Hallo,
Aldi hatte heute 19m Gummiverlängerungskabel für 8,99.
Da hab ich mal eins mitgenommen. Drauf steht zwar 1,5 mm², aber
bekanntlich ist Papier geduldig und der Chinese kreativ, wenn es um
Langnasen geht.
Kann ich die Kupferdicke prüfen, ohne das Kabel zu zerstören?
Du könntest den Widerstand messen. Mit dem Labornetzteil z.B. 2A
durchschicken und die Spannung messen, dann den Widerstand berechnen.
Dann mit dem spezifischen Widerstand von Kupfer den Querschnitt
ausrechnen.
*Querschnitt. Bei Kupferdicke dachte ich jetzt an die Leiterbahnstärke
auf Platinen.
Aber ja, Konstantstrom durchschicken, Spannung über die Leitung messen,
daraus den Widerstand berechnen und dann die Formel für den
Leiungswiderstand nach Querschnitt umstellen, einsetzen, schlauer sein.
Lotte Ohm schrieb:> Messknecht schrieb:>> Mit nachmessen wird das nichts>> Wieso nicht? Mit passendem Messverfahren wird das sicher was.
Dann frag mal Opa Ohm.
Bis die Theoretiker das beste Messverfahren ausgekaspert haben
(Übergangswiderstände über die Kontakte und die Crimpungen nicht
vergessen!) würde ich einfach einen dicken Heizlüfter (oder zwei)
anschließen, auf Vollast laufen lassen und das Kabel um meinen Arm
wickeln. Wenn es warm wird ist es schlecht. Oder wenn gar der Stecker
oder die Kupplung warm wird.
Denn 1,5mm² auf 20m sind gerade mal 0,23 Ohm. Und wieder zurück sind
nochmal 0,23 Ohm zusammen mit max. 16A ergibt das dann gerade mal 4W. Da
darf also noch nichts großartig warm werden...
Messknecht schrieb:> Lotte Ohm schrieb:>> Messknecht schrieb:>>> Mit nachmessen wird das nichts>>>> Wieso nicht? Mit passendem Messverfahren wird das sicher was.>> Dann frag mal Opa Ohm.
Opa Ohm sagt Kupfer hat einen Spezifischen Widerstand von 0,0171
Ohm*mm²/m.
Das bedeutet für deine Verlängerung von 19m einen Widerstand von 0,2166
Ohm bei 1,5mm².
Entweder du hast ein genaues Ohmmeter, oder du misst den Spannungsabfall
von ca 0,95V bei Belastung mit einem 1000W Strahler
Freund von Opa Ohm schrieb:> oder du misst den Spannungsabfall von ca 0,95V bei Belastung mit einem> 1000W Strahler
Der dann natürlich auch wie erwähnt wegen der lausigen Kontakte
auftreten könnte... ;-)
Schlumpf schrieb:> Seine Frage war ja nicht, ob das Kabel gut oder schlecht ist, sondern> wie er zerstörungsfrei den Querschnitt ermitteln kann.
Nein, seine Frage war, wie "dick" das Kupfer ist. Was er aber
eigentlich wissen will, ist, ob das Kabel etwas taugt.
Freund von Opa Ohm schrieb:> Das bedeutet für deine Verlängerung von 19m einen Widerstand von 0,2166> Ohm bei 1,5mm².> Entweder du hast ein genaues Ohmmeter, oder du misst den Spannungsabfall> von ca 0,95V bei Belastung mit einem 1000W Strahler
Sind bei 2A Konstanstrom aus einem Labornetzteil immerhin 430mV, das
kann man mit einem einfachen Multimeter bequem messen.
Und das Ergebnis muss ja auch nicht 1.5000mm² sein, ein bisschen
Messfehler ist hier ja eher unkritisch.
Lothar M. schrieb:> Was er aber> eigentlich wissen will, ist, ob das Kabel etwas taugt.
Das ist das, was du in seine Frage hineininterpretierst.
Aber es ist nicht das, was er gefragt hat.
