Wechselspannung mit MOSFET schalten

#5783265
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Hallo zusammen,
ich baue gerade eine Schaltung auf, die einen Schwingkreis mit
zuschaltbaren Kondensatoren verstimmen soll.
Die Kondensatoren können über MOSFETs auf Ground geschaltet werden. Es
ist schon praktisch aufgebaut und funktioniert wie simuliert, ich
verstehe aber das Verhalten des MOSFETs nicht. Warum Wird V_drain nicht
weniger als 0,6 V , also der Sperrspannung des MOSFETs? Müsste der nicht
eigentlich irgendwann trotzdem leiten? Die Spannung V_drain schwingt
sich dann auf eine Volt über null ein... Könntet ihr mir das erklären
oder tipps geben wie ich da mein Verständnis verbesser?
Simulation ist als png angehängt.

Vielen Dank!
Angehängte Dateien:
Gast #5783289
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hinz schrieb:
> So ein MOSFET hat eine parasitäre Diode parallel zum Kanal, auch
> als
> Body-Diode bekannt.

Darum muss man für solche Fälle zwei MOSFET verwenden, in "back-to-back" 
Verschaltung. Also ungefähr so wie hier beschrieben:
http://www.ti.com/lit/an/slva948/slva948.pdf
Problem: Die Ansteuerung ist wenig trivial. Möglich ist es aber.

Neben den schon erwähnten Analogschaltern gehen auch noch Photomos.
http://www.farnell.com/datasheets/51888.pdf
Funktioniert auch für Wechselspannung.
Gast #5783311
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Hans P. schrieb:
> Vielen Dank für die schnellen Antworten, aufgebaut funktioniert es
> ja
> jetzt schon, ich nehme an das liegt daran, dass ich in meinem Aufbau
> keine Wechselspannung größer 1,4V Vpp im Schwingkreis habe?

Genau. Vermutlich wirst du schon bei 1,4Vpp erste Verzerrungen bekommen. 
Die werden noch nicht so stark sein, darum wird dir das noch nicht 
aufgefallen sein.

Nimm einen Analogschalter oder Photomos, das ist die einfachste Lösung.

Alternativ kannst du auch einen DC-Offset auf deine Spannung geben, dann 
kannst du auch mit MOSFET arbeiten. Falls das möglich ist. Nicht immer 
ist das so.
Gast #5783322
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Hans P. schrieb:
> ich nehme an das liegt daran, dass ich in meinem Aufbau
> keine Wechselspannung größer 1,4V Vpp im Schwingkreis habe?

Nein, das liegt daran, dass die Bodydiode schon zu leiten beginnt und 
damit den DC-Offset durch die kapazitive Ankopplung über C1 als 
Gleichanteil auf diesen bringt.
Du kannst auch mit größeren Amplituden arbeiten, der Effekt ist der 
selbe, der Offset wird entsprechend größer. Die größte negative Spitze 
deines Signals wird -0.7V nicht unterschreiten.
Nimm, wie schon gesagt wurde, einen Widerstand - der kann hochohmig sein 
- an die Drain und an eine positive Spannung, größer als die größte 
Amplitude deines Wechselsignals. Dein Ausgangssignal wird dann zwar bei 
dieser Spannung im Mittel liegen, aber eben nicht mehr durch den 
(geringen) Stromfluss durch die Bodydiode hervorgerufen.

Stefanus F. schrieb:
> Ich kann sie nicht beantworten, denn ich kenne deine Schaltung nicht.

Ich bin jetzt davon ausgegangen, dass es die Schaltung aus dem 
Eröffnungspost ist, nur betreibt er sie aufgebaut mit kleineren 
Eingangssignalen.

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