VPN - Webseite trotzdem gesperrt

Gast #5980367
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Hi

Da ich beruflich in verschiedenen Ländern unterwegs bin und in manchen 
Ländern bestimmte Webseiten gesperrt sind, habe ich openVPN installiert, 
das mit meinem Synology NAS zu Hause verbunden ist.

Bei showmyip Abfrage sehe ich nun die öffentliche IP von meinem NAS zu 
Hause. Viele WEbseiten sind nun verfügbar, manche aber immer noch nicht.

Hat jemand einen Tipp?
(Firma: Q3) #5980405
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Oliver K. schrieb:

> Bei showmyip Abfrage sehe ich nun die öffentliche IP von meinem NAS zu
> Hause. Viele WEbseiten sind nun verfügbar, manche aber immer noch nicht.
>
> Hat jemand einen Tipp?

Welche denn?

Eigenlich sollte nicht die öffentliche IP von deinem NAS zu sehen sein, 
sondern die, von deinem heimischen Router - denn die gehört zum Pool 
eines deutschen Providers. Vlt. ist das die Ursache. Woher bezieht das 
NAS seine externe IP?

Welchen Router hast du zuhause?

Also ich habe z.B. ARD und ZDF (Und eigentlich auch alle anderen) von 
Mallorca aus problemlos mit dem VPN meiner heimischen Fritzbox 
austricksen können. Die Fritzbox macht eine Cisco-VPN-Version ("L2TP 
über IPSec"), jedenfalls muss ich diesen Client-Typ auf meinem Macbook 
einrichten (gehört zum OSX), damit ich Zugriff bekomme. Unter Windows 
musst du auf Zusatzsoftware zurückgreifen (Shrew Soft VPN Client, free).

Draytek-Router verwenden übrigens für L2TP über IPSec Parameter 
dergestalt, dass man weder unter Mac OSX /iOS noch unter Windows 
zusätzliche Software benötigt, "Bordmittel" genügen.
#5981106
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Tobias P. schrieb:
> wird bei einem solchen VPN nicht das Standardgateway umgebogen, sodass
> eben aller Traffic über das VPN geht?

Dein Standard-DNS liegt bei dir im lokalen Netz, z.B. die Fritzbox. Der 
Weg dorthin wird natürlich nicht umgebogen. Will man DNS auch über die 
VPN betreiben, darf man daher nicht das Standard-DNS verwenden. Je nach 
Einrichtung der VPN ist das Teil davon, oder man muss selbst drauf 
achten.
#5981119
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A. K. schrieb:
> Tobias P. schrieb:
>> wird bei einem solchen VPN nicht das Standardgateway umgebogen, sodass
>> eben aller Traffic über das VPN geht?
>
> Dein Standard-DNS liegt bei dir im lokalen Netz, z.B. die Fritzbox. Der
> Weg dorthin wird natürlich nicht umgebogen. Will man DNS auch über die
> VPN betreiben, darf man daher nicht das Standard-DNS verwenden. Je nach
> Einrichtung der VPN ist das Teil davon, oder man muss selbst drauf
> achten.

ah ja, stimmt. Den bekomme ich ja über DHCP und der ist dann lokal, da 
nützt dann selbst das umbiegen des Standardgateways per VPN nichts, die 
DNS-Auflösung passiert immer noch über den vom DHCP vorgegebenen Server 
und nicht übers VPN. Alles klar!
#5981120
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DPA schrieb:
> Ein seit über 3 Jahren immernoch offener systemd/systemd-resolved Bug:
> https://github.com/systemd/systemd/issues/6076
>
> Ich weiss schon, warum ich den mist nicht nutze...

aua. Ja, sieht übel aus. Leider haben meine Lieblingssysteme alle 
systemd :-( bisher hatte ich dieses VPN-Problem nicht, möchte aber 
demnächst auch gern sowas einrichten, da ist das gut zu wissen.
#5981204
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Achtung DNS abfragen sind so erstmal plain text... Je nach Land in dem 
du dich rumtreibst könntest du für das besuchen von gesperrten Webseiten 
mächtig Ärger bekommen. Schau besser das dann deine DNS anfragen mit 
durch den VPN tunnel gehen. Übrigens gibt es auch Länder in denen VPN 
verboten ist (so der Staat nicht mitlesen kann)...
#5981205
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Martin P. schrieb:
> Achtung DNS abfragen sind so erstmal plain text... Je nach Land in dem
> du dich rumtreibst könntest du für das besuchen von gesperrten Webseiten
> mächtig Ärger bekommen. Schau besser das dann deine DNS anfragen mit
> durch den VPN tunnel gehen. Übrigens gibt es auch Länder in denen VPN
> verboten ist (so der Staat nicht mitlesen kann)...

echt? in welchen Ländern denn z.B.? besonders, dass VPN verboten ist, 
ist ja bedenklich. Wie handhaben denn diese Länder https? da kann man ja 
auch nicht so einfach mitlesen.
#5981210
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Oliver K. schrieb:
> Mit manuell vorgegebenem DNS 8.8.8.8 öffnen sich nun auch die restlichen
> Seiten. Besten Dank!

