Claus W. schrieb:
> Industrie 4.0 Firmen
Das Bullshit-Bingo ist eröffnet - ich habe das erste Kreuzchen.
> Neuerdings findet man in der jetzigen Krise Firmen
Krise - häh? Ich dachte, die deutsche Wirtschaft brummt wie blöde -
was'n nu?
> wie ASCON SYSTEMS oder LINO
Noch nie gehört - nehme mal an, die spielen dann in einer "leicht"
anderen Liga als Siemens, Bosch, Continental usw. (vulgo:
Hinterhofklitschen)?
> die "Prozesse automatiserieren" wollen.
Tja, wer will das nicht - menschliche Arbeitskraft ist teuer, Menschen
machen Fehler. Was sich sinnvoll automatisieren lässt (es gibt einen
break-even zwischen den notwendigen Investitionen in eine
Automatisierung und den dadurch im Vergleich zu menschlicher Arbeit
sinnvollen Einsparungen), sollte man automatisieren. Schön blöd, wer das
nicht tut.
> Abschreckend wirken Anforderungen wie "Teamplayer".
"Teamfähig" ist seit gefühlt mind. zwei Dekaden eine Standardanforderung
an nahezu jeden Bewerber.
> So wie ich es verstehe werden wohl
> CNC-Programme über ein Ethernet mit dickeren Steckverbindern in die
> Maschine geladen und der Bedienmann muss die Teile wiedermal von Hand
> wechseln.
Was hat der Querschnitt des Steckverbinders damit zu tun - soll das dann
schneller gehen oder wie?
Dass CNC-Programme remote in eine Maschine geladen werden, ist seit ca.
vier Dekaden usus (gut, bei derartigen Hinterhofklitschen gab es sowas
wohl noch nicht; da ist das jetzt "Neuland") und hat ergo so rein gar
nichts mit "Industrie 4.0" zu tun.
Maschinen ohne automatischen Auswerfer bzw. robotisches Handling - kann
man machen; kommt auf Automatisierungsgrad, Stückzahl usw. an. Auch hier
nix Neues - macht sogar mein Bekannter mit seiner
Kunststoffspritzgussklitsche seit Jahren. In der Automotivewelt auch
seit Jahrzehnten üblich; für derartige Klitschen offenbar "Neuland".
> Geht was schief so werden eben falsche Teile in hoher Stückzahl produziert.
Das lässt sich alles absichern. Aber klar, ist für derartige
Hinterhofklitschen eine steile Lernkurve.
> Die Firmen befinden sich in Etagen von Bürotürmen
> oder angemieteten Etagen ehemaliger Kasernen.
Ja, geil. Da kann der potentielle Kunde ja schon erahnen, was ihn
erwartet. Wer dort kauft, ist selber schuld.
> Was sind das für
> Stellenangebote? Da steht z.B. drinnen "Dienstsitz" obwohl es eine
> private Firma und kein öffentlicher Dienst ist. Muss man da etwa dauernd
> vom Büroturm zu einem Industriebetrieb des "Kunden" reisen? Etwa
> europaweit?
Woher sollen wir das wissen? Frag das im Bewerbungsgespräch.
> Warum schreckt mich der Begriff "Teamplayer" ab? Eigentlich sollte es
> "Kollektiv" heissen. "Team" klingt irgendwie nach Leistungsdruck bei dem
> Profis untereinander unbeliebte Tätigkeiten an andere abdrücken.
"TEAM" ist bekanntlich ein Akronym für "Toll, Ein Anderer Machts".
PS: 1 nicer Trollversuch hier - falscher Wochentag allerdings. Da es
diese Woche keinen "echten" Freitag gibt, sei dir das verziehen.