Da meine funkgesteuerte Küchenuhr Probleme hat, die korrekte Zeit zu
finden, öffnete ich den Deckel des Uhrwerks. Dabei fiel mir ein kleines
4-beiniges Bauteil auf, das recht aufwändig mitten auf dem eigentlichen
Uhrwerk (schwarzer Kasten) montiert ist. Was könnte das sein?
Die Uhr ging plötzlich stark nach. Nach Einlegen einer neuen Batterie
laufen die Zeiger einmal im Expresstakt um und bleiben kurz nach 12:00
stehen. Dannach rührt sich nichts mehr. Ich vermute, dass sie aus
irgendeinem Grund keinen Funkempfang hat.
Mike schrieb:> 4-beiniges Bauteil auf, das recht aufwändig mitten auf dem eigentlichen> Uhrwerk (schwarzer Kasten) montiert ist. Was könnte das sein?
Hallsensor zur Erkennung der Zeigerstellung.
>Manche Uhren synchronisieren sich nur 1x pro Tag.
Die Hersteller von Batterien plädierten schon seit langem dafür ständig
zu synchronisieren. Der Empfang und die Zeiger rotieren zu lassen kosten
richtig viel Strom.
P.S. Gibt es keine Synchronanzeige und wenn ich mir nicht sicher bin,
nehme ich die Batterie kurz raus.
Hi,
die Uhr spinnt auch ab und zu.
Mit NiMH-Akkus läuft sie nur ein paar Stunden und bleibt dann stehen.
Braucht "echte" Batterien (2 x 1,5V).
ciao
gustav
Die Spannung von "echten" Batterien ist minimal höher als die ihrer
Akkukollegen.
Allerdings sollten dann auch die Batterien schon bald das zeitliche
segnen.
Grundsätzlich gilt aber: Niedrigstenergieverbraucher (Langläufer) und
Akkumulatoren geben meist ein schlechtes Gespann ab. Da spielt die
Selbstentladung eine Rolle.
Es gibt zwar am Markt auch hierfür spezielle Akkus, aber so richtig
bringen die es auch nicht. Meist weil der Innenwiderstand zum
Spielverderber wird.
P.S. Ich gehe aber mal davon aus, dass Deine Uhr eine Fehlkonstruktion
ist, die mit geringfügig geleerten Batterien nichts anzufangen
weis.
Sebastian S. schrieb:> Die Spannung von "echten" Batterien ist minimal höher als die ihrer> Akkukollegen.
Na ja...Alkali Zellen haben um die 1,6 Volt, Neue moderne Lithium
Batterien haben ca. 1,8V. Das ist nicht minimal höher.
> Grundsätzlich gilt aber: Niedrigstenergieverbraucher (Langläufer) und> Akkumulatoren geben meist ein schlechtes Gespann ab. Da spielt die> Selbstentladung eine Rolle.
I.d.R. laufen die meisten Geräte auch mit Akkus.
> Es gibt zwar am Markt auch hierfür spezielle Akkus, aber so richtig> bringen die es auch nicht. Meist weil der Innenwiderstand zum> Spielverderber wird.
Der Innenwiderstand von einem Akku ist der Spielverderber, inwieweit?
Joe F. schrieb:> Manche Uhren synchronisieren sich nur 1x pro Tag.
Reicht i.d.R. auch aus und findet meist um 2 Uhr in der Nacht statt.
Mike schrieb:> Die Uhr ging plötzlich stark nach. Nach Einlegen einer neuen Batterie> laufen die Zeiger einmal im Expresstakt um und bleiben kurz nach 12:00> stehen. Dannach rührt sich nichts mehr. Ich vermute, dass sie aus> irgendeinem Grund keinen Funkempfang hat.
Dann müsste sie über einen längeren Zeitraum nichts empfangen.
Vielleicht ist das Uhrwerk einfach nur verschmutzt, oder defekt.
@TO
Wie sieht es denn mit der Batteriespannung aus? Erst neu und dann nach
einigen Tagen gemessen? Auf dem Foto sind einige Kondensatoren zu sehen.
Sind die in Ordnung?
hinz schrieb:> Hallsensor zur Erkennung der Zeigerstellung.
Die mir bekannten Analoguhren haben eine optische Erkennung.
Mike schreibt, seine Zeiger würden schnell auf 12:00 laufen und dann
anhalten, damit ist dieses Bauteil sicher nicht schuldig.
Joe F. schrieb:> Manche Uhren synchronisieren sich nur 1x pro Tag.Jede mir bekannte Uhr synchronisiert nach Einlegen der Batterie
sofort, ich habe im Haus in jedem Zimmer eine analoge DCF-Uhr.
Sebastian S. schrieb:> Die Spannung von "echten" Batterien ist minimal höher als die ihrer> Akkukollegen.
Schön wäre das. Ich habe analoge DCF-Wanduhren, die schon bei 1,25V
aufhören zu empfangen. In der Praxis heißt das, dass man nie genau weiß,
ob Akkubetrieb möglich ist. Sinnvoll ist er eh kaum, da NiMH mehr
Selbstentladung hat als die Tick-Tack verbraucht und eneloops sich nicht
unter 10 Jahren amortisieren würden.
