Servus zusammen,
Ich hab mich vor einiger Zeit an die MC-programmierung gemacht und mir
einen Arduino Uno zugelegt. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich in die
Signalübertragung einsteigen will. Aktuell schwebt mit die einfache
Bedienung eines alten Nokia Handys per Schnittstelle vor. Jetzt ist
erstmal die Frage, ob das so einfach funktioniert oder ob da nur eine
begrenzte Möglichkeit besteht.Zur Verfügung habe ich ein Nokia 1200 bzw
ein 6310i.
zumindest für das 6310i sind Serielle Datenkabel verfügbar.
Zum ausprobieren wäre es für mich interessant zum einen Kontakte aus dem
Telefonbuch anzurufen, zum anderen kurze Textnachrichten zu verfassen
und zu senden. In der Nachricht sollten dann beliebige vom Arduino
gelesene Parameter gesendet werden.
Bin für jede Hilfe und Anregung dankbar!
Beste Grüße!
Hallo,
bitte beschreibe, wie die Kommunikation - elektrisch und logisch - für
ein Nokia 1200 bzw. ein 6310i funktioniert.
D.h. welche(s) Protokoll(e) wird verwendet, Datenorganisation usw.
Die alten Nokiahandys kommunizieren per FBUS (ein serielles Protokoll,
ich glaub mit 2400 bps) - das ist nicht weiter schwierig (habe das vor
Jahren mal gemacht), Inspiration kannst Du Dir aus den Sourcen von
gnokii z.B. holen
MiMa schrieb:> Ich würde es mal mit AT Befehlen versuchen.
Die alten Nokias haben eigentlich alle FBUS - AT Befehle fand man eher
bei den alten Siemens.
Hallo miteinander!
Vielen Dank für die ganzen Infos, da sind ganz brauchbare Infos für mich
dabei und ich bin guter Dinge, wenn einige von euch erfolgreich schon
ähnliches betrieben haben.
Dann werde ich mich mal an die Beschaffung von Datenkabel machen und
mich mit FBUS vertraut machen.
Wie sieht der einfachste Weg zur Verkabelung aus? Kann ich das Handy
"direkt" also per adapter einfach an den Arduino klemmen oder brauche
ich noch einen Übersetzer oä dazwischen ?
Flo schrieb:> Wie sieht der einfachste Weg zur Verkabelung aus? Kann ich das Handy> "direkt" also per adapter einfach an den Arduino klemmen oder brauche> ich noch einen Übersetzer oä dazwischen ?
Kommt drauf an. Der Arduino arbeitet wohl mit 5V. Das Handy sicherlich
nur mit 3,3V. Es muss also ein Pegelwandler dazwischen.
devzero schrieb:> Ja, das Handy kommt nur mit etwa 3,3V aus. Schau Dir einfach mal> den> Link von mir an, da ist auch eine moegliche Anbindung drin.
Die Anleitung ist echt Gold wert! Das geht alles in die richtige
Richtung, gedanklich kann ich mir das ungefähr vorstellen, die Umsetzung
ist da gerade noch was anderes.
Brummbär schrieb:> Der Arduino arbeitet wohl mit 5V. Das Handy sicherlich> nur mit 3,3V. Es muss also ein Pegelwandler dazwischen.
Also ich brauche einen Pegelwandler, der mir mein 5V signal in ein 3,3V
signal (und andersherum) übersetzt, da mein µC ja nur 5V ausgeben kann.
Beim Eifelhandy ist die Platine etwas umfangreicher, da die Daten direkt
abgegriffen werden ?
Korrigiert mich, wenn ich Falsch liege!
Mein Gedanke war jetzt erstmal per Datenkabel an das Handy zu gehen,
dahinter setzte ich den Pegelwandler und gehe vom Pegelwandler auf mein
Arduino Board.
Anschließend kann ich dann (vermutlich) per FBUS mit dem Handy
kommunizieren, sende also 128x Ox55 und kann dann versuchen mit dem
Gerät zu arbeiten - sprich SMS und Telefon funktion ansprechen. Sowie
ich das gerade sehe ist dazu keine weitere lib notwendig ?!
Wie kann ich die Anbindung von Pegelwandler zum Board gestalten?
