Oszi vs. MM: Das MM zeigt immer zu wenig an

#5741362
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Hi!

Ich besitze ein Voltcraft VC220 Multimeter, ein RND 320-KA3005P 
Labornetzteil und habe mir jetzt ein Rigol DS1054Z Oszilloskop besorgt. 
Was mir jetzt als erstes aufgefallen ist, dass das Rigol als RMS-Wert 
bei 3,3V, 5V, 9V und 12V (Anzeige am Netzgerät) jeweils 3,31V, 5,01V, 
9,01V und 12,01V misst. Mein VC220 hingegen aber nur 2,98V, 4,89V und 
11,87V.

Jetzt stellt sich mir die Frage, wem sollte ich mehr vertrauen? Der Vrms 
Wert am Oszi entspricht halt sehr genau dem eingestellten Wert am 
Netzteil. Aber man hat mir schon oft gesagt, dass Spannungsmessungen mit 
dem Oszi nicht verlässlich und ungenau sind.
#5741375
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Dmm Driften mit der zeit ab.
Das kann zb durch schwache Battern kommen oder durch Überlastung in 
vergangen Tests.

So Fern noch Garantie auf dem Dmm ist.
Zurück schicken mit der bitte es angleichen zulassen.
Und wenn es ein ordentlicher Hersteller ist machen die das so.

Hatte ich auch schon aller Dings bei PeakTech nach einen Jahr waren die 
werte um 0,5 Volt abgewichen.

An reichelt gewendet die sagen mir ich solle es einsenden.
gesagt gemacht 7-10 tage später kamms bis auf Die 2te Nachkommastelle 
genau zurück so gar MIT neuer 9v battery :-) für lau.
Persönliche Seite #5741377
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RMS-Werte bei Gleichspannungsmessungen?

Das Multimeter ist mit ±0.5% + 2 Digits spezifiziert.

Alle genannten Spannungen kannst Du mit dem Ding nur im 20V-Bereich 
messen, damit bedeuten die 2 Digits also eine zusätzliche Abweichung von 
±20 mV.

Bei 3.3V sind 0.05% 16.5 mV, damit kann also die angezeigte Spannung um 
±36.5 mV abweichen.

Der Wertebereich geht damit von 3.26 V bis 3.37 V

Bei 12V sind 0.05% 60 mV, also darf die angezeigte Spannung um ±80 mV 
abweichen, d.h. 11.92 V bis 12.08 V wären OK.

Die angezeigten 11.87 V liegen außerhalb dieses Bereichs.

Hat das Gerät eine frische Batterie?
#5741419
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Thorsten R. schrieb:
> Ich besitze ein Voltcraft VC220 Multimeter

Anja schrieb:
> wenn das Multimeter mit 0.5% spezifiziert ist würde ich dem vertrauen.

Genau das gleiche habe ich auch. Im Vergleich zu 4 anderen, darunter 1 
Fluke, hat es immer zu wenig angezeigt. Ähnlich wie das des TO. Ich hab 
das einfach nachjustiert, kalibrieren kann man das ja nicht nennen. 
Jetzt bin ich auch mit dem zufrieden.
#5741427
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Rufus Τ. F. schrieb:
> RMS-Werte bei Gleichspannungsmessungen?

Das ist der Punkt, der mich momentan an einen Fehlkauf glauben lässt, 
denn das, was Peak Tech für modern hält, finde ich einfach komplett fern 
von der Praxis.

Gekauft habe ich gerade ein P 3360, nicht gerade der billigste Mist.

Für SPANNUNG gibt es nur EINE Schalterstellung: VOLT

Keine Wahlmöglichkeit für DC, AC, RMS

WAS misst das Ding jetzt eigentlich wie ???

Die Toleranzangaben sind bei AC natürlich viel schlechter als bei DC und 
für RMS wird überhaupt nicht spezifiziert. Ehrlich gesagt habe ich mit 
soviel gebündeltem Schwachsinn nicht gerechnet bei der Kaufentscheidung.

