Hi,
ich bräuchte eine 12V Stromversorgung im Außenbereich (überdacht) einer
Gartenhütte für einen WLAN-AP+Kamera.
Hierfür würde ich gerne ein 12V Einbaunetzteil
(https://www.conrad.de/de/p/tracopower-tiw-12-112-ac-dc-einbaunetzteil-1-a-12-w-12-v-dc-512634.html)
in eine Abzweigdose (https://www.amazon.de/gp/product/B001JMRTTS)
montieren und entsprechend verkabeln.
WLAN-AP+Kamera sollten laut Datenblatt maximal 10W verbrauchen wodurch
sich ein 12W-Netzteil eventuell ausgehen würde, bin mir aber nicht
sicher, ob ich nicht doch etwas überdimensionieren und zum
nächstgrößeren 24W-Netzteil greifen sollte
(https://www.conrad.de/de/p/tracopower-tiw-24-112-ac-dc-einbaunetzteil-2-a-24-w-1083034.html).
Weiters hätte ich eine Frage zur Abdichtung:
Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich Kabelverschraubungen verwenden
sollte oder ob es reicht die Kabel direkt über ein Loch in der
Gummifolie (anstelle der Kabelverschraubungen) durchzuführen.
Die Aufstellort ist zwar überdacht, da ich wettermäßig jedoch mit
Temperaturen zwischen -15° und 40°C rechnen müsste, wäre eventuell sogar
eine nicht ganz dichte Abzweigdose von Vorteil (zusätzlich zur
eventuellen Wärmeentwicklung des Netzteils).
Zusammengefasst:
- Würdet Ihr ein 24W- anstelle eines 12W-Netzteils bei 10W
Verbrauchsleistung empfehlen?
- Sollte die Abzweigdose mit Netzteil komplett dicht sein, oder reicht
es wenn es großteils dicht ist (bis auf die Kabeleinführungen) um die
Wärmeentwicklung sowie Außentemperaturschwankungen besser ausgleichen zu
können?
Danke und LG
Irgendwie hast Du zwei Möglichkeiten:
1. Du nimmst ein Netzteil, das von Haus aus für den Außenbetrieb
geeignet ist.
oder
2. Du nimmst ein Netzteil, das für den gewünschten Temperaturbereich
geeignet ist und "verpackst" es Wasserdicht.
Die Ausrede: (was anderes ist es ja nicht) "es ist unter Dach", gilt
nicht. Spätestens nach einem ordentlichen Nebel, ist das Teil genauso
nass, als wäre es dem direkten Regen ausgesetzt.
Beim "Verpacken" musst Du darauf achten, dass Du die Wärme nicht auch
mit einsperrst.
Natürlich ist etwas Reserve (24W statt 10W) nicht schlecht, werden aber
soundsoviel Watt benötigt, so müssen die auch irgendwie wieder heraus.
Ein Netzteil das mit 10W belastet, und 10W hat, wird produziert genauso
viel Wärme wie eins das mit 20W belastet werden kann.
Eventuell produziert ein Netzteil, dass "richtig" belastet wird, unter
Umständen weniger Abwärme, wie eins das nur mit 50% läuft.
Und ganz nebenbei,
230V im Aussenbereich.. RCD? richtiger Verteiler und LSS in der
Hauptverteilung im Haus ?
Einfach ne Strippe wo hin ziehen ist der größte Pfisch seit der Arche
...
Michi schrieb:> ich bräuchte eine 12V Stromversorgung im Außenbereich (überdacht) einer> Gartenhütte für einen WLAN-AP+Kamera.
Weshalb kommt die Versorgung nicht in die Hütte?
Michi schrieb:> WLAN-AP+Kamera sollten laut Datenblatt maximal 10W verbrauchen wodurch> sich ein 12W-Netzteil eventuell ausgehen würde,
Wäre mir zu knapp bemessen.
Sebastian S. schrieb:> Irgendwie hast Du zwei Möglichkeiten:> 1. Du nimmst ein Netzteil, das von Haus aus für den Außenbetrieb> geeignet ist.> oder> 2. Du nimmst ein Netzteil, das für den gewünschten Temperaturbereich> geeignet ist und "verpackst" es Wasserdicht.
Das Netzteil wäre eines, welches für den Einbau in Unterputzdosen
gedacht ist, ist IP67-zertifiziert (staub- und wasserdicht) und hat
einen Betriebstemperaturbereich zwischen -20° und 50°C. Daher vermute
ich, dass es eigentlich passen sollte, allerdings bin ich mir nicht
sicher ob man Wärmeentwicklungsmäßig etwas beachten sollte oder nicht.
Hatte am Anfang an ein IP67-LED-Netzteil von MeanWell gedacht (ohne es
mit einzubauen), allerdings haben die Netzteile der LPV-Serie unter 60W
keine Ummantelung der Anschlussdrähte und ein 60W Netzteil würde ich mit
max. 10W Verbrauch in einem sehr niedrigen Wirkungsbereich betreiben.
Daher dachte ich, ich könnte dann ich gleich ein Einbaunetzteil
verwenden und es mit in die Abzweigdose verbauen, wenn nichts dagegen
spricht.
Jörg R. schrieb:> Weshalb kommt die Versorgung nicht in die Hütte?
