Hello,
ich baue im Moment eine Lampe, bei der ich über die Stahlseile (ca. 1m
jeweils) die Zuführung zu den LEDs mache.
an der Decke verbaue ich einen Dimmer+Netzteil (12V) - somit alles im
Niederspannungsbereich.
Einzig bei einem überlege ich: die Last-PWM auf dem 1m Stahlseil ist ja
nicht so prickelnd bzgl. Störaussendung - oder fällts das nicht ins
Gewicht?
PWM Frequenz kann ich beeinflussen - hier würde ich etwas höher gehen,
auf ca. 2kHZ.
Zuletzt - sollte ich im Dimmer Ausgangsseitig ein LC Glied einbringen?
Oder mache ich mir bei allem viel zu viele Sorgen?
U/I ist ca. 12V / 2-6A je nach Dimmstufe.
Bonsi schrieb:> PWM Frequenz kann ich beeinflussen - hier würde ich etwas höher gehen,> auf ca. 2kHZ.
Im Vergleich zu den "beliebten Halogentrafos" mit >50kHz dürften die
Störungen vernachlässigbar sein.
Ordentliche dimmbare LED Netzteile geben einen geregelten Gleichstrom
ab.
Ungefilterte PWM ist die billigste und schlechteste Lösung. Im
Fotostudio hilft PWM dabei, die Lichtfarbe konstant zu halten. Im
Wohnzimmer bevorzuge ich die Emissionsarme Lösung.
1. Schrottantwort
2. <<50 kHz scheint gut
3. ~20 kHz gut
4. andere Lösung geht kaum, da nahezu alle LED Streifen 12V haben und
via PWM gedimmt werden. Alternativ wären halt nur WS2*** stripes - aber
auch irgendwie overkill. FÜr die KSQ-Lösung mit Ladungspumpe o.ä. muss
ich wieder an den LED Stripes rumbasteln...
Also, 20kHz und gut ist es? ;)
Würde auch zu der Aussage passen: 50kHz hat lambda/4 bei 1.5m, bei 20kHz
3.75m - also wäre ich mit 10-20kHz wohl ganz gut unterwegs.
...oder?! ;)
Bei deiner lambda Rechnung solltest du nicht vergessen, die Oberwellen
mit einzubeziehen. PWM = Rechteck-Signal also mit annähernd unendlich
vielen Oberwellen, und das ist der Knackpunkt.
Ich hoffe mal du hast noch ein gutes altes Transistorradio.
Einfach auf die gute Mittelwelle schalten und probehoeren.
Und die 2 kHz kannst du ja trotzdem nochmal versuchen.
Vielleicht sind die Stahlseile ja starr genug.
Ein Kondensator wuerde schon helfen, erhoeht aber auch
die Verlustleistung. Der muss ja umgeladen werden.
Viel Erfolg!
Bonsi schrieb:> Einzig bei einem überlege ich: die Last-PWM auf dem 1m Stahlseil ist ja> nicht so prickelnd bzgl. Störaussendung - oder fällts das nicht ins> Gewicht?>> PWM Frequenz kann ich beeinflussen - hier würde ich etwas höher gehen,> auf ca. 2kHZ.
Die um die PWM Frequenz mit ihren 2kHz abzustrahlen, bräuchtest du
Antennen mit mehreren hundert Kilometern Länge. Die Störungen werden
durch die Flankensteilheit, nicht durch die Frequenz verursacht.
Stefanus F. schrieb:> Ordentliche dimmbare LED Netzteile geben einen geregelten Gleichstrom> ab.>> Ungefilterte PWM ist die billigste und schlechteste Lösung. Im> Fotostudio hilft PWM dabei, die Lichtfarbe konstant zu halten. Im> Wohnzimmer bevorzuge ich die Emissionsarme Lösung.
Emmisionsarm klingt ja schön und gut. Nur, wie soll das aussehen? Wie
soll der "geregelte Gleichstrom" aussehen?
Was hab ich mich schon mit dem Dimmen von LEDs rumgeplagt. Und quasi
alle Aussagen gingen in die Richtung: LEDs dimmt man mit PWM!
Die hier verkaufen z.B. wertige LED-Strips usw.:
https://www.led-studien.de/led-betrieb-mit-konstantstrom/
Die KSQ sitzt dabei auf dem Strip. Gedimmt wird per Treiber mit
PWM-Ausgang.
Im übrigen habe ich - wie der TO - die Absicht, in genannter
Konstellation eine Lampe zu bauen.
ich bins schrieb:> Emmisionsarm klingt ja schön und gut. Nur, wie soll das aussehen?