Manfred (Gast) schrieb:
>Joe F. schrieb:>> Manche Uhren synchronisieren sich nur 1x pro Tag.>Jede mir bekannte Uhr synchronisiert nach Einlegen der Batterie>sofort, ich habe im Haus in jedem Zimmer eine analoge DCF-Uhr.
Ja, eben nur Dir bekannte. Hat aber keine allgemeine Bedeutung für den
Rest, denn es gibt nun mal welche, die nicht sofort sync'en. Habe selber
so ein Ding, was sich erst nachts sich sync't.
Jens G. schrieb:> Manfred (Gast) schrieb:>>>Joe F. schrieb:>>> Manche Uhren synchronisieren sich nur 1x pro Tag.>>>Jede mir bekannte Uhr synchronisiert nach Einlegen der Batterie>>sofort, ich habe im Haus in jedem Zimmer eine analoge DCF-Uhr.>> Ja, eben nur Dir bekannte. Hat aber keine allgemeine Bedeutung für den> Rest, denn es gibt nun mal welche, die nicht sofort sync'en. Habe selber> so ein Ding, was sich erst nachts sich sync't.
Und woher weiß die wann Nacht ist?
hinz schrieb:>> Ja, eben nur Dir bekannte. Hat aber keine allgemeine Bedeutung für den>> Rest, denn es gibt nun mal welche, die nicht sofort sync'en. Habe selber>> so ein Ding, was sich erst nachts sich sync't.>> Und woher weiß die wann Nacht ist?
vielleicht hat er schlechten Empfang.
Ich hatte das auch schon. Nach dem Einlegen der Batterie versucht die
Uhr zu synchronisieren, hat aber keinen Empfang. Nach ein paar Minuten
läuft sie trotzdem los. Sie versucht es immer wieder und nachts, wenn
der Empfang besser ist, synchronisiert sie dann.
Manfred schrieb:> Schön wäre das. Ich habe analoge DCF-Wanduhren, die schon bei 1,25V> aufhören zu empfangen. In der Praxis heißt das, dass man nie genau weiß,> ob Akkubetrieb möglich ist.
Hi,
diese Junghans-Uhr mag Akkus überhaupt nicht, läuft aber zum Test schon
seit etwa drei Monaten ununterbrochen klaglos mit
Zink-Kohle-Billigst-Batterien. Komisch, nicht?
Übrigens, man sollte nicht zu oft die Beleuchtungstaste drücken.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Komisch, nicht?
Würde ich nicht mal sagen.
Zink/Kohle hat eine höhere Spannung (1,5V) als ein Akku (1,2V).
Von daher ist das schon eine Erklärung...
>Hallsensor zur Erkennung der Zeigerstellung.
Vielen Dank für die Antwort, ich denke, das macht Sinn. Dann müsste
unter dem Plastikdeckel ein kleiner Magnet sein, der mit dem
Stundenzeiger gekoppelt ist.
> Schön wäre das. Ich habe analoge DCF-Wanduhren, die schon bei 1,25V> aufhören zu empfangen. In der Praxis heißt das, dass man nie genau weiß,> ob Akkubetrieb möglich ist.
Ähnliches habe ich auch beobachtet, anscheinend setzt der Funkempfang
früher aus als der Zeigerantrieb, wenn die Batterie schwächer wird. In
dem Fall läuft die Uhr auf dem internen Quarz weiter, weicht aber
mangels Synchronisation immer mehr von der korrekten Zeit ab.
Akkubetrieb macht meiner Meinung nach wenig Sinn, mit einer Alkalizelle
hält die Uhr mehr als ein Jahr durch. Da ist jeder Akku durch
Selbstentladung längst leer.
Die Uhr läuft übrigends inzwischen wieder korrekt, sie hat in der
vergangenen Nacht die Synchronisation geschafft.
Mike schrieb:> Akkubetrieb macht meiner Meinung nach wenig Sinn, mit einer Alkalizelle> hält die Uhr mehr als ein Jahr durch.
Ja, dass macht wirklich wenig Sinn. Nichtsdestotrotz stimmt diese
Aussage bei weitem nicht.
Mike schrieb:> Da ist jeder Akku durch Selbstentladung längst leer.
> Hi,> diese Junghans-Uhr mag Akkus überhaupt nicht, läuft aber zum Test schon> seit etwa drei Monaten ununterbrochen klaglos mit> Zink-Kohle-Billigst-Batterien.
Einfache Zinkkohle-Zellen sollte man trotzdem nicht nehmen, da
diese zum Auslaufen neigen und auch das Preis/Energieverhältnis
deutlich schlechter als bei AlkaliManganZellen ist. Ich frage
mich sowieso, warum diese einfachen Zinkkohle-Zellen überhaupt
noch gebaut werden.
