Schwingkreis schrieb:
> Hallo zusammen, ich setze mich zurzeit mit dem
> LC-Schwingkreis auseinander. Ich bin gerade auf
> einen Artikel gestoßen, dass ein LC-Schwingkreis
> nicht bei niedrigen Frequenezn benutzt wird. Da
> in dem Fall der Kondensator und die Spule
> ersichtlich größer sein müssen. Da frage ich mich
> gerade, reicht es nicht nur die Spule anders zu
> dimensionieren?
Theoretisch ist das richtig.
Praktisch hat man unter anderem das Problem, dass
in der Thomsonschen Schwingungsgleichung der
Teilterm "Wurzel(L*C)" auftritt. Wenn das C konstant
bleibt, muss also das L 100mal größer werden, wenn
die Frequenz um Faktor 10 niedriger werden soll.
Das führt schnell zu äußerst unhandlichen Größen.
Es ist einfacher, L und C um Faktor 10 zu vergrößern.
> Warum müssen beide anders Dimensioniert werden?
> Liegt das daran, das beide die selbe Menge an Energie
> aufnehmen müssen?
Kann man vielleicht so sehen, ja.
Der Punkt ist: Die Spule speichert die Energie als
Strom, der Kondensator aber als Spannung. Das führt,
wenn man es weiter durchdenkt, zum "Kennwiderstand"
des Schwingkreises (auch "L/C-Verhältnis" genannt).
Das L/C-Verhältnis ist deshalb wichtig, weil der
Schwingkreis selten isoliert arbeitet, sondern fast
immer mit anderen Schaltungsteilen gekoppelt ist.
Wenn das L/C-Verhältnis zu abseitig wird, lässt sich
die notwendige Ankopplung nicht mehr realisieren.
Wenn man für Frequenzänderung L und C gleichermaßen
ändert, bleibt das L/C-Verhältnis konstant, und die
Zusammenarbeit mit anderen Schaltungsteilen bleibt
(ungefähr) gleich.