Sollte es später eigentlich auch. Anfangs dachte ich auch an einen
PoE-Switch mit entsprechender Kabelverlegung (z.B. auch zum Carport),
allerdings dauert es bis dahin doch noch etwas länger. Mit der
temporären Versorgung außerhalb der Hütte könnte ich auch die
Positionierung von WLAN-AP sowie Kamera noch leichter verändern (bevor
dann später die Kabel verlegt werden).
Michi schrieb:> Das Netzteil wäre eines, welches für den Einbau in Unterputzdosen> gedacht ist, ist IP67-zertifiziert (staub- und wasserdicht) und hat> einen Betriebstemperaturbereich zwischen -20° und 50°C.
Häh? Suche im Internet nach 'Schutzart'. IP67 kann direkt im
Außenbereich montiert werden, es braucht kein zusätzliches Gehäuse.
Die Frage ist doch eher, ob das Netzteil überhaupt im Außenbereich
installiert werden muß. Was spricht dagegen, das Netzteil im Gebäude zu
belassen und nur die Kleinspannung nach draußen zu führen?
Michi schrieb:> - Würdet Ihr ein 24W- anstelle eines 12W-Netzteils bei 10W> Verbrauchsleistung empfehlen?
12W.
Wenn der Kamerachinese gelogen hat, hat man aber ein Problem.
> - Sollte die Abzweigdose mit Netzteil komplett dicht sein,
Ordentliche Kabel. Ordentliche Verschraubungen.
IP45. Es NERVT wenn sich da eine Spinne elektrokurzifiert und der FI
auslöst.
Ob das Netzteil nun IP 67 ist egal. Die Anforderungen an die Schutzart
gelter der gesamten Installation und wie soll man an so lose Strippen
was gekapselt und mechanisch sicher anklemmen?
Sebastian S. schrieb:> Ein Netzteil das mit 10W belastet, und 10W hat, wird produziert genauso> viel Wärme wie eins das mit 20W belastet werden kann.
Quelle? Netzteile sind nichtlinear..
Hallo
ernst gemeinter Tipp - zumindest hier im Forum:
1- Niemals, unter keinen Umständen Fragen zur Netzspannung stellen, es
sei den es ist einen langweilig (der kläffenden Meute einen Knochen
vorwerfen und den Kampf dann aus sicheren Abstand beobachten kann sehr
amüsant sein - und es funktioniert hier immer ...).
2- In deinen Fall: Einfach ausprobieren - im schlechtesten Fall löst der
Fehlerschutzschalter aus (hoffentlich hängen nicht zu viele andere
Geräte am Stromkreis aus dem das Netzteil versorgt wird...).
Eine kleine unten liegende Bohrung die Insekten sicher gemacht werden
sollte (Die schei.. Viecher stehen auf Löcher und Wärmequellen...) und
ein gut Isoliertes Netzteil (das verlinktes ist es: "Staub- und
wasserdicht IP67") sollten reichen.
-15°C werden so, vor allem wegen den Gehäuse um das Netzteil nie
vorkommen und bei einigermaßen durchdachten Aufbauort wir es im Gehäuse
auch immer in sicheren (Elektronik verträgt deutlich mehr als ein
Mensch) Bereich bleiben - direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, helles
Gehäuse verwenden und andere einfache (logische) Maßnahmen durchführen
die aber von den jeweiligen Gegebenheiten abhängen.
Und ich würde bei max. 10W Leistungsaufnahme (somit durchschnittlich
sicherlich deutlich weniger) das 12W Netzteil nehmen - Traco versprich
eigentlich nie zuviel und man kann sich auf die Daten verlassen bzw. hat
sogar "nicht garantierte aber eben doch vorhandene" Reserven.
10W Last an einen 12W Schaltnetzteil sind vom Wirkungsgrad recht optimal
- dank der bei Traco wirklich guten Schaltnetzteile ist von einen guten
Wirkungsgrad von deutlich über 90% eventuell sogar 95% aus zu gehen -
entsprechend gering ist die Verlustleistung die in Wärme umgesetzt wird.
Bei den Preis den Traco aufruft muss das aber auch so sein.
3. Lass dich nicht von den "Spezialisten" und "Dramaqueens" hier
verunsichern - das sind alles Theoretiker und Panikmacher die keine
Ahnung davon haben welch ein gewaltiger Aufwand hinter einer von ihnen
erträumten Installation stecken würde.
BoBBurg
Wäre das Netzgerät direkt Regen ausgesetzt?
Der größte Stromverbrauch findet in der Nacht statt. Der Grund ist der
Infrarotscheinwerfer.
Da in der Nacht die Temperatur tiefer als bei Tag ist, könnte sich des
Netzgerät ausgehen.
Ist das Netzgerät eine Steckernetzgerät?
Ich habe seit einem Jahr ein Steckernetzgerät für eine IP-Kamera in
Betrieb. Dieses wurde mit der außentauglichen Kamera mitgeliefert. Da
Außensteckdose hat einen Deckel, der daß Steckernetzgerät von oben
abdeckt. Die Steckdose ist mit einem eigenen FI mit 30mA geschützt. Es
gab bisher keine Probleme.
Wichtig ist das Steckernetzgerät gegen Spritzwasser zu schützen.