Hallo
Kennt jemand sowas (und kann mir auch sagen wo ich es bekomme)?
Ich möchte an einem Eingangsverstärker für eine Meßvorrichtung Die
Spannung mittels Poti sowohl nach oben, wie auch nach unten verändern
können.
Das Poti sollte eine fühlbare Mittelraste haben und einen Schalter
betätigen, wenn diese Mittelstellung verlassen wird (für eine LED (wie
die "uncal"-LED an einem Scope)).
Bin aber auch für bessere Ideen zu begeistern.
Danke für's Lesen
Christian
Hallo,
was ich noch habe sind 10k, lin., Metall, ca. 2 Watt bei denen man zur
Betätigung der Achse diesen nach hinten drücken muss.
Sonst gibts nur einen Freilauf.
Aus ganz normalen Poti selbst bauen. Auf die Potiachse kommt kommt eine
Metallscheibe mit einer Kerbe. Auf das Ganze drückt seitlich eine Kugel.
Ich habe mal ne kleine Handskizze angehängt wie man das machen könnte.
Es wird nur die Scheibe und das topfartige Drehteil benötigt. Beides ist
mit einer Drehbank schnell hergestellt.
An Stelle der Kugel, Feder und Stiftschraube könnte auch ein kleiner
Rundstift eingesetzt werden, welcher auf einen Mikrotaster drückt. Der
Mikrotaster müßte dann noch seitlich angebracht werden und würde dann
auch die Federkraft für die Rastung bereitstellen.
Man könnte auch ein Tandempoti nehmen. Das zweite Poti könnte dann, wie
schon vorgeschlagen, per Fensterkomperator die LED ansteuern und wäre
dann auch unabhängig von dem Signalpoti.
Zeno schrieb:> Aus ganz normalen Poti selbst bauen. Auf die Potiachse kommt kommt eine> Metallscheibe mit einer Kerbe. Auf das Ganze drückt seitlich eine Kugel.> Ich habe mal ne kleine Handskizze angehängt wie man das machen könnte.> Es wird nur die Scheibe und das topfartige Drehteil benötigt. Beides ist> mit einer Drehbank schnell hergestellt.> An Stelle der Kugel, Feder und Stiftschraube könnte auch
... ein kleiner Neodym-Magnet einen Reed-Kontakt betätigen.
Peter K. schrieb:> ... ein kleiner Neodym-Magnet einen Reed-Kontakt betätigen.
Wäre auch ein Möglichkeit. Da weis ich nur nicht wie genau man das
hinbekommt, da es der TO sicher recht genau haben will - soll heißen
sobald man die Mittelstellung verläßt soll ja die LED angehen.
Wenn man es mit dem Magneten macht, könnte man auch über einen
Hallsensor nachdenken.
Am Ende führen viele Wege nach Rom
Nein nein. Keine Angst.
Bin noch da :)
Es sind ja einige (mitunter recht originelle) Ideen gekommen.
Danke dafür!
Nachdem das ganze eine Meßanordnung wird, ist eine gewisse Genauigkeit
natürlich nicht unwichtig. Die Idee mit Kugel, Raste und Schalter hatte
ich zunächst auch, wollte aber nicht wieder (wie schon so oft) bis ins
letzte Detail alles selbst anfertigen und auf diese Art zu keinem Ende
kommen.
Wie's aussieht wird's aber (wieder einmal) darauf hinauslaufen.
Am besten gefällt mir derzeit die Idee eines Doppelpotentiometers mit
Mittelraste und Fensterkomparator am unbenutzten Teil.
Danke und Grüße
Christian
Bei einer zu starken Rastung besteht die Gefahr, dass man keine leicht
von der Mittelstellung abweichenden Werte mehr einstellen kann, weil das
Potentiometer dann wieder in die Mittelstellung springt.
Heutzutage würde ich so etwas doch eher mit einem Inkrementalgeber und
einer elektronischen Auswertung und Erzeugung der Stellgröße
realisieren. Die "Mittelstellung" könnte dann mittels LED signalisiert
werden.
Alternative (von meinem Bradley Kalibrator):
* Einfaches Poti ohne Rasterung oder Schnickschnack
* Schalter, über den man die Wirkung des Poti zu- oder wegschalten kann
(Hier: Drehschalter mit etlichen Varianten, etwa Größe der Abweichung)
> * Einfaches Poti ohne Rasterung oder Schnickschnack> * Schalter, über den man die Wirkung des Poti zu- oder wegschalten kann> (Hier: Drehschalter mit etlichen Varianten, etwa Größe der Abweichung)
Danke!
Das war's!
Auf diese einfache Lösung hätte ich zwar auch selber kommen können.
Bin ich aber nicht.
Perfekt.
So werd' ich es machen.
LG
Christian
Hallo
"Heutzutage würde ich so etwas doch eher mit einem Inkrementalgeber und
einer elektronischen Auswertung und Erzeugung der Stellgröße
realisieren. Die "Mittelstellung" könnte dann mittels LED signalisiert
werden."
Und weil es so, vor allem im professionellen Umfeld sehr gerne gemacht
wird sind selbst nur leicht ungewöhnliche Potis kaum noch neu zu
bekommen.
Fängt schon beim Poti mit Schalter kurz vor dem Linksanschlag an, und
hört noch lange nicht beim 2,2MOhm Stereo log Poti auf.
Und es ist vom Kostenfaktor und der prinzipiellen Einfachheit her auch
verständlich.
Einfach aber eben nur wenn man Programmieren kann oder es wenigstens
eine geeignete Biblothek gibt, die man aber auch erst mal sinnvoll im
eigentlichen Projekt anwenden können (also etwas programmieren) muss.
Lustig wird es wenn ein "Spezialpoti" in einer fertigen (alten)
Schaltung ersetzt werden muss...
So manches macht den Bastler und "Restaurator" der Fortschritt
tatsächlich schwerer.
Jemand
Programmieren wäre nicht das Problem und es wird auch ein µC in dem
Kisterl verbaut, aber:
Ich finde es trotzdem irgendwie krank ein analoges Signal, das ohnedies
mit einem OPV im Pegel angepasst werden muß, digital zu verändern wenn
eine einfache Addiererschaltung das gleiche zu leisten im Stande ist.
Natürlich hast Du recht, was die Beschaffbarkeit in ein paar
(wahrscheinlich schon wenigen) Jahren betrifft und ich bin wohl nur
altmodisch, aber es wird die Potilösung werden.
LG
Christian
Zeno schrieb:> Aus ganz normalen Poti selbst bauen. Auf die Potiachse kommt kommt eine> Metallscheibe mit einer Kerbe. Auf das Ganze drückt seitlich eine Kugel.
Also "früher", als die rastenden Steller (Lautstärke ect.) groß in Mode
kamen, haben wir sowas Ähnliches gebaut. Anstelle der Scheibe lediglich
ein passendes Zahnrad und einen Zahn etwas zurückgefeilt :-) Zur
Mittenanzeige könnte ein kleiner Endschalter mit Rädchen den Rasthebel
machen. Auch wenn das heute vielleicht "out of topic" sein mag...mir hat
es gefallen und der Aufwand ist wirklich nicht groß!
Gruß Rainer