Guten Tag,
Ich habe wenig Erfahrung und Wissen im Bereich Elektronik allgemein und
hätte eine Frage bevor ich unnötig teures Equipment kaufe.
Und zwar reagiere ich recht empfindlich auf erhöhte CO2 Werte und merke
das beim Aufwachen im neuen, kleinen Schlafzimmer recht deutlich. Da ich
bei niedriger Temperatur natürlich das Fenster nicht über Nacht
auflassen kann würde ich gerne eine über den CO2 Wert gesteuerte Lüftung
installieren.
Nun sind die Geräte dafür relativ teuer. Ich habe aber recht günstige
Geräte zur Messung gefunden bei dem beliebig Alarme einstellbar sind.
Ist es für einen Laien möglich das Signal vor dem Lautsprecher
abzugreifen und darüber ein Relais/Schütze für den Lüfter zu schalten?
Worauf kommt es an und wie würde so ein Aufbau grob aussehen?
Das Gerät hätte eigentlich alles was ich mir wünsche Abgesehen eben von
der Möglichkeit etwas zu schalten.
Vielen Dank schonmal,
Henning R.
HeRo schrieb:> Nun sind die Geräte dafür relativ teuer. Ich habe aber recht günstige> Geräte zur Messung gefunden bei dem beliebig Alarme einstellbar sind.
Warum so aufwendig und umständlich? Man könnte auch mittels Timer die
Lüftung jeweils in bestimmten Intervallen aktivieren. Durch Versuche
lässt sich die optimale Einstellung leicht finden.
Ich würde unterschiedliche Werte programmieren. Abhängig von anwesenden
Schläfern und deren nächtlichen Aktivitäten.
HeRo schrieb:> Ist es für einen Laien möglich das Signal vor dem Lautsprecher> abzugreifen und darüber ein Relais/Schütze für den Lüfter zu schalten?
Ja.
Naja, daran das Ganze per Zeitschalter zu schalten hab ich auch schon
gedacht.
Aber da ich recht unstete schlafenszeiten habe, sehr häufig ohne Wecker
einfach irgendwann aufstehe und jeden Abend Zeiten programmieren müsste
gefällt mir die Lösung nicht so richtig gut.
Klar könnte ich das ganze auch mit intervall Relais laufen lassen und
einfach per Schalter an/aus schalten, aber das passt dann wieder nicht
wenn ich nicht alleine bin, der Hund im Schlafzimmer ist oder nicht und
evtl. auch je nach verkehrslage und Tageszeit. Bin zwar nicht sicher
aber soweit ich gelesen habe schwankt der CO2 Gehalt in Städten schon
recht stark und ich befürchte das es hier an ner großen, sehr stark
befahrenen Straße schon in einem relevanten Bereich liegen könnte.
Und lege ich es auf den ungünstigsten Fall aus heize ich ja quasi aus
dem Fenster, das fände ich auch nicht gerade prickelnd...
Ich hab mir schon ein paar Gedanken gemacht, wie immer bevor ich um
anderer Leute Zeit und Mühe bitte, und die Lösung per CO2 Sensor
erscheint mir am praktikabelsten und komfortabelsten.
Mehrere hundert € möchte ich dafür natürlich ungern ausgeben, aber die
100-150€ und ein bißchen gefrickel wäre es mir durchaus wert.
Und ja, mir ist natürlich klar dass das irgendwie möglich ist. Die Frage
ist eher wie aufwändig es ist mit dem Signal einer Piezo Tröte ein
Relais zu schalten und wie man da vorgehen sollte.
Wie gesagt, ich hab keine Ahnung, heißt aber nicht gleich das ich selten
dämlich bin (@ irgendein User).
Ich weiß nicht welche Spannung ein Piezo Pieper bekommt, wenn sie für
ein Relais ausreicht wieviel Leistung ich da abnehmen kann ohne was zu
beschädigen etc. pp.
Vermutlich würde ich das auch alleine irgendwie zusammen gefrickelt
bekommen, aber das wäre dann sicher nicht die elegantesten Lösung und
ich will auch nicht unbedingt erstmal ein zwei Geräte zerschießen bevor
es funktioniert. Dann könnte ich auch gleich einen teure Regelung
kaufen...
Ach, mist, hab ausversehen ein neues Thema erstellt statt zu antworten.
Sorry!
Kann ein Moderator das andere gleichlautende löschen oder zusammenführen
falls er das hier liest?
Auf ein neues:
Naja, daran das Ganze per Zeitschalter zu schalten hab ich auch schon
gedacht.
Aber da ich recht unstete schlafenszeiten habe, sehr häufig ohne Wecker
einfach irgendwann aufstehe und jeden Abend Zeiten programmieren müsste
gefällt mir die Lösung nicht so richtig gut.