Ein Voltmeter ist nur dann brauchbar, wenn man zwischen DC und AC 
unterscheiden kann.

Bei DC kriegt man ggfs den arithmetischen Mittelwert. Bei AC kriegt man 
den Wechselspannungsanteil und bei RMS kriegt man den Energieinhalt 
DC+AC.

Aber MODERN TIMES:
Heutzutage kriegt man in dieser Preisklasse nur noch unbrauchbaren 
Chinesenschrott.
#5741445
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DAVID -. schrieb:
> Willi S. schrieb:
>> Gekauft habe ich gerade ein P 3360, nicht gerade der billigste Mist.
>>
>> Für SPANNUNG gibt es nur EINE Schalterstellung: VOLT
>>
>> Keine Wahlmöglichkeit für DC, AC, RMS
>>
>> WAS misst das Ding jetzt eigentlich wie ???
>
> Dafür ist die taste MODE darüber zuständig :-)

Vielen Dank für den Hinweis !!!
Da wäre ich mit der so genannten Anleitung so schnell nicht drauf 
gekommen.
#5741447
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Rufus Τ. F. schrieb:

> RMS-Werte bei Gleichspannungsmessungen?

Jo, das Labornetzteil hat halt theoretisch eine Restwelligkeit von 
maximal 2mVrms bei einer Genauigkeit der eingestellten Spannung von 
minimal +0,5%. Da erschien mir das Anzeigen des Vrms Wertes ganz 
sinnvoll. Ist halt keine Batterie und kein 500€ Gerät. :)

> Bei 3.3V sind 0.05% 16.5 mV, damit kann also die angezeigte Spannung um
> ±36.5 mV abweichen.

Ah, stimmt.

> Hat das Gerät eine frische Batterie?

Habe gerade einmal eine neue 9V Batterie eingelegt. Momentane Werte sind 
(Netzteil/Oszi : DMM)

200V-Bereich
============
30V : 29,6V
25V : 24,7V
20V : 19,7V

20V-Bereich
===========
20V : 19,77V
15V : 14,83V
10V : 9,89V
5V : 4,95V
3V : 2,97V

2V-Bereich
==========
2V : 1,99V
1V : 0,998V

200mV-Bereich
=============
0,1V : 106mV
0,2V : > 200mV (206mV im 2V-Bereich)

Die Berechnung der Abweichung erspare ich mir einmal, aber das sieht 
schon viel besser aus. O.o Dabei hatte ich letzten Sommer erst eine neue 
eingelegt und das DMM seitdem nur 3-4x benutzt.

Aber mit dem momentanen Ergebnis kann ich leben :)
#5741461
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Thorsten R. schrieb:

> Aber man hat mir schon oft gesagt, dass Spannungsmessungen mit
> dem Oszi nicht verlässlich und ungenau sind.

Verlässlich sind Oszis, aber eben deutlich ungenauer
als normale Multimeter. Aber auch Multimeter können
mal falsch anzeigen; deshalb würde ich bei zweifel-
haften Anzeigen immer mit einem zweiten Multimeter
nachmessen. Man sieht, der Trend geht zum Zweitmulti-
meter. :-)
#5741474
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Harald W. schrieb:
> Thorsten R. schrieb:
>
>> Aber man hat mir schon oft gesagt, dass Spannungsmessungen mit
>> dem Oszi nicht verlässlich und ungenau sind.
>
> Verlässlich sind Oszis, aber eben deutlich ungenauer
> als normale Multimeter. Aber auch Multimeter können
> mal falsch anzeigen; deshalb würde ich bei zweifel-
> haften Anzeigen immer mit einem zweiten Multimeter
> nachmessen. Man sieht, der Trend geht zum Zweitmulti-
> meter. :-)

Wenn ich Freund geworden bin mit den essentiellen Angelegenheiten, dann 
kaufe ich auf jeden Fall noch ein zweites P3360. Die Präzision ist echt 
frappierend und man kriegt es auch schwarz auf weiß (Kalibrier Dokument)
#5741489
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Harald W. schrieb:
> Thomas E. schrieb:
>
>>> kaufe ich auf jeden Fall noch ein zweites P3360
>>
>> Vorhin warst du aber noch kurz davor, das Ding an die Wand zu
>> schmeissen:
>
> Ja, aber jetzt hat er dank des Forums den Modeknopf entdeckt. :-)

Stimmt!
Hat sich die Schreiberei doch gelohnt...