Ist auch häufig schneller.
Übrigens, nur eine Anmerkung, schon merkwürdig, dass Google einstellige 
IP's hat, wo die doch der Regierung vorbehalten sind. Wenn man dann noch 
bedenkt, Google kam viel später als andere Suchmaschinen ...
Kann sich jeder seinen Teil denken.
#5981225
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F. F. schrieb:
> Übrigens, nur eine Anmerkung, schon merkwürdig, dass Google einstellige
> IP's hat, wo die doch der Regierung vorbehalten sind.

Sind sie nicht, auch wenn darunter welche vom DoD sind. 1/8 liegt 
mittlerweile in Asien.

Laut Whois gehört 8.8.8.8 zur IP-Range 8/8, und die gehört nicht Google 
selbst, sondern seit 1992 dem Tier 1 Carrier "Level 3 Communications". 
Dass solche Unternehmen mit den Diensten zusammenarbeiten müssen, wird 
freilich nicht überraschen.
Gast #5981259
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Googlehasser schrieb:
> F. F. schrieb:
>> Oliver K. schrieb:
>>> Mit manuell vorgegebenem DNS 8.8.8.8 öffnen sich nun auch die restlichen
>>> Seiten. Besten Dank!
>>
>> Ist auch häufig schneller.
>
> Und vor allem auch länger gespeichert und für die NSA verfügbar.

Was dann ungünstig wäre, wenn man das beruflich nutzt, ist ein 
Hauptzweck der NSA doch Wirtschaftsspionage.


Naja, für den privaten Traffic kanns einem ja wurscht sein.
Beitrag #5981307 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #5981345
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A. K. schrieb im Beitrag #5981307:
> Auf welchem Weg kann man ganz sicher sein, dass die Anfragen nicht von
> irgendwem mitgeschnüffelt werden könnten? Oder kann man sich eigentlich
> nur aussuchen, mit wem man es ggf zu tun hat?

Nunjs, es gibt DNS over HTTPS und DNS over TLS, damit die ISPs den 
traffic nicht kriegen. Dan landet das aber alles bei Cloudflare, Google, 
oder wen auch immer man als resolver nimmt.

Und dann gibt es auch die Möglichkeit seinen eigenen caching resolver zu 
betreiben, und den zu konfigurieren, über die top level dns server zu 
gehen. Damit verteilt sich das besser, weil man schlussendlich beim DNS 
Server geht, den der Domaininhaber nutzt. Das könnte aber teils auch 
wieder cloudflare sein, und dann können auch die ISPs zeug mitlesen, 
manipulieren und umleiten.

Es gibt dezentrale alternativen zu der Methode, wie DNS Auflösung 
normalerweise geht. Mit Namecoin z.B. hat man alle Namecoin namen (z.B. 
.bit domains), eine lokale Kopie. Aber damit hat man halt nicht die 
regulären DNS Adressen.

Es wäre wohl interessant mal zu schauen, ob man sich irgendwie alle DNS 
Einträge von den DNS Servern runtersaugen kann. Einige lassen vermutlich 
AXFR zu, bei anderen kann man dnssec Zone Walking betreiben. Ganz alles 
wird man so aber vermutlich nicht kriegen, aus irgend nem Grund scheinen 
das alle zu verhindern zu versuchen...
#5981564
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Was ist eigentlich aus den alten Mailbox-System -ich komme gerade nicht 
auf den Namen- geworden?
Würde sich vielleicht anbieten alles etappenweise durchs Netz zu 
schieben.
Wie ich mich erinnere, waren einige (die wo massenhaft Software 
verschoben wurde) von denen verschlüsselt und nur die Einwahl von dir in 
die Box war unverschlüsselt.
Gast #5981572
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F. F. schrieb:
> Was ist eigentlich aus den alten Mailbox-System -ich komme gerade nicht
> auf den Namen- geworden?

Usenet?

F. F. schrieb:
> Wie ich mich erinnere, waren einige (die wo massenhaft Software
> verschoben wurde) von denen verschlüsselt und nur die Einwahl von dir in
> die Box war unverschlüsselt.

??? Alt und Verschlüsselt ??? k.A.
#5981639
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BBS Boxen?
Jau, das waren die.
Gehörte zu meinen dunklen Zeiten.
Einige Betreiber "verschwanden" plötzlich.
Wie viele sie wirklich an die Wand genagelt hatten, kann ich nicht 
sagen.
Die meisten hatten so ihre Wege die Rechner "sicher" zu machen.
Damals hatten die Bullen keine Ahnung, auch ihre angeblichen Fachleute 
nicht.
Erinnere mich noch an einen Fall, da hatten sie den Rechner von einem 
aus der Szene mitgenommen und ihn gestartet, doch nach dem Start wurde 
die Festplatte Low Level formatiert, wenn nicht eine bestimmte 
Tastenkombination gedrückt wurde.
Natürlich wurde der normale Startbildschirm angezeigt.
Das waren noch Zeiten. Da hatte man schon 3 Monate vor Markteinführung 
das neuste MS Zeug.
Aber irgendwie war das wie die Jagd nach Trophäen.
Es war so viel, dass man das alles gar nicht nutzen konnte.
Aber wer hätte sich für privat ein Word für knapp 1300 DM vor 30 Jahren 
gekauft?

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