Hallo,
ich möchte ein Abstimmungstool basteln, bei dem eine Anzahl von Leuten
(z.B. 30) eine Fernbedienung mit wenig Tasten (z.B. 4) erhalten und eine
Quizfrage beantworten können. Es soll dann eine Live-Auswertung per
Mikrocontroller erfolgen.
Die Anfordernung an die Fernbedienungen sind:
- Möglichst preiswert (höchstens wenige Euros pro Fernbedienung)
- Wenige Knöpfe (4 wäre ideal)
- Robust (die Batterie sollte nicht entnehmbar sein)
- Es sollte möglich sein mit einem Receiver eine Vielzahl von Signalen
von unterschiedlichen Fernbedienungen zu erhalten.
- Jede Fernbedienung sollte vom Receiver eindeutig identifizierbar sein
Ich habe auf Anhieb folgendes Produkt gefunden. Das Problem damit dürfte
sein, dass man vermutlich nicht verschiedene Fernbedienungen mit einem
Receiver unterscheiden kann.
http://www.rockonsupplier.com/index.php/44-key-rgb-controller-ir-remote-control-with-2-outputs-dc-12v.html
Hat jemand Produktvorschläge?
Vielen Dank
Thomas
Ein IR Empfänger hat grundsätzlich das Problem, das er mehrere
gleichzeitig eintreffende Signale nicht auseinanderhalten, geschweige
denn, sinnvoll dekodieren kann.
Drücken also zwei Teilnehmer zur gleichen Zeit, wird nur Datenmüll
empfangen.
Thomas Fischer schrieb:> - Jede Fernbedienung sollte vom Receiver eindeutig identifizierbar sein
Das ist bei 30 Fernbedienungen durchaus das größte Problem.
Thomas Fischer schrieb:> Hat jemand Produktvorschläge?
Frag bei RTL an, was die bei "Wer wird Millionär" verwenden. Eine Mail
kostet nichts und vielleicht hast du Glück.
Ansonsten: Kreuzfahrt mit AIDA machen und an Bord bei WWM als Zuschauer
teilnehmen und das Abstimmgerät inspizieren. Bei RTL muss man angeblich
lange auf eine Karte warten. Weiterer Vorteil der AIDA Lösung: Hoher
WAF!
Rufus Τ. F. schrieb:>> - Jede Fernbedienung sollte vom Receiver eindeutig identifizierbar sein>> Das ist bei 30 Fernbedienungen durchaus das größte Problem.
Mit 5...10 IR-Fernbedienungen ginge es möglicherweise,
wenn man unterschiedliche Modulationsfrequenzen benutzt.
Die Standard-Fernbedienungs-ICs sind da aber m.W. zu
breitbandig. Man müsste da wohl selbst was selektiveres
bauen. Früher arbeiteten die Modellfernsteuerungen ja
mit unterschiedlichen NF-Frequenzen für die einzelnen
Kanäle. Wenn man die Frequenz für die unterschiedlichen
Sender und eine Pulsmodulation für die vier Tasten benutzt,
sollte es technisch funktionieren. Etwas fertiges wird man
da m.E. nicht bekommen.
.. warum nicht eine App oder einfacher Webseite die per Handy aufgerufen
wird. Einmalig registrieren ... und nach den Abstimmungen , die
Registrierungen wegschmeissen ....
Wenn per Webseite, muss der Anwender nicht mal eine App installieren,
auf Serverseite Node.js , Bootstrap und ne schlanke DB , das ist
schnell gemacht ...
Ausser einem kl. Rechner/VM und nen bischen Software braucht es nichts
Gruß Ingo
Ingo D. schrieb:> .. warum nicht eine App oder einfacher Webseite die per Handy aufgerufen> wird.
Garantiert der Handyprovider wirklich eine Weiterleitung von
Handyanrufen mit ms-Genauigkeit?
Thomas Fischer schrieb:> Die Anfordernung an die Fernbedienungen sind:> - Möglichst preiswert (höchstens wenige Euros pro Fernbedienung)
Unschlagbar:
https://www.pollin.de/p/pc-funkfernbedienung-x10-721815> - Wenige Knöpfe (4 wäre ideal)
Naja, ein paar Knöppe mehr hat sie schon, darunter aber vier farbige.