Ich hätte ja nix dagegen, wenn man Ohm, Farad, Celsius, Hertz, Duty 
Cycle hinter MODE versteckt. Alles das habe ich die letzten 35 Jahre in 
einem DMM noch nie gebraucht. Aber AC/DC !! Eben Generationenkonflikt...
#5741509
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Naja, Generationenkonflikt finde ich etwas krass. Ich bin auch mit 
analogen <=20MHz (Premium-)Oszis groß geworden.... und mit DMM von 
Fluke... Labornetzteile mit Analogzeigern und ca. 5kg Eigengewicht sind 
mir auch nicht fremd. :)

@Willi S.: Du wirst mit deinen Geräten bestimmt 10x schneller und 
genauer sein als jemand, der sich bei Amazon, eBay, reichelt oder 
Conrasd ein 0815 Messgerät kauft. Davor habe ich Respekt und ich finde 
dies auch super. Und das meine ich durchaus ernst :)

Für mich als "Hobby(Hobby²)elektroniker" ist es aber eher wichtig, das 
ich so banale Dinge wie Versorgungsspannung, den Ausgang des 
Spannungsreglers XY und eventuell noch die SPI- bzw. RS232-Kommunikation 
vernünftigt und ohne "Verrenkungen" messen bzw. analysiert bekomme. Und 
das alles, ohne erst 1000€ in Messequipment zu investieren. :)


Willi S. schrieb:
> Ihr habt ja Recht!
> Es ist ein Generationenkonflikt und die Prioritäten an eine brauchbare
> Bedienung von Messgeräten haben sich geändert. Hoffentlich habt ihr es
> damit einfacher mit dem Geldverdienen. Letzteres ist für mich Schnee von
> Gestern.
#5741519
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Roland F. schrieb:
> Hallo,
> Willi S. schrieb:
>> Eben Generationenkonflikt...
>
> Nö, eher ein Problem von nicht gelesener Bedienungsanleitung.
>
> rhf

Foto:
Roten Stecker in die rote Buchse stecken, auf jeder Seite mindestens 
zweimal. Aber was sich hinter MODE versteckt: Ausprobieren geht über 
Studieren. Von DC/AC/RMS kein Wort.

Der Generationenkonflikt ist hiermit schwarz auf weiß belegt.
Angehängte Dateien:
#5741533
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@Thorsten R.

Ja Danke für die Blumen. Zugegebenermaßen bin ich mit der "Praxis" etwas 
aus der Übung. Die letzten zwei Jahrzehnte sagte ich anderen Kollegen, 
was sie wie messen sollen. Mein eigenes Equipment (als freiberuflicher 
Ing) ist ca 25-35 Jahre alt. Jetzt im Ruhestand angekommen kann ich es 
trotzdem nicht lassen und investiere in den Hobbykeller. P3360, Rigol 
DS1074Z-S, das Zeug kostet ja fast nix mehr, sagenhaft. Aber es ist 
schon erschreckend, was die Hersteller unter einer "Bedienungsanleitung" 
verstehen...
Angehängte Dateien:
(Firma: www.elpra.de) Persönliche Seite #5741540
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Rufus Τ. F. schrieb:
> Das Multimeter ist mit ±0.5% + 2 Digits spezifiziert.

Ich finde im Datenblatt 1% + 5 Digits bei Wechselspannung und 0.6% + 5 
Digits bei Gleichspannung, jeweils im 20V Messbereich. Damit kommen die 
Werte wieder gut hin.

http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/100000-124999/121414-an-02-de-Digital_Multimeter_VC_220.pdf

Oder bin ich beim falchen DMM gelandet?

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