Karl B. schrieb:> diese Junghans-Uhr mag Akkus überhaupt nicht, läuft aber zum Test schon> seit etwa drei Monaten ununterbrochen klaglos mit> Zink-Kohle-Billigst-Batterien. Komisch, nicht?
Komisch ist bestenfalls, dass Du das Thema Spannungslage nicht
verstanden hast.
Die Ausrichtung der Uhr hat theoretisch und auch nach meiner Erfahrung
in der Praxis ggf. einen großen Einfluss auf den Empfang: Wenn die
Magnetfeldlinien des Senders genau im rechten Winkel zur
(Ferrit-)Antenne laufen, ist kein Empfang möglich. Nahe beim Sender
reichen für korrekten Empfang kleine Abweichungen von dieser
Ausrichtung.
Bei mir synchronisieren sich zwei Uhren (eine ältere, jetzt außer
Betrieb) auf dem Nachttisch ausgerechnet dann nicht, wenn ich das
Display so ausrichte, das ich aus dem Bett senkrecht darauf schauen
kann. Ein bisschen schräg zur (optischen) Idealausrichtung muss ich sie
drehen, damit es klappt.
Der Zahn der Zeit schrieb:> Die Ausrichtung der Uhr hat theoretisch und auch nach meiner Erfahrung> in der Praxis ggf. einen großen Einfluss auf den Empfang
[Loriot]
Ach!
[/Loriot]
scnr
Wenn eine Funkuhr nachgeht, ist die Batterie leer. Die Uhren laufen aus
Stromspargründen nicht ständig funkgesteuert. Wenn die Uhr nach der
Inbetriebnahme synchronisiert hat, wird nur ein mal in der Nacht neu
synchronisiert. Dann läuft die nächsten 24 Stunden quarzgesteuert. Wenn
kein DCF-Empfang möglich ist, dann versuchen es manche Uhren stündlich
neu.
Falls eine DCF-Synchronisierung immer wieder fehlschlägt, dann kann der
Standort der Uhr von Störstrahlung z.B. von Schaltnetzteilen verseucht
sein.
Die Sendeanlage befindet sich S/W bei Frankfurt/Main. Lege die Uhr mal
in ein Fenster, daß in diese Richtung zeigt. bzw. gehe mit der Uhr nach
draußen.
Eine meiner Funkuhren hat immer beim Batteriewechsel Probleme,
vermutlich da wegen noch teil geladener Kondensatoren der Reset nicht
funktioniert. Nach dem Kurzschließen der Batteriekontakte und erneutem
einsetzen der Batterie startet die DCF-Synchronisierung dann immer.
npn schrieb:> [Loriot]> Ach!> [/Loriot]
Ich mag den Typen auch sehr! Aber Butter bei die Fische: Hier wurde
seitenweise über den Einfluss der Batterie auf die Synchronisierung
diskutiert, aber kein Schwein erwähnt, dass es einen wohl möglich viel
erheblicheren, anderen Einfluss gibt, der die ganzen Beobachtungen mit
den Akkus ad Absurdum führen könnte. Und ich wette, das Vielen hier (und
schon gar nicht Otto Normalverbraucher) das bewusst ist.
[Louis de Funes]
Nein! Doch! Ohh!...
[/Louis de Funes]
Manfred schrieb:> Komisch ist bestenfalls, dass Du das Thema Spannungslage nicht> verstanden hast.
Hi,
darauf zielte die Bemerkung ab:
Mike schrieb:> mit einer Alkalizelle> hält die Uhr mehr als ein Jahr durch.
Nein, auch mit Bi l l i g s t-Zink-Kohle. (OK. Vielleicht ab und zu mal
nachgucken, ob Elektrolyt ausläuft.)
Alkali laufen auch aus. Andere Behauptungen grenzen an Werbelügen.
Siehe Bild.
Der Zahn der Zeit schrieb:> Und ich wette, das Vielen hier (und> schon gar nicht Otto Normalverbraucher) das bewusst ist.
Doch. Siehe zweites Bild.
ciao
gustav
Karl B. schrieb:> Der Zahn der Zeit schrieb:>> Und ich wette, das Vielen hier (und>> schon gar nicht Otto Normalverbraucher) das bewusst ist.>> Doch. Siehe zweites Bild.
Ähhhh...
1. Ist das überhaupt DCF77? Sieht zumindest nicht unplausibel aus.
2. Außenantenne installiert im IP65-Gehäuse - das machen nach deiner
Ansicht sogar alle Otto Normalverbraucher so, wenn der Empfang nicht
klappen will? Natürlich ganz von alleine, ohne das es jemand erklärt,
woran es liegen kann und wie man's macht? (Schon seit dem Kindergarten?)
Da lobe ich mir doch Deutschlands Bildungsniveau! :-)
Der Zahn der Zeit schrieb:> Natürlich ganz von alleine, ohne das es jemand erklärt,> woran es liegen kann und wie man's macht? (Schon seit dem Kindergarten?)
Hi,
dafür gibt es ja die BNetzA.
ciao
gustav