Klar könnte ich das ganze auch mit intervall Relais laufen lassen und
einfach per Schalter an/aus schalten, aber das passt dann wieder nicht
wenn ich nicht alleine bin, der Hund im Schlafzimmer ist oder nicht und
evtl. auch je nach verkehrslage und Tageszeit. Bin zwar nicht sicher
aber soweit ich gelesen habe schwankt der CO2 Gehalt in Städten schon
recht stark und ich befürchte das es hier an ner großen, sehr stark
befahrenen Straße schon in einem relevanten Bereich liegen könnte.
Und lege ich es auf den ungünstigsten Fall aus heize ich ja quasi aus
dem Fenster, das fände ich auch nicht gerade prickelnd...
Ich hab mir schon ein paar Gedanken gemacht, wie immer bevor ich um
anderer Leute Zeit und Mühe bitte, und die Lösung per CO2 Sensor
erscheint mir am praktikabelsten und komfortabelsten.
Mehrere hundert € möchte ich dafür natürlich ungern ausgeben, aber die
100-150€ und ein bißchen gefrickel wäre es mir durchaus wert.
Und ja, mir ist natürlich klar dass das irgendwie möglich ist. Die Frage
ist eher wie aufwändig es ist mit dem Signal einer Piezo Tröte ein
Relais zu schalten und wie man da vorgehen sollte.
Wie gesagt, ich hab keine Ahnung, heißt aber nicht gleich das ich selten
dämlich bin (@ irgendein User).
Ich weiß nicht welche Spannung ein Piezo Pieper bekommt, wenn sie für
ein Relais ausreicht wieviel Leistung ich da abnehmen kann ohne was zu
beschädigen etc. pp.
Vermutlich würde ich das auch alleine irgendwie zusammen gefrickelt
bekommen, aber das wäre dann sicher nicht die elegantesten Lösung und
ich will auch nicht unbedingt erstmal ein zwei Geräte zerschießen bevor
es funktioniert. Dann könnte ich auch gleich einen teure Regelung
kaufen...
Henning R.
Edit: Absätze...
HeRo schrieb:> Ich habe wenig Erfahrung und Wissen> Und zwar reagiere ich recht empfindlich auf erhöhte CO2 Werte und merke> das beim Aufwachen im neuen, kleinen Schlafzimmer recht deutlich.
Was für CO2 Quellen hast Du denn in Deinem Schlafzimmer?
Als einzelne Person wirst Du ee nicht schaffen, den Co2-
Gehalt merklich zu erhöhen, selbst, wenn Deine "Schlaf-
zimmergrösewse" dieser entspricht:
https://www.rotel.de/unsere-fahrzeuge-rundreise-usa-rotelbus-im-zion-nationalpark-usa_detail.jpg
Danke Sebastian, das ist hilfreich, guck ich mir morgen mal näher an.
Steuerung über 1-10V hört sich auf jeden Fall gut an, werde mal anfragen
was der Spaß kostet.
Ich dachte immer alle CO2 Sensoren wären IR Absorptionssensoren, hatte
da ein Gerät mit Dual-beam sensor im Auge, aber zwischenzeitlich gelesen
das die Technik die angepriesenen Vorteile auch nur bedingt erfüllt.
Ungefähre Kalibration mit Frischluft würde mir denke ich schon genügen,
brauche ja keine genauen Absolutwerte sondern will lediglich zu hohe
Werte Vermeiden.
Und Harald, das ist ein Irrtum, vermutlich aus einer Zeit in der Häuser
gezogen haben wie Hechtsuppe!
Das Problem ist mittlerweile recht gut bekannt und nicht jeder der ne
moderne Hausklimatisierung mit CO2 Sensor für teuer Geld verbaut ist
blöde.
Haben wir schon damals, vor Jahrzehnten am technischen Gym als Projekt
gemessen mit 7 Personen im sehr großen Klassenraum. Ergebnis war das
mindestens alle 20 Minuten gelüftet werden sollte wenn die Klasse mit
20+Lehrer voll war. Werte weiß ich leider nicht mehr. Aber mein
Schlafzimmer ist viel kleiner, ist winzig, schätze mal der Luftinhalt
dürfte deutlich unter 8m³ liegen.
Bei 10m³ Luft, einem Ausgangswert von z.b. 600ppm und 2 Personen a
10L/Stunde und einem Hund, sagen wir mal 5L Stunde, sind das immerhin
250L CO2 in 10 Stunden.
Das wären dann 3100ppm!
