb:
> Ich benötige für ein Projekt jede Menge sehr günstige Speicherbausteine
> mit einer Kapazität von ca. 100MB.
Also z.B. Flash 1GBit (128MBit x 8)

> Reine NAND-Flash-Speicher scheiden leider aus, da sie
> 16 Leitungen benötigen und das in dem Projekt nicht umzusetzen wäre.
Unsinn. SPI-Flash braucht nur 4 Leitungen (MoSi, Miso,Clk, CS).
Evtl. ist eh schon ein SPI-BUS vorhanden, dann reicht die eine 
CS-Leitung.

> Welche Art von Speicher gibt es noch, der langlebig ist und zugleich
> sehr preiswert? Die Geschwindigkeit spielt keine Rolle. Der Speicher
> darf natürlich auch größer sein, aber eben billig.
z.B. W25N01GVZEIG (ab. ca. 1,70 bei 1000er Stückzahlen).
https://www.mouser.de/ProductDetail/Winbond/W25N01GVZEIG-TR?qs=qSfuJ%252bfl%2fd6niBi0Qz1MPg==
Gibt es auch als 2Gbit-Chip in der gleichen Bauform.

Hat allerdings recht lange Lieferzeiten, aber für ein neues Projekt kann 
man da auch einplanen.
Gruß Öletronika

von Aussucher (Gast)


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von Stefan F. (Gast)


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Er wollte 100 Megabyte für unter 1 Euro. Davon sind die Produkte von 
Mouser weit entfernt. Sehr weit sogar.

von Rolf M. (rmagnus)


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Aussucher schrieb:
> Such die was aus:

Und du meinst, er kriegt die 100 MB in einem 32-Mbit-Flash unter?

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