Indem man die LEDs mit Gleichstrom betreibt. Jedes gewöhnliche
Schaltnetzteil liefert Gleichstrom.
Für LED's muss man ledigleich eins verwenden, dass die Stromstärke
regelt, anstatt die Spannung. Das ist wirklich nichts ungewöhnliches,
kriegst du überall, wo man LED Beleuchtungstechnik kaufen kann.
> Und quasi alle Aussagen gingen in die Richtung: LEDs dimmt man mit PWM!
Da wurdest du schlecht beraten. PWM hat den Vorteil, dass der Strom
(wenn er fließt) immer gleich hoch ist. Dadurch erreichst du ein
gleichbleibendes Licht-Spektrum bei wechselnden helligkeiten.
Im Wohnzimmer braucht man das aber nicht. Da kannst du ruhig die
Stromstärke verändern, um die Helligkeit zu ändern. Die Lichtfarbe
ändert sich dabei ein kleines bisschen, aber das war be Glühlampen ja
auch schon immer so (nur viel stärker).
Wenn der PWM Schalter nahe bei der LED ist, hast du nur kurze Leitung,
die wenig Elektromagnetische Störfelder abstrahlen. Bei langen Leitungen
ist ungefilterter PWM kacke.
Es gilt Schaltungen mit Spule und Kondensator, um die PWM zu Glätten.
Aber das ist letztendlich teuer und unnötig, wenn man gleich das
richtige Netzteil verwendet.
ich bins schrieb:> Die KSQ sitzt dabei auf dem Strip. Gedimmt wird per Treiber mit> PWM-Ausgang
Vorsicht, man darf nicht jede KSQ in so kurzen Intervallen ein/aus
schalten. Vergewissere Dich vorher, dass deine LED Streifen damit klar
kommen.
Stefanus: Ich schätze deine Kommentare!
Stefanus F. schrieb:> ich bins schrieb:>> Die KSQ sitzt dabei auf dem Strip. Gedimmt wird per Treiber mit>> PWM-Ausgang>> Vorsicht, man darf nicht jede KSQ in so kurzen Intervallen ein/aus> schalten. Vergewissere Dich vorher, dass deine LED Streifen damit klar> kommen.
Ich zitiere mal vom Support der genannten Quelle:
"Konstantstromtreiber scheiden aus, denn die LED-Stripes werden immer
mit Konstantspannung betrieben.
LED-Stripes sollten immer über Pulsweitenmodulation betrieben werden. Es
gibt hierfür spezielle Treiber, die den Phasenanschnitt eines
TRIAC-Dimmers interpretieren und eine für LED passende PWM erzeugen."
Ja ich weis, Phasenanschnitt ist hier auch unpassend. Muss aber in
meinem Fall sein da entsprechende Dimmaktoren verbaut sind.
https://ltech-led.eu/en/dimmable-cv-drivers/1566-led-triac-dimming-driver.htmlStefanus F. schrieb:> Indem man die LEDs mit Gleichstrom betreibt. Jedes gewöhnliche> Schaltnetzteil liefert Gleichstrom.
Aber nicht zum dimmen. Bzw. geregelt wird gewöhnlich auf Gleichspannung.
Z.B. 12V. Andernfalls möchte ich da mal eine kaufbare Lösung sehen. Also
Treiber mit Eingang für phasenangeschnittene 230V und Ausgang mit
entsprechend gedimmter /dimmbarer Ausgangspannung/Strom. Natürlich mit
passendem LED-Stripe.
Für Downlights / Deckeneinbaustrahler gibt es das. Habe ich auch. Sowas
hat dann die klassischen 350mA oder 700mA Konstantstrom.
Ich verstehe eure KSQ Einwände, nur habe ich da bei meinem 12V LED Strip
schlechte Karten.
Sprich: bisher scheint meine Lösung noch am besten zu sein, bei der
Frequenz scheiden sich die Geister.
Und ob man die störenden Oberwellen einfach mit einigen uH/uF etwas
glätten kann, wurde auch ignoriert.
Bonsi schrieb:> Und ob man die störenden Oberwellen einfach mit einigen uH/uF etwas> glätten kann, wurde auch ignoriert.
Dann lies nochmal, was ich vorher schrieb:
Stefanus F. schrieb:> Ungefilterte PWM ist die billigste und schlechteste Lösung.Stefanus F. schrieb:> Es gilt Schaltungen mit Spule und Kondensator, um die PWM zu Glätten.> Aber das ist letztendlich teuer und unnötig, wenn man gleich das> richtige Netzteil verwendet.
@Stefanus F.
> Es gilt Schaltungen mit Spule und Kondensator, um die PWM zu Glätten.> Aber das ist letztendlich teuer und unnötig, wenn man gleich das> richtige Netzteil verwendet.