Das sollte für ein Quiz OK sein. Einerseit: Wessen Eigenintelligenz
nicht genügt, um die vier farbigen Tasten zu benutzen, der solte nicht
an einem Quiz teilnehmen. Andererseits: für Farbenblinde könnte man die
Tasten von 1..4 als Alternative vorsehen. Sinnvoll im Zuge der
Gleichstellung von Behinderten.
> - Robust (die Batterie sollte nicht entnehmbar sein)
Einigermaßen robust ist sie, die Batterie ist allerdings entnehmbar.
Allerdings: kaum eine FB hat keine wechselbare Batterie...
> - Es sollte möglich sein mit einem Receiver eine Vielzahl von Signalen> von unterschiedlichen Fernbedienungen zu erhalten.
Als Empfänger kann man ein generisches 433MHz-Modul nehmen, z.B. RFM12.
> - Jede Fernbedienung sollte vom Receiver eindeutig identifizierbar sein
Ist sie. Wenn ich mich richtig erinnere, verwenden die X10-Dinger eine
12Bit-Adresse, die Kollisionsgefahr ist also schon recht gering. Bei dem
Preis kann man halt auch locker ein paar mehr kaufen und möglicherweise
vorkommende Doubletten aussortieren.
Das eigentliche Problem dürfte sein (ganz egal welchen Typ FB du
letztlich benutzt), wenn 30 Leute gleichzeitig Knöppe drücken, kommt
beim Empfänger immer nur Gurkensalat an...
So ist das halt bei einem shared medium, Funk oder IR ist dabei
scheißegal.
Oliver S. schrieb:> Aus Funksteckdosen-Sets müsste man sowas basteln können.
Auch hier gibt es das Problem der gleichzeitig eintreffenden
Funktelegramme am Empfänger. Das klappt so nicht.
Wenn der Zeitpunkt keine Rolle spielt und es nur um ein
Abstimmungsergebnis geht, ist ein WLAN mit Voting Server vermutlih das
beste. Es sind nur die blöd dran, die kein Telefon haben.
Harald W. schrieb:> Ingo D. schrieb:>>> .. warum nicht eine App oder einfacher Webseite die per Handy aufgerufen>> wird.>> Garantiert der Handyprovider wirklich eine Weiterleitung von> Handyanrufen mit ms-Genauigkeit?
... Bei Website per z.B. per WLAN, das ist der springende Punkt, aber
ich denke das ist immer noch besser als das gefrickele mit IR, oder ?
c-hater schrieb:> Einigermaßen robust ist sie, die Batterie ist allerdings entnehmbar.> Allerdings: kaum eine FB hat keine wechselbare Batterie...
Nun, Alleskleber wurde schon vor längerer Zeit erfunden. :-)
Allerdings erinnert mich das irgendwie an den Witzmit den
zwei Ölscheichen. Scheich1: "Wo hat der RollsRoyce eigentlich
seinen Tankverschluss?" Scheich2: "Weiss nicht. Ich werfe die
leeren immer weg."
> Das eigentliche Problem dürfte sein (ganz egal welchen Typ FB du> letztlich benutzt), wenn 30 Leute gleichzeitig Knöppe drücken, kommt> beim Empfänger immer nur Gurkensalat an.
So isses.
c-hater schrieb:> Das eigentliche Problem dürfte sein (ganz egal welchen Typ FB du> letztlich benutzt), wenn 30 Leute gleichzeitig Knöppe drücken, kommt> beim Empfänger immer nur Gurkensalat an...
Für das Problem gibt es erprobte Lösungen (Stichwort ALOHA), die
allerdings einigen Aufwand bedeuten. U.a. muss die Funkstrecke
Halb-Duplex sein.
Georg G. schrieb:> Für das Problem gibt es erprobte Lösungen (Stichwort ALOHA), die> allerdings einigen Aufwand bedeuten. U.a. muss die Funkstrecke> Halb-Duplex sein.