Lothar M. schrieb:> Freund von Opa Ohm schrieb:>> oder du misst den Spannungsabfall von ca 0,95V bei Belastung mit einem>> 1000W Strahler> Der dann natürlich auch wie erwähnt wegen der lausigen Kontakte> auftreten könnte... ;-)
Na dann nimmst eben 2 Strahler, einmal mit einem Strahler als Last
messen, und dann mit beiden als Last messen. Jetzt kannst den
Übergangswiderstand raus rechnen.
Oder du nimmst halt 2 dicke Heizlüfter mit bekannter Leistung. ;)
Lothar M. schrieb:> Denn 1,5mm² auf 20m sind gerade mal 0,23 Ohm. Und wieder zurück sind> nochmal 0,23 Ohm zusammen mit max. 16A ergibt das dann gerade mal 4W. Da> darf also noch nichts großartig warm werden...
Ähhh, heute ein wenig Dyskalkulie im Blut?
1
P = I^2 * R = 16 A^2 * 0,23R = 59W
Macht in Summe eher 120W. Das WIRD warm!
Allerdings erkennt hier auch der oberschlaue Theoretiker, daß 230mOhm
schon recht viel sind und dabei Übergangswiderstände der Stecker, die
real in der Größe von 10mOhm und weniger leigen sollten, kaum ins
Gewicht fallen. Auf jeden Fall erkennt man ein gefälschtes, dünnes
Kabel. 1A Konstantstrom + Multimeter sollten aufzutreiben sein.
Freund von Opa Ohm schrieb:> Na dann nimmst eben 2 Strahler, einmal mit einem Strahler als Last> messen, und dann mit beiden als Last messen. Jetzt kannst den> Übergangswiderstand raus rechnen.
Lass mal die Formel dazu sehen...
Freund von Opa Ohm schrieb:> Na dann nimmst eben 2 Strahler, einmal mit einem Strahler als Last> messen, und dann mit beiden als Last messen. Jetzt kannst den> Übergangswiderstand raus rechnen.> Oder du nimmst halt 2 dicke Heizlüfter mit bekannter Leistung. ;)
Damit könnte man den Innenwiderstand der Quelle messen. Viel mehr aber
auch nicht.
aldi-bruder schrieb:> 19m
Interessante Diskussion.
Ich habe auch einen kleinen Fehler gemacht. Es handelt sich nur um 10,
nicht 19 Meter Kabel... was wahrscheinlich realistischer ist.
Freund von Opa Ohm schrieb:> Das bedeutet für deine Verlängerung von 19m einen Widerstand von 0,2166> Ohm bei 1,5mm².
Na und? Sind bei 2A aus dem Labornetzteil doch 400mV, das kann jedes
Baumarkt-Multimeter.
Ich hab auf die Art schon 2m Kaltgeräteleitungen geprüft - und prompt
die mit den <0.5er Querschnitten aussortiert.
Karl K. schrieb:> Freund von Opa Ohm schrieb:>> Das bedeutet für deine Verlängerung von 19m einen Widerstand von 0,2166>> Ohm bei 1,5mm².>> Na und? Sind bei 2A aus dem Labornetzteil doch 400mV, das kann jedes> Baumarkt-Multimeter.>> Ich hab auf die Art schon 2m Kaltgeräteleitungen geprüft - und prompt> die mit den <0.5er Querschnitten aussortiert.
Schade, das waren Winterkabel die nicht einfrieren können.
Karl K. schrieb:> Freund von Opa Ohm schrieb:>> Das bedeutet für deine Verlängerung von 19m einen Widerstand von 0,2166>> Ohm bei 1,5mm².>> Na und? Sind bei 2A aus dem Labornetzteil doch 400mV, das kann jedes> Baumarkt-Multimeter.>> Ich hab auf die Art schon 2m Kaltgeräteleitungen geprüft - und prompt> die mit den <0.5er Querschnitten aussortiert.
Schade, das waren Winterkabel die nicht einfrieren können.
Lothar M. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Macht in Summe eher 120W. Das WIRD warm!> Upps, falsch quadriert... ;-)
Mein Lötkolben hat nur 30 Watt, wunderbar warm um sich die Pfoten zu
verbrennen.
aldi-bruder schrieb:> bekanntlich ist Papier geduldig und der Chinese kreativ, wenn es um> Langnasen geht.>> Kann ich die Kupferdicke prüfen ....
