Gast
#5965869
Hallo zusammen,
ich stehe gerade mal wieder auf dem Schlauch und dachte mir, ich frag
mal in die Runde, da kommen meist gute Ideen. Und beim Schrieben und
Erklären geht einem auch nicht selten ein Lichtlein auf ;)
Folgendes ist mein Ur-Problem: Ich habe eine ("Off-Grid") PV-Anlage und
lade darüber einen Batteriespeicher. Nun möchte ich jedoch zwischen
Speicher und Regler noch eine Überwachung mit Not-Aus-Funktion einbauen
(Überspannung, Unterspannung, Temperatur, Zell-defekte). Bevor irgendwas
brennt soll der Akku einfach abgetrennt werden. (Siehe schematisches
Bild im Anhang.)
Leider haben die Akkus eine Nennspannung von 60V (beim Laden geht es
Richtung 70V) und bei DC-Spannung ist es gar nicht so leicht ein Relais
zu finden, welches nicht sau teuer ist und trotzdem diese DC-Spannung
sicher trennt. Zudem fürchte ich, dass ein Relais (im Normalfall sollte
es ja nie öffnen) durch Korrosion o.Ä. verkleben kann und im Ernstfall
womöglich nicht öffnet. Daher habe ich mich von mechanischen Relais
abgewandt.
Solid-State Relais gefallen mir da schon besser, auch weil sie DC
einfach "besser" trennen. Aber wenn man 100V+ (ein bisschen Toleranz
wäre mir schon recht) und 3A+ sucht werden auch diese unverhältnismäßig
teuer (Ich lasse mich gerne eines besseren belehren ;) )
Somit komme ich bei dem Punkt an, mir so ein Solid-State Relais diskret
aufzubauen. Ein Übertrager, ne Diode, Kondensator, Widerstand und ein
paar Transistoren. Fertig. Denkste...
Ich stehe vollständig am Schlauch wie ich den Übertrager anschließen
sollte.
Im Bild oben habe ich 2 Schema aufgezeichnet. Das obere nenne ich
Flyback-Stil, da es im Prinzip ein Flyback-Converter ist. Der Fehler
dabei ist (wenn ich nicht falsch liege), dass die Gate-Spannung quasi
nicht begrenzt ist. Sie wird durch übertragene Leistung und den
Widerstand bestimmt. Für mich aktuell irgendwie unbestimmbar. Oder
welche Formel gibt es zur Berechnung?
Im 2. Schema im Bild (ich habe es Forward-Style genannt), ist der
Übertrager genau andersherum gepolt. In der Folge ist zwar theoretisch
die Gate-Spannung erstmal bestimmbar (1:1 Übertragung der Spannung),
doch wenn ich jetzt richtig weiter denke, dürfte der Übertrager recht
schnell in Sättigung gehen. Dann ist die Gate-Spannung 0. Das ist zwar
auch klar definiert und auch der sichere Zustand, aber irgendwie nicht
ganz der Plan.
Vielleicht finde ich ja demnächst ein paar sinnvolle Antworten oder mir
geht das Lichtlein von selbst auf. In jedem Falle bedanke ich mich
jedoch schon recht herzlich fürs zuhören und treue mich auf
Antworten/Ideen/Anregungen.
Besten Dank,
Leonard