Wenn ich dann bedenke dass erstens das Haus top gedämmt und extrem dicht
ist, zweitens das Raumvolumen vielleicht 10m³, das Luftvolumen jedoch
ganz erheblich geringer ist weil der Raum recht vollgestopft ist, und
bei 3-4 Stunden Sport im Bett der CO2 Ausstoß für diese Zeit wohl auch
20-25L/Stunde betragen kann, dann wundert es mich nicht wieso es mir
morgens manchmal richtig bescheiden geht...
Wie gesagt, so blöd das ich eine Vermutung nicht wenigstens grob auf
Plausibilität prüfe bevor ich mehrere hundert Euro auf das Problem werfe
bin ich nicht.
> Bei 10m³ Luft, einem Ausgangswert von z.b. 600ppm und 2 Personen a> 10L/Stunde und einem Hund, sagen wir mal 5L Stunde, sind das immerhin> 250L CO2 in 10 Stunden.> Das wären dann 3100ppm!
250l CO2 / 10.000l "Schlafzimmer"-Volumen:
25.000ppm + 600ppm = 25.600ppm
Henning R. schrieb:> Bei 10m³ Luft, einem Ausgangswert von z.b. 600ppm
Ausgangswert sind nur 400ppm.
>und 2 Personen a 10L/Stunde> 250L CO2 in 10 Stunden.
Ähh, wie kommst du auf 250l CO²?
Normalerweile atmet ein Mensch in Ruhe 5l/min Luft.
Die Ausatemluft hat ziemlich genau 4%. Somit atmest du 0,2l CO² aus.
Bei deinen Werten beim Se* nehmen wir mal das doppelte auf 10 Stunden
an.
Dann wäre das gerade mal 4l CO² pro Stunde. (2Personen+Hund=10l CO² in
10 Stunden)
Dein Raum hat 10m² ... nehmen wir mal 2,5m Raumhöhe an, ergibt das 25m³
= 25.000l. Also sind in deinem Raum von Grundauf 10l CO².
Wenn dein Raum also absolut dicht wäre, würdest du mit deinen Werten in
10 Stunden den Wert in Volumenprozent von 0,04% (normale Luft) auf 0,08%
anreichern. Auf deutsch von 400ppm würde es sich auf 800ppm steigern.
Da du aber im Schlaf nur die Hälfte an CO² produzierst, als was du
annimmst, steigt der Wert "nur" auf 600ppm und auch nur dann wenn dein
Raum 100% luftdicht ist.
Ich kriege bei geschlossenem Fenster meist Kopfweh beim Schlafen.
Leichte Luftbewegung durch nen fingerdicken Fensterspalt hilft. Ich
vermute, es ist die stillstehende Ausatemluft um einen herum, die noch
mal eine höhere Konzentration hat als die rechnerische Verdünnung. (*)
Ich habe einen professionellen Sensor von Siemens aus einer
Gebäudeklimatisierung, der CO2 und VOC als 0-10V liefert.
Im Winter (=geschlossene Zimmertür und Fenster) ist man damit alleine in
einem 20qm-Zimmer schnell bei 1000 ppm. Sensor dabei etwa 2m vom Mensch
in Raummitte. Balkontür für ein paar Minuten aufreißen reicht nicht, um
wieder auf 400 zu kommen, das braucht eine Ewigkeit.
Er ist trotz 500 Euro-Preisklasse nicht besonders genau, also 100 ppm
hin oder her dürfen einen nicht stören. Und manchmal spinnt er auch
ganz, völlig auswandernde Werte, und funktioniert erst am nächsten Tag
wieder. Gut, gebraucht, aber der hat in diesem Zustand an der Luft für
ein paar 100 Büros rumgeregelt. Entweder er ist ein Verschleißteil, das
nur wenige Jahre funktioniert (ist aber wartungsfrei, also kein
elektrolytischer Sensor wie z.B. bei CO), oder einfach so unzuverlässig
konstruiert. Von Siemens würde ich heute kein Kernkraftwerk mehr kaufen.
Da sind nur ein paar Lämpchen drin, also wenn man die Entwicklungskosten
abzieht und so ein Gerät kopiert, sollte man (=der freundliche
Chinamann) für einen Bruchteil des Preises in ähnlicher Zuverlässigkeit
hinbekommen. Gerade wenn es nur um einen Grenzwert geht. Und tatsächlich
gibts solche Module für 20 Euro, die irgendwelche Ausgänge haben, wobei
ich keine Ahnung habe, wie gut die tun.
Eventuell die einfachere Lösung, so ein Modul zu beschaffen und zu
beschalten, als das fertige Gerät aufzusägen und zwei Mannwochen lang zu
analysieren oder per Webcam und OCR die angezeigten Werte mit einem
Raspberry abzufragen.
(*) Da gibts sone urban legend von dem exzessiven Bohnenesser, der in
seinen eigenen Methanblähungen erstickt sein soll, weil sie sich um ihn
herum ansammelten.