Hilfe bei Bauteil identifizieren

Gast #5923112
Antenne schrieb:
> Es gehört zu einer KitchenAid (Drehzahl?)-Steuerung.

Es gibt in deiner Welt natürlich nur EINE KitchenAid. In manchen sind 
gar mechanische Drehzahlregler.
Aber üblicherweise ist eine Drehzahlregelung mit TRIAC (600V, 8A, 15mA, 
nimm BT138-800) und externem DIAC verbaut. Natürlich ist das niemals ein 
MOSFET.

https://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/search.php?su=KITCHENAID+
Gast #5923163
Vielen Dank für die Hinweise.

Der Drehzahlregler ist mechanisch (siehe Bild).
Die Platine auf der das unbekannte Bauteil sitzt wird im Netz als Phase 
Control Board bezeichnet. Keine Ahnung was die damit meinen.

Ich bin mir auch nicht sicher ob das Teil defekt ist. Meine Eltern haben 
es mit folgender Fehlerbeschreibung gebracht:
Anscheinend ist der RCD beim Kneten (große Last) mehrmals geflogen 
(konnte ich nicht reproduzieren, da kein Zubehör).

Die Drehzahlregelung funktioniert im Grunde, den Kommutator habe ich 
gereinigt, Kohle ist recht kurz aber noch i.O.

Nun vermute ich den Netzentstörfilter:
Messwerte :
Ausgang1 gegen Ausgang 2: 0,8uF ( sollte laut Bild 0,12uF)
Ausgang 1 gegen Erde: 18nF (soll: 2,4nF)
Ausgang 2 gegen Erde: 18nF (soll: 2,4nF)
Ausgänge gegen Erde: >10Mohm
Ausgang gegen Ausgang: 1Mohm
Messgerät: Keysight 34450A

Den ESR konnte ich mangels Messgerät nicht Messen

Könnte es sein, dass der Netzfilter eventuell kaputt ist?


@MaWin: Ich weiß gerade nicht welcher Typ das Gerät ist. Die Maschine 
ist deutlich älter als 20Jahre (Heavy Duty version).
#5923185
Mit 99,9 % ist das ein BTA Triac (isolierte Kühlfahne) bzw. wenn nicht,
kann der gezeigte Typ mit einem BTA-Typ ersetzt werden...

Interessant wäre noch ein Bild von oben und von der Seite, damit man
die Bauteile im Umfeld erkennen kann...
Gast #5923202
Der Triac ist nicht kaputt. wenn er kaputt wäre, hätte er Durchgang und 
das Gerät würde mit max. Drehzahl laufen.

Antenne schrieb:
> Anscheinend ist der RCD beim Kneten (große Last) mehrmals geflogen
> (konnte ich nicht reproduzieren, da kein Zubehör).

Schlecht.

Antenne schrieb:
> Nun vermute ich den Netzentstörfilter:

Kann sein. Betreibe es mal ohne.
Ich sehe aber keinen Zusammenhang zu "Großer Last".
Gast #5923334
Abdul K. schrieb:
> Oder eventuell ein altes Haus, was von klassischer Nullung auf
> modern
> umgerüstet wurde. Und ein Kabel wurde vergessen und nicht korrekt
> umgeklemmt. Dann fliegt bei größerer Last der FI. Meist sind das 300mA
> Typen.

Daran liegt es definitiv nicht. Ich habe alle 
Unterverteiler+Hauptverteiler vor 6 Jahren erneuert. RCD hat 30mA 
Auslösestrom. Das Haus ist Baujahr 90 und hat daher keiner klassische 
Nullung.
Gast #5923336
michael_ schrieb:
> Der Triac ist nicht kaputt. wenn er kaputt wäre, hätte er
> Durchgang und
> das Gerät würde mit max. Drehzahl laufen.
>
> Antenne schrieb:
>> Anscheinend ist der RCD beim Kneten (große Last) mehrmals geflogen
>> (konnte ich nicht reproduzieren, da kein Zubehör).
>
> Schlecht.
>
> Antenne schrieb:
>> Nun vermute ich den Netzentstörfilter:
>
> Kann sein. Betreibe es mal ohne.
> Ich sehe aber keinen Zusammenhang zu "Großer Last".

Ich werde heute Abend den Netzfilter ausbauen und ohne betreiben.
Ich verstehen den Zusammenhang mit RCD-Auslösung und großer Last 
ebenfalls nicht. Vielleicht hat auch der Motor einen Schaden.

Den Verdacht eines defekten Triac ist wohl falsch, da die 
Drehzahlsteuerung funktioniert.

Trotzdem vielen Dank an alle.
Gast #5926318
Also ich habe jetzt einen Schaltplan im Internet gefunden.
Da ist ganz eindeutig ein Triac eingezeichnet. Vielen Dank für die 
Hinweise.

Ich glaube zwar nicht, dass es an der Platine liegt, aber nach >25 
Jahren schadet es bestimmt nicht, alle Bauteile für ein paar € zu 
ersetzen

LG
Angehängte Dateien:
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #5926495
Antenne schrieb:
> aber nach >25 Jahren schadet es bestimmt nicht, alle Bauteile für ein
> paar € zu ersetzen
Es mag evtl. nicht schaden (wobei man da beim Löten auf den alten 
verlackten Platinen schon aufpassen sollte, der mechanische Stress beim 
Ausbau nicht zu vernachlässigen ist und man im realen Leben schon 
eigenartige Effekte mit Die-Shrinks hatte), aber was nutzt es? Denn 
letztlich läuft das Ding ja so gut es kann, denn wie gesagt:
> die Drehzahlsteuerung funktioniert.

Bestenfalls nachlöten würde ich das Ding. Und das auch nur, wenn die 
Lötstellen dubios aussehen und die Pins lose im Zinn stehen (was hier 
augenscheinlich nicht der Fall ist).
Gast #5926675
Wenn das Entstörfilter einen Hau hat, hilft oft umgekehrtes Einstecken 
des Netzsteckers, sodass L am andren Pin liegt, zur Klärung der Ursache.

Wenn einer der beiden "Querkondensatoren" z.B. bei Erwärmung durchlässt, 
liegt dann  in einer der beiden möglichen Polungen volle Netzspannung an 
dem C zum PE hin und der Leckstrom ist doppelt so hoch wie bei intaktem 
Entstörglied.
Gast #6262961
Konntest du das Problem lösen?
ich habe hier glaub ein ähnliches Problem. Alte Maschine, Drehzahl 
Regelung funktioniert. Ausgeschaltet aber eingesteckt flog plötzlich der 
FI-Schutzschalter.
Danke Gruss Anton

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