Für weniger als ein "paar Euro" (also wohl <10) pro FB-Exemplar?
Ich kann mir schon vorstellen, das sich sowas zu diesem Preis fertigen
ließe, allerdings müsste der Bedarf an Quiz-Fernbedienungen sehr weit
über dem von mir geschätzten Bedarf für so etwas liegen. Mindestens 3
Größenordnungen, eher wohl 4...
Trotzdem interessiert mich dein Stichwort "ALOHA". Ohne weiteren
Background ist eine Google-Suche natürlich hoffnungslos. Also bitte:
Link setzen, wenn du derart stark anderweitig vorbesetzte Worte in die
Runde wirfst.
c-hater schrieb:> Google-Suche natürlich hoffnungslos
Versuch es doch noch einmal, dieses mal mit "aloha csma". Der erste
Eintrag verweist auf Wikipedia. Da findest du Grundlagen.
Die Uni auf Hawaii hat damit als erster experimentiert, drum der Name.
c-hater schrieb:> Für weniger als ein "paar Euro" (also wohl <10) pro FB-Exemplar?
Mit einem Arduino und einem NRF24L01 Modul geht das. Wenn man die
Entwicklungskosten ignoriert - wie bei Bastlern üblich - sollte das
machbar sein.
Georg G. schrieb:> Versuch es doch noch einmal, dieses mal mit "aloha csma".
Das genügte. Damit fällt aber alles, was sich für wenig Geld als FB
kaufen läßt, einfach raus, weil durchweg Simplex.
Sprich: Vollkommen am Thema dieses Threads vorbei.
Dass das Problem prinzipiell lösbar sein müsste, hat ja niemand
angezweifelt. Nur halt nicht unter den Vorgaben, die der TO gemacht
hat...
Georg G. schrieb:> Mit einem Arduino und einem NRF24L01 Modul geht das. Wenn man die> Entwicklungskosten ignoriert - wie bei Bastlern üblich - sollte das> machbar sein.
Inclusive "robustem" Gehäuse?
Wo kann ich das bestellen? Wie schnell kannst du liefern?
c-hater schrieb:> Wo kann ich das bestellen? Wie schnell kannst du liefern?
Im Gegensatz zu dir bin ich kein Bastler und daher kommen
Entwicklungskosten dazu, die du bestimmt nicht bereit bist zu bezahlen.
Ansonsten ist es ein Projekt, das in wenigen Wochen erledigt ist. Die
Probleme sind überschaubar.
Dass der Lösungsansatz des TO "einfache Fernbedienung" unrealistisch
war, war eigentlich schon nach wenigen Beiträgen hier zu sehen.
Allerdings brauchen einige Leute etwas länger, das zu realisieren.
ESP8266 im kleinen Gehäuse mit Batterie und Taster. Das ganze via WLAN
im eigenen Netz. RASPI als Server. Jeder Sender über MAC eindeutig
erkennbar. Kann im Sleepmodus warten bis Taste gedrückt wird. Ist billig
aber mit Arbeit verbunden. Aber 250 Stück pro Netzsegment.
Und wenn nur einer Taste gebraucht wird kann man AMAZON-Dashbuttons
nehmen :-).
Nun, alternativ:
Es gibt Abstimmungs-Webseiten im Inet. Da kann mit den Usereigenen
Smartphones eine Abstimmung gemacht werden. Damit muss dein
Mikrocontroller nur noch von der Webapplication die ERgebnisseite
abholen und auswerten. ;-)
Funktioniert!
Ingo D. schrieb:> Harald W. schrieb:>> Ingo D. schrieb:>>>>> .. warum nicht eine App oder einfacher Webseite die per Handy aufgerufen>>> wird.>>>> Garantiert der Handyprovider wirklich eine Weiterleitung von>> Handyanrufen mit ms-Genauigkeit?>
Kahoot.it ist so eine Website mit 4 Anwortmöglichkeiten - wer am
schnellsten ist bekommt die meisten Punkte. Hab ich schon mit 200
Teilnemern gespielt.
Walta