nurmalso schrieb:
> Zumindest hat man einen besser definierten ESR im Ggs. zum Al-Elko.
> Definierter ESR ist zB. nötig für den Ausgangs-C vieler LDO-Regler.
Im konkreten Fall (Netzteils des Grundig 1400sl Professional) ist es der
Eingang eines LMK317 mit 2,2uF + 1 Ohm zwischen GND und Eingang parallel
zu einem 0,22uF, dieser hängt direkt am Ausgang des Gleichrichters.
Zitat aus dem Datenblatt des LMK317 " tantalum input bypass
capacitor(Cin) is recommended to reduce the sensitivity to input line
impedance."
Olaf schrieb:
> Das stimmt nicht. Gerade fuer Bastler kann es interessant sein wenn du
> auf irgendeinem Flohmarkt billig eine alte Rolle abgreifen kannst.
> Es gibt ja derzeit massive Lieferprobleme mit einige Kerkos und
> man kann die dann mit Tantals ersetzen. :-)Zumindest für meine Anwendungen macht
der explizite Kauf keinen Sinn. Klar, wenn es irgendwo einen günstigen Restposten
gibt, dann ist man um Bauteile immer dankbar :-)
Wenn nichts anderes verfügbar ist, dann eben das, was man so in den
Kisten liegen hat. Wobei ich aber durch diverse Beispiele (hier im
Forum) einen gewissen Respekt vor Tantalkondensatoren habe. Mir selbst
ist noch keiner hochgegangen :-)
Arno H. schrieb:
> Tantals sind nicht schaltfest. Der Widerstand begrenzt den Surge-Strom
> auf den für den Kondensator zulässigen Wert.
Das war mir schon klar, dass bei einem Betrieb ohne Vorwiderstand der
Ausfall vorprogrammiert ist. Widersinnig fand ich eben die Tatsache,
dass man einen "LowEsr" verbaut der "nichts aushält" und mit der
notwendigen Strombegrenzung die Vorteile der Verwendung wieder zunichte
macht. So wie einen Überschalljet für die Verkürzung der Reisezeit zu
verwenden, die Geschwindigkeit aber auf 800km/h zu begrenzen, weil die
Struktur nicht mehr aushält :-)
Vielen Dank für das PDF!