@Profi
Saschas Einwand ist nicht ganz unbegründet, auch wenn er es vielleicht
etwas falsch formuliert hat:
Das Abschalten einer induktiven Last mit einem Thyristor oder Triac im
Stromnulldurchgang kann tatsächlich Probleme bereiten. Bei einer
relativ verlustarmen Spule findet der Stromnulldurchgang im
Spannungsmaximum statt. D.h., es liegen über 300V an der Spule an, wenn
sie abgeschaltet wird. Der sich jetzt wieder aufbauende Spulenstrom kann
aber nur noch von den parasitären Kapazitäten der Spule, ihrer
Zuleitungen und des Schalters geliefert werden, was zur Folge hat, dass
die Spulenspannung innerhalb von µs zusammenbricht, was gleichzeitig
einen Spannungsanstieg von bis zu mehreren 100V/µs am Schalter
bedeuten kann. Damit kann unter ungünstigen Unständen die kritische
Spannungssteilheit netzgeführter Thyristoren oder Triacs überschritten
werden. Mal abgesehen davon, dass die Bauteile dadurch zerstört werden
können, kann die Überschreitung der kritischen Steilheit zu einer
spontanen Zündung des Schalters führen, was effektiv gleichbedeutend
mit einem Nicht-Abschalten im Nulldurchgang wäre. Das kann man mit
einem geeigneten RC-Glied parallel zum Schalter verhindern.
Jörg