Hoffentlich erzähle ich keinen totalen nonsens - bin in der Thematik
leider echt neu...
Wenn Du ein fertiges Datenkabel nehmen moechtest (also wo ein D-SUB
Stecker bzw. Buchse dran ist), dann kannst Du diesen z.B. ueber einen
MAX232 mit dem Arduino verbinden. Der macht dann fuer Dich die
Pegelwandlung von RS232 auf die TTL Pegel.
Wenn Du den Stecker abschneiden willst, dann brauchst Du einen
Pegelwandler von 5V auf 3.3V und umgekehrt. In dem konkreten Projekt ist
der Pegelwandler ueber einen Spannungsteiler fuer RX und 2 Transistoren
fuer TX realisiert. Geht natuerlich auch anders und eleganter. Gibt auch
fertige Pegelwandler die genau das tun.
Evtl. kann man den Arduino auch mit 3,3V betreiben?
devzero schrieb:> Wenn Du ein fertiges Datenkabel nehmen moechtest (also wo ein D-SUB> Stecker bzw. Buchse dran ist), dann kannst Du diesen z.B. ueber einen> MAX232 mit dem Arduino verbinden. Der macht dann fuer Dich die> Pegelwandlung von RS232 auf die TTL Pegel.
Genau - ich wollte Anfangs mal die Fehlerquellen recht gering halten und
ein fertiges Datenkabel verwenden. Damit gehts dann per D-Sub auf ein
RS-232 Shield auf dem Arduino, der dann die Pegel wandeln soll.
devzero schrieb:> Evtl. kann man den Arduino auch mit 3,3V betreiben?
Verfügbar sind aufjedenfall 3,3V und 5V am Board, allerdings bin ich der
Meinung, dass die I/Os standartmäßig mit 5V arbeiten.
Die Serielle Kommunikation verläuft doch hier ähnlich wie auch beim I2C,
richtig? Einmal Clock, einmal Data und der rest ist Peripherie? Das ist
zumindest das Prinzip der Seriellen Übertragung - oder hab ich da was
falsch verstanden ?
Flo schrieb:> Die Serielle Kommunikation verläuft doch hier ähnlich wie auch beim I2C,> richtig? Einmal Clock, einmal Data und der rest ist Peripherie? Das ist> zumindest das Prinzip der Seriellen Übertragung - oder hab ich da was> falsch verstanden ?
Das hast Du falsch verstanden.
Mit einem Serialshield, was ja vermutlich auch nur ein MAX232 mit
Beschaltung ist, stellt sich die Frage nach dem Pegelwandler 3.3V/5V gar
nicht.
Verbinden und mit der Serial-Klasse von Arduino mit dem Handy
kommunizieren.
devzero schrieb:> Mit einem Serialshield, was ja vermutlich auch nur ein MAX232 mit> Beschaltung ist, stellt sich die Frage nach dem Pegelwandler 3.3V/5V gar> nicht.> Verbinden und mit der Serial-Klasse von Arduino mit dem Handy> kommunizieren.
Wunderbar - gerade am Anfang wollte ich die Fehlerquellen möglichst
gering halten und mich erst nach und nach von den fertigen Bausteinen zu
individuellen Lösungen arbeiten.
NichtWichtig schrieb:> Das hast Du falsch verstanden.
Kann mir jemand kurz und knapp meinen Denkfehler erläutern? Wie oben
genannt läuft bei mir (zumindent schematisch) eine serielle
kommunikation ab. Der Master stellt dabei ne Anfrage und bekommt
anschließend über die gleiche Leitung die Antwort.
Ich habe bereits einen Schaltplan vom DLR-3 gefunden, das ist etwas
aufwendiger mit einem MAX3237 und einem 16LC63 aber die basis sollte
doch ähnlich sein? Bin etwas verwirrt.
Flo schrieb:> Wie oben genannt läuft bei mir (zumindent schematisch) eine serielle> kommunikation ab. Der Master stellt dabei ne Anfrage und bekommt> anschließend über die gleiche Leitung die Antwort.
Nein. Asynchrone serielle Schnittstellen haben a) kein Taktsignal und
verwenden b) getrennte Leitungen für das Senden und Empfangen von
Daten.