Hallo
Ich bin auf der Suche nach bezahlbaren Sicherungen für meine Fluke
Multimeter. Speziell such ich Ersatz für die beiden Typen:
DMM-11AR
DMM-44/100-R
Da Ich ausschließlich mit Kleinspannung arbeie, seh ich keinen Grund
über 10 Euro für die Spezialsicherungen zu bezahlen.
Ein Streifen Alufolie drüber und nur noch Batterieschaltungen messen.
Knopfzellen, keine Autobatterien.
Wer Trafostationen oder Galvanikbecken unter Spannung durchpiepst,
stellt so eine Frage gar nicht, weil er die Fluke-Sicherungen als
Schüttgut im Eimer kauft.
Wollvieh W. schrieb:> Ein Streifen Alufolie drüber und nur noch Batterieschaltungen messen.> Knopfzellen, keine Autobatterien.
Oder einfach bei einem teuren Messgerät das Geld für die
Originalsicherungen ausgeben. Dann passiert auch nix wenn mal jemand
anderes mit dem Gerät arbeitet.
@Wollvieh W.
Was für ein unqualifizierter Ratschlag;-(
Luz schrieb:> Ich bin auf der Suche nach bezahlbaren Sicherungen für meine Fluke> Multimeter.
Du sparst einen vermutlich einstelligen Eurobetrag, und das mit der
Gefahr minderwertige Qualität einzubauen.
Bei Reichelt und Conrad scheint es Sicherungen zu geben, die physisch
passen, und auch halbwegs passende elektrische Werte haben (ggf.
niedrigere Abschaltspannung), und die etwas bis deutlich weniger als
10,- kosten.
Dein Fluke - NATÜRLICH hast du das Modell nicht genannt - wird ein CAT
III Messgerät sein, wohl bis 600V. Dessen Sicherungen müssen 6000 bzw.
10000A trennen können. Wenn du CAT III mit CAT II überklebst tun es auch
normale 5x20 Feinsicherungen, zumindest bis zur angegebenen Spannung von
meist nur 250V, die allerdings nicht in den vorhandenen Halter passen,
man müsste einen kleineren einlöten. Die Messbereiche darüber sind nur
noch CAT I.
Aber warum sollte man dann noch stolz von Fluke schreiben ? Besorge dir
die passenden Sicherungen - müssen ja nicht Original von Fluke sein,
kosten trotzdem knapp 10 - und freu dich, dass das Messgerät was taugt.
Mir ist noch nie eine Sicherung in einem Multimeter kaputt gegangen, das
sollte also eine einmalige Anschaffung sein.
Wer schon mal so eine Sicherung hat durchbrennen lassen - genau für den
waren sie auch eingebaut. Du brauchst die Sicherung, gerade du.
Also in meinem Fluke 8024 ist mir einst die teure Sicherung
durchgebrannt ohne daß ich sie benötigt hätte. Das hat eine 2A 5x20 und
eine 3A Hochstrom in Reihe geschaltet.
Binnen der ersten halben Stunde des Ausprobierens eine Spannung gemessen
und das Meßkabel noch bei Strom dringehabt. An irgendetwas lächerlichem,
gebrauchte 1,5V-Mignonzelle oder so. Kein Rauch, Funkenüberschlag oder
peitschende Kabel, sondern nur die HRC stillschweigend durchgebrannt.
Die schwächere kleinere war glaube ich sogar noch intakt.
Seither war die oben schon erwähnte Alufolie drin (ich gebe ja hier
nicht etwa Ratschläge vom grünen Tisch!) Da ich danach niemals den
Anlaufstrom von Bundesbahn-Lokomotiven gemessen habe war mein Leben zu
jeder Zeit perfekt geschützt von dem kleinen Glasdings.
Gerade im Bastelbereich gibt es schon Anwendungen, wo man sich so eine
teure Sicherung schnell zerbläst, ohne daß ihre enorme Schutzwirkung
nötig gewesen wäre. Da nimmt man dann allerdings auch kein Fluke. Und
wer mit Schurz, Visier und Stulpenhandschuhen im Drehstromverteiler
herumfuhrwerkt, fragt nicht in Foren nach günstigen Nachbausicherungen.
Hallo
"Und wer mit Schurz, Visier und Stulpenhandschuhen im Drehstromverteiler
herumfuhrwerkt, fragt nicht in Foren nach günstigen Nachbausicherungen."
Sondern lässt sich diese selbstverständlich auf kosten des Arbeitgebers
liefern (Je nach Typ des zuständigen Vorgesetzten gibt es dann noch
eventuell mit einen dummen Kommentar - dann unbedingt einen
entsprechenden Gegenkommentar geben - oder die entsprechenden Arbeiten
einstellen - nur diese Sprach verstehen diese Zeitgenossen...) bzw. gibt
die Kosten direkt schon vorausschauend an den Kunden weiter und freut
sich wenn man nachher 10 Euro mehr Plus hat...
