Gerd E. schrieb:
> Mw E. schrieb:
>> Was spricht denn gegen OpenVPN?
>
> Ist kein herstellerübergreifender Standard,
Korrekt.
Allerdings mittlerweile schon fast sowas wie ein "Industriestandard".
> sondern nur ein Programm,
> mit sich mit den Versionen ändernden Eigenschaften.
Auch korrekt.
> Du musst daher auf
> Client und Server immer die selben Majorversionen nehmen.
Wer sagt das? Wo steht das?
Natürlich lassen sich Versionsinkompatibilitäten nicht immer völlig
ausschließen, aber standardmäßig ist es gar kein Problem, wenn beide
Seiten unterschiedliche Versionen haben. Viele der Optionen werden
ausgehandelt. Wenn es hart auf hart kommt, und man vielleicht
serverseitig weiß, dass da irgendein hornalter Client herumgeistert, der
sich an irgendeinem neueren Feature verschlucken würde, kann man auch
den Client-Script für diesen Client passend schneidern.
> Außerdem hast Du oft das Problem von TCP-in-TCP-Tunneling was
> Retransmit-Stürme verursacht.
Deshalb vermeidet man auch TCP für den Tunnel.
> Ich empfehle daher eher IPSec.
IPsec ist auch nicht schlecht. Habe ich früher gemacht. Aber ich muss
ehrlich zugeben, dass OpenVPN ihm bezüglich der Einfachheit der
Konfiguration durchaus den Rang abgelaufen hat. Ein IPsec-Tunnel macht
in den meisten Setups mehr Arbeit beim Einrichten. Und, let's face it:
Einfachheit beim Einrichten ist genau das, weshalb sich das
kryptographisch völlig idiotische PPTP so lange überhaupt gehalten hat.
Insofern muss man es OpenVPN lassen, dass sie exakt an der richtigen
Stelle angesetzt haben, um diesen alten Mist durch etwas Vernünftiges zu
ersetzen.