Hat der kreative Chinese denn überhaupt das Wort Kupfer erwähnt?
Es soll ja auch noch andere leitfähige Metalle bzw. Legierungen geben.
Hallo
"Mein Lötkolben hat nur 30 Watt, wunderbar warm um sich die Pfoten zu
verbrennen."
Richtig - aber eben auf einer sehr kleinen Fläche - 30W bei z.B. 10m
Kabel (ganz zu schweigen von 120W bei 16A) sind zwar alles andere als
erstrebenswert dürfte aber vor allem im ausgerollten Zustand mit 3W pro
Meter kein Problem sein, vorausgesetzt natürlich der Querschnitt
verjüngt sich nicht zwischendurch (nichts ist unmöglich...) - selbst 12W
pro Meter ist mit einigen Bauchweh noch hinnehmbar (und wohl auch
erlaubt) die spürt man aber doch schon und ist nun mal Energiewandlung
die keinen Nutzen hat, sondern nur Nachteile (Kabel darf nicht
aufgerollt sein - Isolierstoffe trocknen schneller aus bzw. müssen
hochwertiger sein usw.) bringt.
Wobei man bei Aldi, Lidl und den großen Discountern schon annehmen darf
das die angaben der Realität entsprechen - zu hoch ist die Gefahr von
schlechter Presse.
Vorsicht ist da mehr bei den kleinen unbekannten Läden ,Ramschketten und
unbekannten E-Bay Anbietern geboten die gefühlt mindestens 2mal im Jahr
die Standorte und "echten" Inhaber ihrer Läden ändern bzw. ihren Namen
verändern (E-Bay).
Jemand
Lothar M. schrieb:> Bis die Theoretiker das beste Messverfahren ausgekaspert haben> (Übergangswiderstände über die Kontakte und die Crimpungen nicht> vergessen!)
Wovon redest du?
Lies dich mal etwas über Vierleitermessung schlau.
die Kontaktstifte in SCHUKO-Steckern bestehen heute
gerne mal aus recht dünnem Blech. Besonders bei angepressten Steckern,
die mannicht selbst konfektionieren kann.
Die massiven Stifte werden immer seltener.
Das sind also nur noch Röhrchen,
die innen dann nut mit Plastikverguss ausgefüllt sind.
Hier tut sich bestimmt noch so einiges an Übergangswiderständen auf.
aldi-bruder schrieb:> aldi-bruder schrieb:>> 19m>> Interessante Diskussion.>> Ich habe auch einen kleinen Fehler gemacht. Es handelt sich nur um 10,> nicht 19 Meter Kabel... was wahrscheinlich realistischer ist.
Dachte ich mir schon!
Es gibt doch nur 10m oder 25m.
Es besteht kein Grund, ein preiswertes Kabel zu verkaufen, mit
geringeren Querschnitt.
Alles was von 1,5mm abweicht, ist teurer.
Sei vorsichtig mit deiner verbalen Chinakritik.
In der DDR gab es einen Spruch, "Die DDR ist ein kleines zänkiges
Bergvolk am Rande des Großen Chinesischen Reiches".
Es hat sich zwar etwas nach Westen ausgedehnt, im Grunde stimmt es heute
noch. :-)
michael_ schrieb:> Es besteht kein Grund, ein preiswertes Kabel zu verkaufen, mit> geringeren Querschnitt.
Dafür dass kein Grund besteht, sind die aber recht häufig.
Verlängerungen mit 1,0mm² sind häufig. Verteiler mit 1,0mm² eigentlich
der Standard, was eigentlich auch noch ok ist, und die Kabel sind halt
flexibler. Verteiler mit 0.75mm² gibts auch.
Kaltgeräteleitungen sind meisten 0,75mm², was für die 10A die ein KGS
haben darf auch gerade noch geht. Aber mitunter ist auch 0.5mm² verbaut
und ich hatte letztens beiliegend zu zwei Netzteilen welche mit
irgendwas um die 0.25mm². Das hätte zwar für die Netzteile ausgereicht,
aber da Kaltgerätestecker nunmal auch woanders passen, wo der
Querschnitt nicht reicht, hab ich die gleich entsorgt. War auch eine
bescheidene Adernqualität, ich glaub das war CCA.