Jeder kleine Fehler durch eine falsche oder selbst keine Sicherung ist
für den AG oder Auftraggeber deutlich teurerer und das schon weitab vor
irgend einen Unfall.
Leider ist das Privat und im Hobby nun mal nicht gegeben - daher ist
dort so manches (vorerst)nachvollziehbar und sinnvoll was im beruflichen
Umfeld halt gar nicht geht. Auch ist man da eher selten im
Drehstromverteiler unterwegs und äußerst selten den Anlaufstrom von DB
AG Drehstromlokomotiven (die Bundesbahn ist schon "etwas" länger
Geschichte und Drehstromlokomotiven waren zu deren Zeiten noch in der
Minderheit) wobei man sowieso nur über Messwandler misst und somit, wenn
alles so funktioniert wie es soll, auch kein CAT III und größer
notwendig sein sollte - aber bei 15kV (und praktisch auch mal einiges
mehr) in der Umgebung der Wandler, geladenen Kondenstorbänke und auch
Ströme von "etwas" mehr als 10A in der unmittelbaren Nähe möchte (muss
laut BG und VDE ?) man dann doch das Multimeter mit der hohen CAT Klasse
nutzen.
Jemand
Gerd E. schrieb:> Schau mal ob die hier passen:> https://www.welectron.com/Multimeter-Fuses>> Die sind alle < 10 EUR und trotzdem echte HRC-Multimetersicherungen.
Die Original wollte er doch nicht. Und mit den 3,95€ Versand kommst du
dann auch an die 15€ für die Sicherung. Dafür gibts aus China schon nen
gutes Multimeter ;-)
Aber bevor ich da nen Alustreifen reinfummel kaufe ich lieber die 3€
China Sicherung.
Luz schrieb:> Ich bin auf der Suche nach bezahlbaren Sicherungen für meine Fluke> Multimeter.
Bei Pollin gibt es verschiedene 10x38 Sicherungen für ca. 5EUR.
Die würden wohl auch dann sicher trennen, wenn du im Strommess-
bereich beide Akkuklemmen überbrückst. Ob die bei Dir passen,
muzsst Du nachmessen. Manchnal reicht es, die Klemmen etwas
nachzubiegen.
Luz schrieb:>> Da Ich ausschließlich mit Kleinspannung arbeie, seh ich keinen Grund> über 10 Euro für die Spezialsicherungen zu bezahlen.
Könnte worst-case sein, dass die Messschaltung bei Überstrom Schaden
nimmt, wenn die Spezifikation der Sicherung plötzlich eine andere ist.
Verkauf das Messgerät an jemand der fähig ist damit umzugehen... Da
gehören die Sicherungen rein die dafür vorgesehen sind und fertig. Egal
für wie Klug du dich selbst einschätzt....
Wollvieh W. schrieb:> Also in meinem Fluke 8024 ist mir einst die teure Sicherung> durchgebrannt ohne daß ich sie benötigt hätte. Das hat eine 2A 5x20 und> eine 3A Hochstrom in Reihe geschaltet.
Vermutlich war eine der Sicherung falsch gewählt bei der
Reihenschaltung. Damit nicht immer die teure Sicherung ersetzt werden
muß, muss die Standardsicherung einen niedrigeren Auslösestrom aufweisen
und auch mindestens einen Typ "flinker" sein. Gute Geräte haben solche
Reihenschaltungen.
D.h. 3A träge & 2A flink, 3A flink & 2A superflink
Du glaubst aber selbst nicht, dass jemand mit so einem Meßgerät Zugang
zu einer Anlage mit mehr als 500V~ kriegt?
Du darfst nicht von dir ausgehen. Der alltäglich mit so einem Fluke an
einer 2KV Leitung messen tut.
michael_ schrieb:> Du glaubst aber selbst nicht, dass jemand mit so einem Meßgerät Zugang> zu einer Anlage mit mehr als 500V~ kriegt?
Naja, nach Cat Einstufung werden da wohl eher 600 oder 1000V erwartet.
Allerdings denke ich auch, das für mich 500V reichen. Wenn ich irgend-
wann mal demnächst bei Reichelt was bestelle, werde ich mir wohl ein
paar von den Sicherungen für mein Agilent mitbestellen.
> Du darfst nicht von dir ausgehen. Der alltäglich> mit so einem Fluke an einer 2KV Leitung messen tut.
Das habe ich teilweise früher beruflich gemacht. Privat würde
ich höchstens mal die 400V einer Drehstromleitung nnachmessen.
Fluke hat übrigens für mich ein zu schlechtes Preis/leistungs-
verhältnis. Mein Agilent gefällt mir da wesentlich besser,
obwohl ich dessen Genauigkeit wohl kaum ausnutzen werde.