Oliver S. schrieb:> Soll da DSL raus kommen dann liegen da ca 60 Volt an.
Seit wann?
Wenn da POTS oder ISDN drauf ist, kommt da DC an, ud zwar irgendwas von
40-60V.
DSL ist rein HF, da ist genau gar nichts drauf, außer Einstreuungen.
Sämtliche Gleichspannungen sind Erdschlüsse o.ä., Wechselspannungen
niedriger Frequenz (50Hz ;) ) sind von Verlegeung neben Stromleitungen
eingestreute Induktionsspannung.
Eine DSL-Verbindung lässt sich nur durch Sync testen.
Solange kein Vertrag besteht, wird weder irgend ein Verteiler verdrahtet
noch irgendein Signal angeschlossen.
Es kommt oft genug vor, das der DSL-Techniker am Neuanschluss nix
findet, weil das noch nie benutzte Kabel irgendwo offen oder kaputt ist.
Das lässt sich aber erst am Tag des Einschaltens klären (bzw. danach).
tl;dr:
Du kannst nur mit einem Durhgangsprüfer und einem Gehilfen samt
Kommunikationsgerät den dir zugänglichen Teil der Leitung durchpiepsen,
z.B. "Wohnung bis Keller".
Wennste magst auch noch Isolation und anderes.
Weiter kommt erst ein Techniker vom Provider.
Oliver S. schrieb:> Soll da DSL raus kommen dann liegen da ca 60 Volt an.
Negativ.
Bei Annex B Anschlüssen (also mit POTS oder ISDN in den unteren ca 150
kHz) liegt die Speisespannung von ca 60V nur für POTS oder ISDN an.
Annex B stirbt aber aus.
Bei Annex J hast Du gar keine Speisespannung mehr. Das habe ich jüngst
wieder erleben müssen, als in meinem Umfeld die Frau des Hauses beim
Renovieren eine ihr nicht persönlich bekannte Leitung gekappt hat und
wenig später festgestellen musste, dass sie damit ihr VDSL25 deaktiviert
hat. Ich durfte dann aus den 4 möglichen Doppeladern die richtige mit
experimenteller Datenverarbeitung ermitteln und wieder flicken.
fchk
Günter R. schrieb:> Also ein> Einfachst-Analysator für Schicht 1 des OSI-Modells?
Nennt sich Fritz!Box.
Ernsthaft: Die Fritzbox hat in der Weboberfläche ausführliche DSL
Informationen.
Einfachere Möglichkeiten fallen bei HF Technik leider aus. Die Leitung
muss auf DC nichtmal mehr Durchgang haben.
Frank K. schrieb:> Bei Annex B Anschlüssen (also mit POTS oder ISDN in den unteren ca 150> kHz) liegt die Speisespannung von ca 60V nur für POTS oder ISDN an.> Annex B stirbt aber aus.
Auch das ist nicht ganz richtig.
bei analogen Telefon war die Spannung ca. 60V bei ISDN sind es 90-100V.
Ralph Berres
Irgendwo muss es ja einen Übergabepunkt der Provider geben. Dort sollten
eigentlich sämtliche im Haus verlegten Telefonanschlüsse landen.
Vermutlich gibt es im Keller einen Hausanschlussraum.
Als Hausbesitzer sollten einem auch die Verkabelungspläne der
Hausinstallation zur Verfügung stehen, in der ersichtlich ist welche
Leitung am Übergabepunkt mit welcher RJ45 Dose verbunden ist.
Wenn diese Leitung direkt in dem vermutlich verblomten Übergabepunkt der
Telekom aufgeschaltet ist, kann man garnichts machen, Dann ist es Sache
der Telekom das in Betrieb zu nehmen. Wenn die Leitungen aber entweder
auf einen Patchfeld landen oder die Leitungsenden lose , also noch nicht
aufgelegt sind, kann man zumindest diesen Teil bis in die Wohnung
durchklingeln.
Alles was ab dem Übergabepunkt Richtung Strasse ( also Telekom ) geht
ist für den Privatmann nicht erreichbar, und Sache der Telekom welche
das andere Ende erst im DSLAM aufschalten muss. Bis dahin ist der
Anschluss einfach nur tot.
Bei dem koaxialen Kabelfernsehanschluss wird am Übergabepunkt schon
digitale Fernsehsignale messbar sein. Das heist man könnte hier
probeweise eine Klotze anschließen.
Ob der Pegel passend ist, um was zu sehen ist eine andere Frage.
Der wird aber auch verblomt sein und der Provider ( Es gibt seit
neuesten glaube ich nur noch Vodafone ) wird hocherfreut sein wenn der
Privatmann sich da schon schwarz anschließt.
( Messen wird er es wohl nicht können ).
Ralph Berres
Warum wird immer wieder solcher Mist erzählt?
1. die Telekom TAE-Dosen haben nach wie vor einen PPA, allerdings fest
verbaut. Ein entsprechendes Bild ist ja im WIKI-Beitrag sogar drin.
2. Schließt man seinen Router über ein sog. Signaturkabel an, dann ist
dort auch eine Prüfbescaltung verbaut. Das Kabel bekommt man kostenlos
im T-Punkt.
https://telekomhilft.telekom.de/t5/Geraete-Zubehoer/Signaturkabel/ta-p/2065992
Günter R. schrieb:> Man könnte die Leitung auf Erdschluss prüfen, Kurzschluss oder> Isolation, meinetwegen Impedanz als Kapazität, aber das ist alles nicht> die Garantie, dass unten im Keller die richtigen Verbindungen geschaltet> wurden.>> Wie könnte man/würdet ihr vorgehen?
Wie weit ist es denn Aufgabe des Bauträgers, ab wann bzw. wo beginnt die
Aufgabe des Providers?
Ich würde vermutlich (bei entsprechendem Verdacht, dass irgendwas falsch
läuft, so wie bei euch) die Leitung von der Wohnung in den Keller
durchklingeln und davon ausgehen, dass alles andere eh Aufgabe des
Providers ist - habe mich damit aber auch noch nicht näher beschäftigt.
MfG, Arno
(Und im Zweifelsfall wäre mir Telefon/Internet im Zeitalter von GSM und
LTE auch nicht wichtig genug, dafür großen Stress anzufangen, zumindest
solange Bauträger und Provider sich nicht querstellen oder vollständig
unfähig sind, sondern nur normale Fehler passieren)