HIK Vision Kamera IR defekt

#5808247
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Hallo Experten,

ich habe hier eine Hik Vision Kamera, bei der das IR Licht nicht mehr 
geht.
Die Kamera funktioniert ansonsten einwandfrei. Wenn das IR angehen soll, 
sieht man leicht ein Flackern, aber keinen "glow". Ansonsten als das IR 
noch ging, "glühte" die LED leicht dunkelrot (ist so bei 850nm IR).

Foto von der Platine:

https://i.postimg.cc/vZCYYLBn/IMG-20190413-163350.jpg

Ich habe die Diode gemessen, zeigt mir 0.17V und 1.48V je nach Richtung 
(ist also wohl nicht durchgebrannt, die 1.48V entsprechen meiner 
Erwartung an eine 850nm IR Diode).

gibt es eine Hoffnung das irgendwie noch reparieren zu können? Ich habe 
leider keine Ahnung was es sein könnte. Kann die Bauelemente wegen der 
Größe auch nicht identifizieren.

danke & viele Grüße
#5808331
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Piter K. schrieb:
> Kann die Bauelemente wegen der
> Größe auch nicht identifizieren.

mach mal ein Bild auf dm man die Beschriftung des 6 Pin Bauteils unter 
der Diode sehen kann.
das wird ein Schaltregeler sein, vom Typ her wahrscheinlich 
derselbe/ähnlich wie die 3 anderen links weiter obern im Bild. Die 4 
Gruppen sind schon sehr ähnlich, wobei der fragliche eine Diode mehr 
hat.

Piter K. schrieb:
> gibt es eine Hoffnung das irgendwie noch reparieren zu können?
nur wenn du diese kleine Zeug löten kannst (und vorher messen, aber da 
sollte ein Multimeter und eine ruhige Hand + gute Augen reichen).

Piter K. schrieb:
> Ich habe
> leider keine Ahnung was es sein könnte.
dem Layout nach sitzt da mindestens eins (eher 2) größere ICs auf der 
Rückseite, eines davon wird dem 6pin Schaltregler aktivieren, dann 
leuchtet die LED. sher wahrscheinlich ist es irgendwas an diesem Regler.
#5811646
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Ich bin mir nicht sicher ob der Schaltregler-IC überhaupt defekt ist.

Wenn man sich die Fotos anschaut, sieht mir zumindest dieses eine, rot 
umrandete, Bauteil etwas mitgenommen aus. Wenn man sich das Layout 
anschaut, ist dieses Teil und die ähnlich gefärbten daneben parallel 
geschaltet. Diese Teile sind in Reihe zur LED. Vermutlich sind das 
kleine Ferritperlen, die parallel geschaltet wurden um die 
Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Sieht mir so aus als ob die auch parallel 
nicht gut genug waren und überhitzt sind.

An den TO: miss mal mit dem Durchgangsprüfer bzw. Ohmmeter zwischen den 
beiden Seiten. Ist da sauberer Durchgang da?

Die Ferrite werden vermutlich nur für die EMV gebraucht. Wenn die kaputt 
wären, könnte man sie als Reparatur auch erst mal einfach überbrücken.

Könnten natürlich auch statt Ferriten Teile eines Shunts zur 
Strommessung sein - wenn das Ding eine Stromregelung macht. Dann wären 
sie nötig. Aber defekt sieht der eine dennoch aus.
Angehängte Dateien:
(Firma: matzetronics) #5811668
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Gerd E. schrieb:
> Vermutlich sind das
> kleine Ferritperlen, die parallel geschaltet wurden um die
> Leistungsfähigkeit zu erhöhen.

Nö, das wird der Shunt sein, der zur Stromregelung für die LED benutzt 
wird. Das ist vermutlich ein normaler LED Current Mode Kontroller.
Aber du hast natürlich recht, das ein oder mehrere durchgebrannte Shunts 
dazu führen, das da nur noch ein Bruchteil des Stromes zur LED fliesst, 
für den die Schaltung mal gedacht war.
#5811780
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noch interessanter ist der Kondensator (?)

https://i.postimg.cc/05t41tCL/kondens01.png

was kann das sein? Sprung? geplatzt?

Ohne das IC zu identifizieren, dürfte es nun schwierig werden...

Wie wäre es damit, die leiterbahn abzutrennen und die LED über eine 
kleine Extra-platine zu steuern? Wenn ich jetzt nur wüßte welcher PIN 
die Steuerung ist...
(Firma: matzetronics) #5811924
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Piter K. schrieb:
> Ohne das IC zu identifizieren, dürfte es nun schwierig werden

Sagen wir mal, solange du da kein Oszi ranhängst, tappst du im Dunkeln. 
Bei so einem Current Mode Regler ist Messerei mit dem DMM nicht so 
hilfreich.
Um die Auswahl an möglichen Kandidaten einzuschränken, wäre z.B. 
interessant, welche Betriebsspannung verwendet wird.
Es gibt bei Mouser dutzende LED Kontroller im SOT23-6 Gehäuse, aber dazu 
sollte man LED Strom und Betriebsspannung wissen. Wenn das eine 1W LED 
ist, wird der Strom so etwa bei 400-600mA liegen.

Piter K. schrieb:
> der Kondensator ist wohl beim Aufsetzen des USB Mikroskops gesprungen...

Schlecht. Wenn es so weiter geht, solltest du die LED evtl. mit einem 
einfachen Vorwiderstand ausrüsten und evtl. einem Transistor, der sie 
anschaltet.
#5812144
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Es wird schwierig das Teil original zu reparieren, ohne Schaltbild weiß 
man nicht mal welche Widerstände etc das sein sollten.

Ich bin geneigt, das ganze SMD Zeugs unterhalb diode auszulöten und an 
die LED 2 Drähte zu hängen und über externe Platine anzutreiben, so was 
wie Femtobuck (brauche es aber noch kleiner wegen des Platzes). 
Eventuell geht das auch ohne die LED zu steuern, dann ist tagsüber das 
Bild vielleicht etwas schlechter. Müßte man probieren.

Interessenhalber würde ich gerne den IC identifizieren - Google findet 
nichts mit der Bezeichnung.

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