Sherlock schrieb:> Es soll ja auch noch andere leitfähige Metalle bzw. Legierungen geben.
Ja, CCA wird auch bei Netzleitungen anscheinend immer beliebter. Bei
Starthilfekabel isses ja schon lange Standard.
Karl K. schrieb:> michael_ schrieb:>> Es besteht kein Grund, ein preiswertes Kabel zu verkaufen, mit>> geringeren Querschnitt.>> Dafür dass kein Grund besteht, sind die aber recht häufig.>> Verlängerungen mit 1,0mm² sind häufig. Verteiler mit 1,0mm² eigentlich> der Standard, was eigentlich auch noch ok ist, und die Kabel sind halt> flexibler. Verteiler mit 0.75mm² gibts auch.
Du redest nur Mist!
Gut, wir treffen uns, kaufen so ein Kabel und messen es an Ort und
Stelle aus.
Warum sollte das Kabel aus China kommen?
Warum immer die China Hetze?
Warum greifen die Moderatoren nicht ein?
Mußte mal sein!
michael_ schrieb:> Du redest nur Mist!> Gut, wir treffen uns, kaufen so ein Kabel und messen es an Ort und> Stelle aus.
Hast Du was am Kopf? Ich muss nicht irgendwo so eine Verlängerung
kaufen, ich hab eine unterm Tisch liegen.
Und es kann durchaus sinnvoll sein, bei kurzen Verlängerungen oder
Verteilungen nur 1.0mm² zu verwenden, weil die Leitungen dann dünner und
flexibler sind. Und 1.0mm² reicht für die Absicherung mit 16A bei
flexibler offener Verlegung einphasig aus. Geht nur nicht bei längeren
Leitungen wegen des Spannungsabfalls.
michael_ schrieb:> Warum sollte das Kabel aus China kommen?> Warum immer die China Hetze?
Hast Du was am Kopf? Hab ich irgendwo was von China geschrieben. Im
Gegenteil, die Verlängerung unter meinem Tisch ist von "Ningbo Kaifeng".
Ups, China.
Aber sie hat VDE Zeichen!
michael_ schrieb:> China Hetze
Hat doch gar nicht stattgefunden.
China kann in der Mehrheit der Fälle qualitativ gleichwertig
produzieren,
wie andere Länder der industriellen Weltspitze (dazu gehört China) auch.
Trotzdem kommt eine Menge nicht den Anforderungen entsprechendes dort
her.
Gerade wird spekuliert/versucht zu verifizieren, ob das hier zutrifft.
Mehr nicht. Es gab weder Haßtiraden noch Liebesgeständnisse.
Deine Sensoren haben eine Fehlfunktion.
Karl K. schrieb:> Aber sie hat VDE Zeichen!
Auf Wunsch bringen die Chinesen jedes Zeichen auf den bestellten
Produkten an (solange die Stückzahl stimmt).
michael_ schrieb:> Warum greifen die Moderatoren nicht ein?
Wo wurde gegen die Forenregeln verstoßen?
Wolfgang schrieb:> Wovon redest du?
Davon, dass kurioserweise die Steckerverbindungen oft wärmer werden, als
die oben vermuteten 10mOhm Übergangswiderstand nahelegen. Und weil das
Kabel nicht zerstört werden soll, wird wohl dieser "Heizwiderstand"
mitgemessen werden müssen.
> Lies dich mal etwas über Vierleitermessung schlau.
Danke, gemacht. Nichts Neues gelernt. Ist immer noch gleich wie im
letzten Jahrtausend.
Falk B. schrieb:> Auf jeden Fall erkennt man ein gefälschtes, dünnes Kabel.
Wenn man es aufschneidet. Im Bild oben eine 1,5mm² Einzelader aus
Deutschland und eine abgeschnittene chinesische 1,5m Gerätezuleitung für
10A. Zweitere hat soweit alle nötigen Prüfzeichen und wurde trotzdem bei
Nennlast schon flach liegend warm bis heiß...
my2ct schrieb:> Auf Wunsch bringen die Chinesen jedes Zeichen auf den bestellten> Produkten an (solange die Stückzahl stimmt).