Ja, das habe ich schon gelesen. Es gibt auch fertige Leuchten im
Baumarkt. Es gibt auch Kerzen. Es gibt vieles. Konkret?!
Welche Schaltungen? LC-Glied? Typische Dimensionierungen, typische
Frequenzen?
Ich würde nicht Fragen, wenn ich es wüsste. Aber ohne eine Frequenz
(dann simulier ich mir nen LC) oder eine Schaltung (dann rechne ich die
Frequenz rück) oder - Optimalfall - beides, bin ich da, wo ich vorher
war: beim Gedanken machen und keinen Entschluss fassen.
@hinz hupsi, da ist wohl ne Potenz verrutscht. Danke dir!
Ich hatte mal eine kleine Platine mit einem LED-Regler und direkt
angeschlossener LED, also ohne lange Leitungen. Einschalten --> Radio in
4m Entfernung komplett ausgeblendet :-(
Bestückt war die Platine mit einem A6210, LED 12W.
Konkrete Netzteile habe ich Dir genannt.
Wenn du filtern wirst würde ich es mit einem LC Filter erster Ordnung
und einer Grenzfrequenz um 50kHz versuchen, in der Hoffnung, das die
verbleibenden Oberwellen ausreichend reduziert werden.
Stefanus F. schrieb:> Es gilt Schaltungen mit Spule und Kondensator, um die PWM zu Glätten.> Aber das ist letztendlich teuer und unnötig, wenn man gleich das> richtige Netzteil verwendet.
Wenn die PWM hinterher geglättet wird, kannst man sich die PWM auch
gleich schenken und einen Schaltwandler als steuerbare Stromquelle
einbauen.
Nochmal: ein LED-Streifen besteht aus Lauter Parallelen Strängen von
LEDs!
In meinem Fall: 1M Streifen besteht aus 80 Strängen zu je 3LEDs und
einem Widerstand! Was will ich da mit ner KSQ?!
In gewissem Grade könnte ich es über eine steuerbare Spannungsquelle
machen, aber das ist ja auch von hinten durchs Knie.
Bonsi schrieb:> In meinem Fall: 1M Streifen besteht aus 80 Strängen zu je 3LEDs und> einem Widerstand! Was will ich da mit ner KSQ?!
Ach du Schei***, dann haben die Streifen aber einen unterirdisch
schlechten Wirkungsgrad...
> In gewissem Grade könnte ich es über eine steuerbare Spannungsquelle> machen, aber das ist ja auch von hinten durchs Knie.
Das ist nicht "von hinten durchs Knie", sondern der geradlinige Ansatz,
wenn man kein Geflimmer oder Funkstörungen akzeptiert.
Die steuerbare Spannungsquelle muß ja kein Linearregler sein, da kann
man ja auch einen Schaltwandler verbauen.
Wolfgang schrieb:> Wenn die PWM hinterher geglättet wird, kannst man sich die PWM auch> gleich schenken und einen Schaltwandler als steuerbare Stromquelle> einbauen.
Es geht ja nur darum, die Flanken etwas zu verrunden, um die Abstrahlung
hochfrequenter Anteile zu verhindern. Da tuts auch eine kleinere
Ringkerndrossel mit ein paar dutzend µH (33µH-220µH) und kleinem
Kondensator, z.B. 1nF - 10nF als LC Filter.
Ich betreibe LED meistens bei etwa 4kHz PWM, damit es auch aus den
Augenwinkeln und bei schneller Bewegung nicht merkbar flimmert. Dann
sind die Verluste im MOSFet immer noch vernachlässigbar und ein kleiner
Controller hat damit auch noch keine Probleme. (Auch z.B. IRMP läuft
dann parallel ohne Klimmzüge)
ich bins schrieb:> Hat schon mal jemand mit diesem oder einem gleichwertigem Treiber einen> 24V LED-Stripe betrieben? Klappt das?
Die Wahrscheinlichkeit dass hier irgedn wer zufällig genau dieses
Produkt verwendet hat ist sehr gering. Da wird doch alle vier Wochen was
andere Angeboten.
Frage das besser den Händler.
> Wie sieht denn die Ausgangspannung/Strom denn hier wirklich aus?> Sicher, dass da nichts pulst?
Frage das auch den Händler, wenn es in der Produktbeschriebung fehlt.
Wir sind nämlich keine Hellseher und es gibt unendlich viele technische
varianten die unterschiedliche Eigenschaften haben.
Der Ripple gibt an, wie stark die Ausgangsspannung brummt. Kein Ripple
wäre 100% glatt (wie bei einer Batterie).