Die sind ja auch nicht dafür verantwortlich - wenn der Importeur sagt,
baut mir ein Billigkabel und schreibt VDE drauf, dann ist der Importeur
der Kriminelle, nicht der chinesische Hersteller.
Für Chinesen sind erstmal chinesische Gesetze zu befolgen, und wenn sie
Elektroartikel nach Zentralafrika liefern hat der VDE kein
Mitspracherecht.
Damit kein Missverständnis aufkommt: natürlich verlange ich, dass hier
nur vorschriftsgerechte Ware verkauft wird, aber die Welt besteht nicht
nur aus Deutschland. Im Angesicht der elektrischen Infrastruktur in
einem indischen oder südamerikanischen Slum ist so eine Diskussion
völlig wirklichkeitsfremd. Ich habe selbst in einem Hotel im Himalaya
mal mehrere Heizstrahler mit Knoten in der Heizwicklung zum Laufen
gebracht, damit wir nicht erfroren sind, aber das würde ich zuhause
selbstverständlich nicht so machen.
Nebenbei bemerkt, mit Billigware sind die Chinesen nicht auf die
Mondrückseite gelangt. China ist längst eine führende Technologiemacht.
Georg
Wenn man den Meßstrom zweimal durch die Leitung schickt, geht er doch
zweimal mit unterschiedlichen Vorzeichen durch die Kontaktwiderstände,
so dass diese ausgeglichen werden.
duckundweg
Falk B. schrieb:> und dabei Übergangswiderstände der Stecker, die real in der Größe von> 10mOhm und weniger leigen sollten, kaum ins Gewicht fallen.
Ich wusste doch, dass da auch noch irgendwo das Foto dieser 3-fach
Steckerleiste ist... ;-)
georg schrieb:> China ist längst eine führende Technologiemacht.
Nur das Spektrum an Technologie ist im Land genau so breit wie das
Spektrum an Urbanisierung.
Es gibt alles von Slums und Billig-China-Plastiksondermüll bis hin zu
modernsten Großstädten mit Technologiezentren und hochwertigsten
Komponenten, die es eben ermöglichen, zum Mond zu fliegen.
Aber bei einem so großen Land eigentlich kein Wunder, dass die
Bevölkerung nicht homogen ist.
Insgesamt bekommt jeder das, was er bereit ist, zu zahlen.
Billigste Verlängerungsleitungen aus Kerschrottplaste mit ACC? Kein
Problem!
Hochwertigste und modernste Halbleiterfertigungen nach allen möglichen
Standards? Auch kein Problem.
Lothar M. schrieb:> Falk B. schrieb:>> Auf jeden Fall erkennt man ein gefälschtes, dünnes Kabel.> Wenn man es aufschneidet.
Nö, das kann man messen, auch bei erhöhten Übergangswiderständen IM
Stecker.
Im Bild oben eine 1,5mm² Einzelader aus
> Deutschland und eine abgeschnittene chinesische 1,5m Gerätezuleitung für> 10A. Zweitere hat soweit alle nötigen Prüfzeichen und wurde trotzdem bei> Nennlast schon flach liegend warm bis heiß...
Den Unterschied hätte man gemessen.
georg schrieb:> Nebenbei bemerkt, mit Billigware sind die Chinesen nicht auf die> Mondrückseite gelangt. China ist längst eine führende Technologiemacht.
Quark. Sie sind sicher weit gekommen, aber das meiste ist nach wie vor
"nur" der Nachbau. Zur Führung gehört schon ein "bisschen" mehr.
Lothar M. schrieb:> Falk B. schrieb:>> und dabei Übergangswiderstände der Stecker, die real in der Größe von>> 10mOhm und weniger leigen sollten, kaum ins Gewicht fallen.> Ich wusste doch, dass da auch noch irgendwo das Foto dieser 3-fach> Steckerleiste ist... ;-)
Uuuuups. Da haben sie wohl ehemalige Teppichknüpfer in der Fabrik ;-)
Falk B. schrieb:> Den Unterschied hätte man gemessen.Den musste man nicht messen. Den hat man gerochen... ;-)
Falk B. schrieb:> Nö, das kann man messen, auch bei erhöhten Übergangswiderständen IM> Stecker.
Es geht ja hier nicht unbedingt um solche Extreme wie in meinen Bildern.
Aber man kann eigentlich von aussen nur sagen: "Das Gesamtsystem aus
Stecker+Verbindungen+Kabel ist i.O."
Die eigentliche Frage nach der "Kupferdicke" lässt sich von aussen nicht
zweifelsfrei feststellen...
Falk B. schrieb:> georg schrieb:>> Nebenbei bemerkt, mit Billigware sind die Chinesen nicht auf die>> Mondrückseite gelangt. China ist längst eine führende Technologiemacht.>> Quark. Sie sind sicher weit gekommen, aber das meiste ist nach wie vor> "nur" der Nachbau. Zur Führung gehört schon ein "bisschen" mehr.
Wach auf,
inzwischen haben sie mehr Patente / Jahr als die USA,
und die Forschungs- und Entwiklungsausgaben sind nach den USA
an zweiter Stelle, schon vor Deutschland.
udok schrieb:> Falk B. schrieb:>> georg schrieb:>>> Nebenbei bemerkt, mit Billigware sind die Chinesen nicht auf die>>> Mondrückseite gelangt. China ist längst eine führende Technologiemacht.>>>> Quark. Sie sind sicher weit gekommen, aber das meiste ist nach wie vor>> "nur" der Nachbau. Zur Führung gehört schon ein "bisschen" mehr.>> Wach auf,> inzwischen haben sie mehr Patente / Jahr als die USA,
Ja meine liebe Nevensäge, auch du hast noch nicht erkannt, was Patente
WIRKLICH sind, vor allem heute. Es sind in erster Linie Markt- und
Machtinstrumente, um Konkurrenten das Leben schwer zu machen. Ein
Großteil der Patente hat mit Innovation rein gar nichts zu tun, das ist
nur juristischer Schwachsinn. Die Anzahl der Patente sagt NICHTS über
Innovationen aus!
Quantität != Qualität
> und die Forschungs- und Entwiklungsausgaben sind nach den USA> an zweiter Stelle, schon vor Deutschland.
Das ist gut für China, bedeutet aber noch lange nicht, daß sie
technologisch wirklich führend sind, sondern nur, daß sie dahin kommen
wollen. Werden sie vielleicht, z.B. in der
Flüssigsalzreaktertechnologie. Denn dort haben sie keine ideologischen
Hemmschwellen wie Deutschland.
Und täglich grüsst das Murmeltier :-)
Du magst ja recht haben mit den Patenten, vergisst aber,
dass die sich daraus ergebende wirtschafliche Vormachtstellung
schnell zu einer technologischen Vormachtstellung wird.
Hallo
leider hat sich nun mal der Begriff "Chinaware" leider zu einen
feststehenden Negativbegriff bezüglich billig konstuierter Elektronik
entwickelt.
Das mag moralisch bedenklich und auch ungerecht sein, ist nun aber mal
so.
Letztendlich ist aber jeden bekannt das so ziemlich alle Elektronik im
Konsumerbreich aus China oder andern Fernoststaaten stammt und dabei
auch sehr viel hochwertige Ware ist.
Wenn man sich mal die Bedienungsanleitungen und den ganzen Papierkram
von Elektronikprodukten mit "großen" Namen und einen gewissen Anspruch
gegenüber sich selbst ansieht, sieht man sehr schnell das in der VR
China selbst sehr viel (theoretisch?) Reguliert ist - erkennbar ist das
selbst auf den Papier angegeben werden muss aus welchen Kunststoffen das
Gerät besteht, das diese am Ende ihrer Tage korrekt entsorgt werden
müssen und wahrscheinlich -immer diese lustigen unlesbaren Zeichen :-)
auch das wo und wie.
Klebefilm ist nun mal bei uns "Tesa", der Haartrockner immer der "Fön"
und so einiges mehr - alles streng genommen nicht korrekt aber jeder
weis was gemeint ist.
Billige und schlecht konstruierte Elektronik wird nun halt als Chinaware
bezeichnet - es ist halt so - oder soll noch ein weiterer Kampfplatz für
die Political Correctness eingeführt werden? (Siehe die Entwicklung die
die Schaumküsse hinter sich bringen mussten, was einen mittlerweile
historischen Kinderromanen angetan wird obwohl die Autorin erkennbar
ganz bestimmt nicht aus einer fragwürdigen Ecke kam, das mittlerweile
alles im Personalwesen in weiblicher und Männlicher Form formuliert
werden muss, auch wenn klar ist was gemeint ist und das da keine böser
willen vorliegt usw.)
Jemand
udok schrieb:> Und täglich grüsst das Murmeltier :-)>> Du magst ja recht haben mit den Patenten,
AHA!
> vergisst aber,> dass die sich daraus ergebende wirtschafliche Vormachtstellung> schnell zu einer technologischen Vormachtstellung wird.
Nö, denn gerade solche Leute/Firmen, die nur mit juristischen Tricks und
Spitzfindigkeiten hantieren, sind nicht innovativ. Zumindest nicht im
technischen Sinn. Schau dir Rambus & Co an.
Jemand schrieb:> leider hat sich nun mal der Begriff "Chinaware" leider zu einen> feststehenden Negativbegriff bezüglich billig konstuierter Elektronik> entwickelt.> Das mag moralisch bedenklich und auch ungerecht sein, ist nun aber mal> so.
Das gleiche Problem hatte "Made in Germany" auch, es war ein Warnhinweis
und kein Qualitätsmerkmal.
Wer billig Schrott kauft, braucht sich nicht wundern, wenn er
Billigschrott bekommt. Aber wie du schon sagtest, China kann anders,
sobald die Kunden (Importeure, Marken,...) wollen. Immerhin fallen auch
aktuelle High-End-Smartphones irgendwo in China vom Band. Vermutlich
verstehen chinesische Firmen, die schief zusammengeschraubtes
Plastikspielzeug verkaufen auch nicht, weshalb andere Länder auf den
Mist stehen, aber der Markt ist da und es wäre schön blöd von den
chinesischen Herstellern, den Markt nicht zu bedienen. Angebot und
Nachfrage.
Wenn keiner "Chinaschrott" kaufen würde, würde auch keiner Chinaschrott
herstellen.
Problematisch ist vielleicht nur, dass Mitarbeiter das Günstigste an der
Sache sind und so lange Netze vor den Fenstern bei FoxConn sind, damit
sich die Arbeiter nicht in den Tod stürzen...
Ein weiteres Beispiel des Niedergangs ist die echt peinliche Qualität,
die
Keysight mit dem Dreifachnetzteil E36313A abgeliefert hat.
Massive Überschwinger beim Einschalten, Firmware, die sich
aufhängt, Lüfter die im Standby laufen und 10 Watt verbrauchen...
Einfach nur peinlich, wieviel Hardware und Firmware Bugs
in einem Labornetzteil drinnen sein können.
Äussert sich so technologische Marktführerschaft?
Daran, dass Rigol und Sigilent ähnlichen Schrott um 1/3 des Preises
abliefern, sieht man, dass die Vorherrschaft des
Westens schon gebrochen ist!
Man sieht das auch an der VW Abgas Diskussion, wo doch
der Vorstand geschlossen zurücktreten müsste.
Wir sind ganz schön dekadent und längst am absteigenden Ast...
Ein langer Thread zum E36313a:
https://www.eevblog.com/forum/testgear/e36300-series-programmable-dc-power-supplies-(e36311a-e36312a-e36313a)/
udok schrieb:> Äussert sich so technologische Marktführerschaft?
Nö, das ist billig will ich. Wer weiß, bei welchem Subunternehmer das
Zeug zusammengeschustert wurde.
> Daran, dass Rigol und Sigilent ähnlichen Schrott um 1/3 des Preises> abliefern, sieht man, dass die Vorherrschaft des> Westens schon gebrochen ist!
Jaja, mit Labornetzteilen ;-)
> Man sieht das auch an der VW Abgas Diskussion, wo doch> der Vorstand geschlossen zurücktreten müsste.
Naja.
> Wir sind ganz schön dekadent und längst am absteigenden Ast...
Das stimmt schon eher. Ist vermutlich unvermeidlich. Wenn es der
Gesellschaft zu gut geht, wird sie faul und dekadent.